Anpfiff 2. Bundesliga für Holstein Kiel

30.07.2017 - 15:30 Uhr

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Was bewegt uns? Worüber ärgern wir uns, worüber freuen wir uns? Was gibt es Neues? Und wie war es eigentlich damals? Das alles und noch viel mehr findet der CCK-Leser hier:

 

 

Den einen Spieler“, den sich Neuzugang David Kinsombi als Vorbild genommen hätte, gibt es nicht. Ein viel größerer Einfluss für den „Rüdesheimer Bub“ mit kongolesischen Wurzeln war da der große Bruder. Über die Stationen Wiesbaden, Mainz, Frankfurt, Magdeburg und Karlsruhe schaffte es 21-jährige Rechtsfuß nun an die Förde. Größere Hindernisse bei der Eingewöhnung stellten nur Deckenleuchten dar. Ansonsten wurde der Defensivmann schnell „an die Hand genommen“. CCK freut sich mit dem Neuzugang über Werdegang, Selbsterfahrungen an der Spielkonsole und Pläne für die nächste Saison zu sprechen.

 

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CCK: Moin David, erst einmal herzlich willkommen in Kiel!
David: Hallo und vielen Dank!

 

CCK Du bist ja noch relativ jung - kannst du dich eigentlich noch daran erinnern, wann bei dir das erste Mal der Wunsch aufkam, Fußballprofi zu werden?
David: Das war ganz früh. Ich bin durch meinen großen Bruder zum Fußballspielen gekommen. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Nachmittags war er immer unterwegs und dann hieß es immer: „Ich bin beim Training.“
Da wollte ich natürlich wissen, was treibt der denn da. Und so hat er mich einfach ein paar Mal mitgenommen. Kurzerhand hat er mich dann auch im selben Verein angemeldet und so ging das Ganze dann los. Nach kurzer Zeit merkt man dann ja auch relativ schnell, ob man was damit anfangen kann – und
ich hatte was für mich entdeckt.

 

CCK: Da war dann auch gleich klar, dass du nichts anderes in deinem Leben machen willst?
David: Ja, wenn ich in der Grundschule gefragt wurde, was ich später machen will, habe ich immer geantwortet: „Am liebsten Fußballprofi.“

 

CCK: Und wann hast du gemerkt, dass du auf dem richtigen Weg bist?
David: Ich habe in der Jugend sehr lange bei Wehen-Wiesbaden gespielt. Dann bin ich nach Mainz gewechselt, um U17-Bundesliga zu spielen und habe mich auf Anhieb zum Stammspieler entwickelt. Da habe ich gesehen, das geht auf jeden Fall in die richtige Richtung, wenn du in deiner Altersklasse, in der höchsten Liga bei einem sehr guten Verein spielst.

 

CCK: Ein Zeitpunkt, um noch einmal eine Schippe drauf zu legen?
David: Na klar. Je näher ich dem Herrenbereich gekommen bin, desto eher hatte ich auch mit den Jungs in meinem Umfeld das Gefühl, dass wir nur noch 1 ½ Jahre Jugend haben. Der ein oder andere Kollege hatte auch schon Bundesliga- oder Zweitligaluft schnuppern können. Also mussten wir uns ranhalten, dass wir dann die nächsten sind, die da reinschießen.

 

CCK: In der Defensive hast du ja schon einige Stationen durchlaufen. Wo fühlst du dich selbst am wohlsten?
David: Ich bin da relativ flexibel, bevorzuge es aber im Zentrum zu spielen, Innenverteidiger oder auf der Sechs. Allerdings habe ich mein erstes Bundesligaspiel als Außenverteidiger gemacht, mein Länderspieldebüt sogar auf der offensiven Außenbahn. Am liebsten bin ich aber doch im Zentrum.

 

Startelf gegen Italien – ein Traum erfüllt sich

 

CCK: Wie war es denn überhaupt für dich als junger Mensch als Fußballer Deutschland zu vertreten?
David: Da ist ein Traum wahr geworden. Seit der U15 hatte ich in der Hessen-Auswahl gespielt, beziehungsweise in Mainz mit der Südwest-Auswahl. Man hofft immer, dass es das nächste Mal klappt.
Bei meinem ersten Länderspiel gegen Italien habe ich gleich von Anfang an gespielt. Das war ein ganz persönliches Ziel, das ich mir gesetzt hatte. Ich habe zu meinem Bruder immer gesagt: „Bevor ich den Jugendbereich verlasse, will ich mein erstes Länderspiel machen.“

 

Da seit Holsteins letztem Zweitliga-Abenteuer schon über 30 Jahre her sind und Social Media damals noch in den Kinderschuhen steckte, wollen wir vor dem Beginn der neuen Spielzeit den Anhängern der KSV ein bisschen die Blog-,Podcast und Internetwelt, aber auch das eine oder andere Fanzine der 2. Liga vorstellen. Mit uns zusammen aufgestiegen ist der "Zebrastreifenblog" vom MSV Duisburg.

 

Wer seid ihr, wie lange gibt es Euch schon und für welchen Verein schlägt Euer Herz?

Den Zebrastreifenblog schreibe ich, Ralf Koss, unter dem Pseudonym Kees Jaratz seit dem Sommer 2008. Ich bin Autor und Journalist. Auch wenn in Kiel bei den Zebrastreifen sofort alle an einen anderen Sport denken, mein Herz schlägt für den MSV Duisburg, die Zebras des Fußballs.

 

zebrastreifenblog

 

Weshalb sollte man bei Euch auf der Seite vorbeischauen?

Von Anfang an wollte ich im Zebrastreifenblog über den Fußball und damit auch meine Stadionbesuche nicht nur in sportlicher Perspektive schreiben. Mir geht es beim Blick auf das Spiel um eine Perspektive, die über das Spiel hinausweist. Mir geht es, wenn möglich, auch darum, was uns der Besuch eines Fußballspiels über das Leben zeigt. Fußball als Teil der Kultur eines Landes beschäftigt auch immer wieder. Darüber hinaus erzähle ich im Blog in einer besonderen Rubrik, dem Halbzeitpausengespräch, über Leben und Kultur des Ruhrgebiets, über Literarisches rund um den Fußball und was mir sonst wichtig scheint.

 

Auf welches Stadion (außer dem eigenen) freut ihr Euch in der 2. Bundesliga immer?

Ob jetzt Hamburg mit St. Pauli oder Berlin mit Union mir die liebste Auswärtsfahrt weiß ich erst im Nachhinein. Das liegt nicht nur am Fußball. Beide Auswärtsspiele sind immer auch Gelegenheiten, alte Freunde zu sehen. Paderborn als Lieblingsauswärtsgegner mit Auswärtspunktegarantie für den MSV ist ja leider nicht dabei.

 

Welche Spezialität/welches Bier sollten die Kieler Auswärtsfahrer bei Euch vor Ort probieren (im Stadion oder generell)?

Da ist beim Bier der Klassiker Köpi, das König Pils, das in Duisburg gebraut wird. Und damit der andere Klassiker des Essens, die Currywurst mit Pommes, eine Variation erhält, noch eine Eiscafé-Empfehlung. Wenn ihr eine Stunde Zeit habt und in die Innenstadt geht, gibt es auf der Königstraße, Ecke Düsseldorfer Straße bei Panciera mit das beste Eis, das ich kenne.

 

Warum freut Ihr Euch auf Kiel? Gibt es vielleicht sogar eine persönliche Verbindung zur Stadt an der Förde

Was den Sport angeht, sehe ich dem Spiel des MSV in Kiel mit gemischten Gefühlen entgegen. Mit viel Ruhm haben wir uns bei euch noch nicht bekleckert. Auch wenn es den einen Sieg schon gab, wurde selbst dieser Sieg ja mit einer sehr dürfftigen Leistung in spielerischer Hinsicht errungen. Ihr habt natürlich wahrscheinlich das eleganteste Maskottchen der Liga, in den Proportionen so anders als der Rest. Das gefällt. Persönliche Verbindungen gibt es nicht, aber mit Patrick Wincek ist ja sogar ein alter Duisburger und Fan des MSV vor Ort, der als Handballer anscheinend nicht anders kann, als im Zebra-Trikot zu spielen.

Über kaum einen anderen Spieler herrscht unter den Fans von Holstein Kiel so eine Einigkeit, wie bei Patrick Herrmann. Dank seiner tadellosen Einstellung und und seines Kampfgeistes entwickelte sich "Herrmi" bei Holstein Kiel völlig zurecht zum "Fußballgott" - und das nachdem er zuvor beim VfL Osnabrück in die zweite Mannschaft abgeschoben war.

 

Patrick Herrmann im CCK-Interview über Vergangenheit, Zukunft und seine besondere Beziehung zum Verein.

 

 

Viel Spaß beim Schauen.

Seit etwas über einem Monat ist Steffen Schneekloth bei der KSV als Präsident an Bord. Ein Neuling im Geschäft "Fußball" ist der 53-jährige Rechtsanwalt und gelernte Bankkaufmann aber keineswegs und auch mit Holstein Kiel gab es in der Vergangenheit große Schnittmengen. Höchste Zeit für ein CCK-Interview.

 

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CCK: Erst einmal Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Amt als Präsident der KSV. Der Aufsichtsrat hat Sie als neuen Präsidenten ausgewählt, wann kam das Gremium zum ersten Mal auf Sie zu und wie hat er Sie überzeugt, diese Aufgabe zu übernehmen?

Steffen Schneekloth: Der Aufsichtsrat kam Anfang Mai zum ersten Mal auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich mir das Präsidentenamt bei Holstein Kiel vorstellen könnte. Ich war dem Aufsichtsrat in sportlichen Fragen schon immer eine Art Ratgeber. Die Aufgabe, dem Verein dabei als Präsident helfen zu können, empfinde ich als sehr spannend. Die Idee des Aufsichtsrates war, dieses Amt nicht wie in der Vergangenheit nur repräsentativ auszulegen. Ich konnte mir das sehr gut vorstellen, da ich auch nach der Beendigung meiner Tätigkeit als Spielerberater dem Fußballsport verbunden bleiben wollte. Was gibt es Schöneres, als dort wo man geboren und aufgewachsen ist, seine Erfahrungen, die man 20 Jahre im Fußball gesammelt hat, einzubringen.

 

Sie haben es gerade erwähnt, dass Sie in der Vergangenheit mit dem Verein schon lose verbunden waren, was haben Sie nach den ersten Wochen in offizieller Funktion für einen Eindruck vom Verein, was beispielsweise die Struktur und das Arbeiten angeht?

Der ganze Verein ist kaufmännisch und administrativ sehr gut organisiert. Wolfgang Schwenke hat hier in den vergangenen neun Jahren hervorragende Aufbauarbeit geleistet. Es wurden nicht immer wieder neue Mitarbeiter eingestellt, sondern versucht Synergien zu schaffen, dass Mitarbeiter auch mehrere Funktionen ausüben, um den Anforderungen der Lizenzierung gerecht zu werden. Da gibt es nichts, was man in diesem Bereich derzeit verbessern müsste. Ich sehe mich daher auch eher als Unterstützer für Wolfgang Schwenke, unseren Kaufmännischen Geschäftsführer, und Ralf Becker, dem Geschäftsführer Sport.

 

Was sind aus Ihrer Sicht die Unterschiede zwischen Roland Reimes Aufgabenbereich und Ihren zukünftigen Ausgaben?

Das kann ich gar nicht genau sagen, weil ich im Detail nicht weiß, wie Roland Reime das Amt ausgeübt hat. Roland Reime war immer für den Verein da und hat sich für ihn mit hoher sozialer Kompetenz eingesetzt, die KSV war Teil seines Lebens, insbesondere in emotionaler Weise. Ich sehe meine Aufgabe darin, das Präsidium, kaufmännisch und sportlich, bei den täglich aufkommenden Fragestellungen mit meinen Erfahrungen zu unterstützen und dabei dem Präsidium auch Aufgaben abzunehmen und es zu entlasten.

 

Sie haben vor einiger Zeit Ihre Tätigkeit als Spielerberater beendet und haben danach in einem Interview in den Kieler Nachrichten (http://www.sportbuzzer.de/artikel/kieler-spielerberater-steffen-schneekloth-im-interview/) ein wenig mit der Branche abgerechnet und erläutert, warum Sie sich diesem Berufsstand nicht mehr richtig verbunden fühlen. Inwiefern passt das mit ihrer langen Tätigkeit in der Branche und dem Profitieren von dieser zusammen und was unterscheidet Sie von dem Beraterkreis, den Sie in diesem Interview kritisiert haben?

Ich habe weder mit der Branche abgerechnet, noch habe ich einzelne Personen kritisiert. Als ich vor 20 Jahren begonnen habe, war ich mit vielleicht zehn anderen Beratern in Deutschland fast eine Art Exot. Die Branche hat sich wie der gesamte Fußball dahingehend entwickelt, dass der Prämisse des Profits folgend alles – sportliche und gesellschaftliche Werte – untergeordnet wird. Das ist meiner Meinung nach eine falsche Entwicklung, sowohl auf der Seite der Berater, als auch auf Vereinsseite. Ganz interessant und nacheifernswert ist in diesem Zusammenhang die Meinung von Andreas Rettig (kaufmännischer Geschäftsleiter beim FC St. Pauli, Anm. d. Red.), der in einem Konzernverein wie Bayer Leverkusen groß geworden und heute beim FC St. Pauli tätig ist. Er vertritt heute die Ansicht, dass der Fußball sich nicht vollständig kommerzialisieren darf.

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Für die genauen Planungen der Wochenenden - es sind die nächsten Terminierungen für die Spiele der KSV draußen:

 

Fürth (H), Sonntag, 20. August 2017
Regensburg (A), Sonnabend, 26. August 2017
Kaiserslautern (H), Sonnabend. 9. September 2017
Aue (A), Freitag, 15. September 2017
St.Pauli (H), Dienstag, 19. September 2017
Duisburg (A), Freitag, 22. September 2017