Die Schlagzeilen an diesem Montag machten es klar: Holstein Kiel steckt in einer tiefen Krise. Das Team von Markus Anfang hat „das Siegen verlernt“. Die Everybodys Darlings der Hinrunde haben ihre Attraktivität komplett eingebüßt und spielen anscheinend nicht mehr beim großen Märchen vom Durchmarsch in die Bundesliga mit. In den Spieltagszusammenfassungen war der Fokus nicht mehr auf die Jungs von der Förde gerichtet, viel unglaublicher war nun, was der kleine SV Sandhausen aus dem Hardtwald leistete und es damit immerhin auf Platz vier der Tabelle geschafft hatte (ist das nach der Niederlage am Freitagabend gegen Fortuna Düsseldorf eigentlich auch schon wieder vorbei?)

 

jubeljubeljubel

 

Zugegeben sind sieben Spiele ohne Sieg eine Serie, die ein wenig nervt und sicherlich war das 0:0 in Fürth keine Delikatesse für Fußball-Liebhaber. Zu selten war es den Störchen in Franken gelungen spielerische Akzente zu setzen, zu wenige Torchancen standen am Ende unter dem Strich. „Vielleicht fehlte hier und da das letzte Quäntchen“, äußerte sich Markus Anfang gegenüber der NordSport nach dem Partie auf der Suche nach einer Erklärung, woran es gehakt haben könnte. Insgesamt müssten die Spieler trotz aller Erfolge „hungrig“ bleiben.

 

„Satt“ ist an der Förde sicherlich noch keiner, vor allem nicht die Spieler. Das machten die Reaktionen zum Beispiel eines Marvin Ducksch nach dem Anpfiff auf dem Ronhof klar. Mehrere Minuten verharrte Ducksch in sich gekehrt auf dem Rasen, erst Dominik Schmidt gelang es, ihn wieder hochzuholen. Die „Torflaute“ (563 Minuten sind seit der letzten Bude vergangen) des Angreifers wird als eine einfache Erklärung angeführt und ist doch nur ein Ausdruck des inzwischen häufig (in vielen Bereichen des Lebens) vorherrschenden Schwarz-Weiß-Denkens. Trifft Stürmer, ist Stürmer gut - trifft Stürmer nicht, ist Stürmer schlecht. Verrichtete Anlaufarbeit und Torvorlagen fallen zu häufig hinten über. Natürlich wäre ein Ducksch-Tor, das womöglich einen Dreier bringt, eine feine Sache – die mediale Fokussierung auf die St-Pauli-Leihgabe in dieser Woche tat aber trotzdem nicht Not. Auch Marvin Ducksch wird noch „hungrig“ sein und auch wieder treffen (wenn er sein Versprechen hält, sogar schon gegen Regensburg ;) ).

 

Das Schöne bleibt allerdings, dass sowohl Spieler, als auch Fans noch immer mehr als alles Recht der Welt haben, so richtig „Bock“ auf jedes weitere Spiel in dieser Saison zu haben. Also muss auch niemand die Absicht haben, diesen Bock umzustoßen – auch bei einer „Sieglosserie“, die bei genauerer Betrachtung alles andere als nur schlecht war.

 

Von daher: Auf geht’s zum Holler!

 

#dankefürdiesesaison
#immernochbock
#stillinlovewithholstein
#stillinlovewithmarvinducksch