Was bewegt uns? Worüber ärgern wir uns, worüber freuen wir uns? Was gibt es Neues? Und wie war es eigentlich damals? Das alles und noch viel mehr findet der CCK-Leser hier:

 

 

Strahlender Sonnenschein, 26° und eine leichte Brise, die über die Ostsee herein kam. Man könnte meinen, das Organisationsteam hatte für die Präsentation des neuen Trikots nicht nur die Seebar in blau-weiß-rot getaucht, sondern auch noch auch noch das perfekte Wetter bestellt. Gemeinsam mit Puma inszenierte die KSV die Trikotübergabe vom Wasser aus. Positiv fiel zunächst auf, dass nicht nur die Herren von Holstein erstmals in ihrer Geschichte ein eigenes Design tragen dürfen, sondern auch die Holstein Women. Und für die gab es gleich einen neuen Hauptsponsor obendrauf. Die Firma Graf, ein familiengeführtes Unternehmen aus Kiel, steht für zwei Jahre Pate.

 

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Nach dem Trikotgate in der vergangenen Saison wurde das individuell für Holstein gestaltete Jersey sehnlichst erwartet. Wer spektakuläre Applikationen oder Farbenspiele erwartete, wurde zwar enttäuscht. Doch was auf den ersten Blick noch recht schlicht wirkte, eröffnete einem bei genauerem Hinsehen viele liebevolle Details. Zunächst ist da die Farbe. In den letzten Jahren noch ein Standardfarbton, hat sich Puma die Pantone-Tafel gegriffen und ein individuelles Blau gewählt, das dem der offiziellen Vereinsfarben am nächsten kommt. Die Knopfleiste spiegelt alle Farben des kompletten Kits wieder und ist eine echte Seltenheit in der Trikotlandschaft. Ebenso der Stehkragen, der eigens für Holstein designt wurde. Im Vordergrund stand bei der Entwicklung also vor allem die Individualität des Designs, das mit einem kleinen „Kiel Ahoi“ im Nacken abgerundet wird. Beim Auswärts- und Ausweichtrikot wurde ein Klassiker angekündigt: Der T7-Streifen, der schon Ende der 70er Jahre die Kieler Trikots zierten.

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Auch die Mannschaftsvertretern, Kenneth Kronholm, Neuzugang Janni Serra und Rückkehrer Hauke Wahl schienen angetan von dem neuen Jersey zu sein. Hauke Wahl machte einen besonders glücklichen Eindruck beim Betrachten seiner neuen Arbeitskleidung.

 

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Jetzt können wir es auch kaum noch erwarten, Mnnschaft und Trikots im Einsatz zu sehen.

I'm forever blowing bubbles,
Pretty bubbles in the air,
They fly so high, nearly reach the sky,
Then like my dreams they fade and die.
Fortune's always hiding,
I've looked everywhere,
I'm forever blowing bubbles,
Pretty bubbles in the air.

 

stadion bubbles

 

Im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft tauchte ein Plakat auf, das Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. „#NoBan4Women“ und „SUPPORT IRANIAN WOMEN TO ATTEND STADIUMS“ ist darauf zu lesen. Der Hintergrund, schnell auch durch die Medien klar, ist einfach wie erschütternd. Noch immer ist es Frauen im Iran nicht erlaubt ins Stadion zu gehen.

 

Kaum vorstellbar hinsichtlich der Massenbewegung Fußball, die den gesamten Globus umspannt. Frauen im Stadion sind inzwischen das Normalste in der Welt und gehören egal ob Kreis- oder Bundesliga zum Bild dazu. Natürlich war auch das vor einigen Jahrzehnten noch anders. Doch war dies weniger Verboten, als mehr Desinteresse, einem strengen Rollenverständnis und dem im Stadion vorherrschenden Chauvinismus geschuldet. Zumindest letzteres ist noch immer in Stadien zu finden. Doch Frauen sind selbstbewusster geworden, wehren sich gegen Klischees und lassen sich nicht mehr in die Rolle des Anhängsels drängen. Nein, sie gehen bewusst ins Stadion. Sie wissen rund um den Fußball Bescheid. Sie feuern an, sie schreien, sie pöbeln, sie trinken Bier. Frauen sind Teil der Fußballkultur geworden.

 

Doch Teil einer solchen Entwicklung zu sein, bleibt in manchen Ländern immer noch verboten. Während Saudi-Arabien seine Restriktionen diesbezüglich inzwischen etwas gelockert hat, bleibt der Stadionbesuch für Frauen im Iran weiterhin unmöglich.

 

So nutzen viele Iranerinnen die Gelegenheit Fußball außerhalb ihres Landes, zum Beispiel bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland, zu sehen. Sie wollen ihre Nationalmannschaft unterstützen und ganz nebenbei für ihr Recht auf Fußball protestieren. Ein Protest, der offensichtlich erstes, zaghafte Gehör findet. Für das heutige Spiel Iran gegen Spanien findet in Teheran ein Public Viewing statt, an dem auch Frauen teilnehmen dürfen. Ein kleiner Schritt, auf den hoffentlich noch viele folgen.

 

offside

 

Genau zu diesem Thema erschien im Jahr 2006 der Film „Offside“ - unterschiedliche junge Frauen versuchen, getarnt als junge Männer, ins Stadion zu gelangen und das Qualifikationsspiel der Iranischen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2006 zu sehen. Wir können den Film ohne Einschränkung empfehlen.

 

Positive Randnotiz: Entgegen der Gewohnheit ist die FIFA nicht gegen die Protestbanner der Iranischen Frauen eingeschritten. Es handele sich um einen sozialen Appell und nicht um eine politische Botschaft, hieß es vom Verband, der sich hierfür ausnahmsweise mal ein Lob verdient hat.

In den letzten Jahren hatte die KSV das Glück, dass über die Sommerpause immer eine Position, egal ob Trainer oder Sportdirektor, besetzt war. Nicht so dieses Jahr. Daher war es nicht überraschend, dass das Podium im Presseraum mit Trainer Tim Walter und Sportdirektor Fabian Wohlgemuth gut gefüllt war.

 

Im Gegensatz zu Tim Walter, der im norddeutschen Raum bisher noch nicht tätig war, kreuzten sich die Wege von KSV-Präsident Schneekloth in seiner früheren Funktion als Berater und von Wohlgemuth als Scout beim HSV und NLZ-Leiter in Wolfsburg schon öfter.

 

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Eigentlich hätte man für dieses Pressegespräch auch gar keine Zeit, man versinke schließlich in der Arbeit, einen neuen Kader auf die Beine zu stellen. Damit diese Mammutaufgabe nun nicht jährlich im Sommer anfällt, möchte man verstärkt auf feste Verpflichtungen setzen, eine „eigene Spielerbasis“ aufbauen.

 

Neben den drei bereits verpflichteten Spielern sollen noch vier bis fünf neue Gesichter an die Förde wechseln. Vorbild für den Werdegang dieser sei die Entwicklung von Marvin Ducksch und Dominick Drexler, die sich erst in Kiel zu richtig begehrten Fußballern entwickelt hätten. Vielleicht auch deshalb bescheinigte Tim Walter seinem Vorgänger Markus Anfang eine gute Arbeit. Der Ballbesitzfußball und das eigene Agieren seien auch die Markenzeichen des Spiels des ehemaligen U23-Trainers des FC Bayern München. Auch auf dem Transfermarkt und bei Beratern und Spielern sorgte die sehr gute letzte Saison für ein positives Echo, das merke man auch bei der Spielersuche, so Wohlgemuth.Die so entstandene Erwartungshaltung relativiere man aber schnell. Das Saisonziel werde man erst nach den ersten Eindrücken des Kaders im Wettkampf festlegen.

 

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Tom Weilandt werde wohl nicht zu diesem neuen Aufgebot gehören, das neue Führungsteam habe andere Vorstellungen. Fraglich, ob sich neue Spieler genauso wie Holsteins neuer Co-Trainer Rainer Ulrich überzeugen lassen. Ulrich arbeitete viele Jahre in Karlsruhe unter Winfried Schäfer und zuletzt mit Walter bei den kleinen Bayern. Laut Holsteins neuem Coach hätte augenzwinkernd ein Fahrrad für Ulrich hier oben gereicht, um den gebürtigen Mannheimer aus seinem gewohnten Umfeld nach Kiel zu locken.

Allen potentiellen Neuzugängen sei daher von CCK gesagt: In Kiel gibt sowohl viele Fahrräder, als auch schöne Strecken!

 

Jahrzehnte von Bangen, Leiden, Jubeln und Feiern, begeisternde Spiele und große Dramen - Fußballgeschichte, die von tausenden Schlachtenbummlern verfolgt wurde, verschwindet innerhalb weniger Stunden durch die Baggerschaufel... 

 

Es war vielleicht einer der letzten Reste des "alten" Fußball im Bundesliga-Business, nun ist das Ende der Ostkurve im Holstein-Stadion gekommen. Unter Gästefans war sie gehasst, weil die Besucher ungeschützt den norddeutschen Elementen ausgesetzt waren und weil dank der Mischung aus flachen Stufen und Werbebanden die Torauslinie in einem toten Winkel lag. Andererseits ging Nostalgikern das Herz auf und auch Freunde von pyrotechnischen Erzeugnissen konnten ihre Leidenschaft voll ausleben.

 

Viele ältere Holsteiner kennen noch die Zeit, in der man sich aussuchen konnte, hinter welchem der beiden Tore man das Spiel verfolgen wollte. Und zur Not in der Halbzeit wechseln konnte. Einige vermissen diese Zeit und erinnern sich an den Blick das alte Rund. Wehmut schwingt beim Abriss mit. Aber Holstein ist nicht mehr das Holstein von früher, die Mannschaft ist eine andere, der Fußball ist ein anderer und nun zieht das Stadion nach. Auf geht's in die Zukunft!

 

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