Kleine, sympathische Szene, gar nicht so kleines (144 Seiten), aber nicht minder sympathisches Fanzine – die Rede ist von der zweiten Ausgabe von „Blick über den Lahmannhügel“, der abgekürzt so in etwa „BÜDL“ ergibt, aber nicht so viel mit dem bekannten Hamburger Hopping-Fanzine gemein hat...

 

cover_lahmannhuegel

 

...zumindest liest man nicht so viel von tschechischen Diskoschönheiten und Suff. Stattdessen bewegen sich die Anhänger der einzig wahren Arminia (also der aus Hannover) zwischen Dorfsportplatz der Kreisliga Schleswig bis hin zur österreichischen Bundesliga, gerne wird auch im nördlichen Nachbarland vorbeigeschaut (besonders das Bild aus Løgumkloster hat uns gut gefallen), um dann in regelmäßigen Abständen immer wieder ins heimische Rudolf-Kalweit-Stadion zurückzukehren.

Ein kleiner Lesetipp passend zum Away-Spiel am Sonntag - der Blog der Gosepirats:

 

screenshot_goslar

 

Bei Aufsteigern in der neuen Regionalliga oder allgemein den Teams in unserer wundervollen Spielklasse erwartet man ja nicht unbedingt höchste Ausprägung von Fankultur oder mühevollen Fans, die sich auch im Web mit ihren Teams auseinandersetzen. Umso erfreuter war man also, als einem bei der Recherche über den nächsten Gegner aus Goslar der kleine Blog Gosepirats in die Hände bzw. auf den Bildschirm fiel. Unter dem Motto „fußball, rum und moiterei“ wird dort immer humorvoll und selbstironisch über den eigenen Club geschrieben. Auch politisch scheint man im Harz nicht auf den Kopf gefallen zu sein, man bekennt sich zu den bekannten Kampagnen und Aktionen und ist allgemein gegen Rassismus und andere komischen Auswüchse menschlichen Denkens. Getreu dem Motto: "no racism, no repression…just football!" Alles in allem also viel mehr, als man im Harzvorland vermutet hätte, so ist der Blog der Gosepirats auf jeden Fall einen Besuch wert. Einfach hier klicken.

 

Es gibt sie noch, die lesenswerte Fußballlektüre á la Der tödlichePass (www.dertoedlichepass.de),nordvier (www.nordvier.de) oder Tschuttiheftli (www.tschuttiheft.li). Wer es lieber lustig und vereinsgebunden mag, dem sei die Hafenschlampe aus Kreuzlingen empfohlen.

 

Hafenschlampe

 

Der FC Kreuzlingen hat seine Heimat an der schweizerischen Küste des Bodensees, nahe der Stadt Konstanz. Im Sommer überstand der Verein erfolgreich eine Ligenreform und „stieg“ so in die viertklassige 1. Liga Classic „auf“. Die Fanszene des Vereins vom Hafenareal nennt sich Whiskykurve und gönnt sich selbst – neben allerlei subkulturellen Schnickschnack – zwei Fanzines. Die Hafenschlampe erscheint seit dem letzten Fanszenenjubiläum immer zum Saisonstart und das Oldschool-A5er Grenzstadtkurier dann zur Rückrunde.

 

 

 

Und zack: Pünktlich zur neuen Regionalliga flattert auch die neue, mal wieder überaus lesenswerte nordvier ins Haus. Und in der wird sich nicht nur mit unserer Regio (oder doch Oberliga?) Nord befasst, sondern auch mit der Frage, wie sich die Spielklassenreform denn eigentlich auf die Spielklassen darunter auswirkt und ob diese dadurch an Attraktivität einbüssen müssen. Dazu noch ausführliche Berichte unter anderem von den Neu-Regionalligisten SC Victoria Hamburg und den Rasensportlern aus Neumünster, nebst kleinem Feature über das "Nordkaos", und als besonderen Leckerbissen für alle Fußballhistoriker ein Blick in die EM-Gastgeberstadt Breslau, wo die ehemaligen Stätten großer, deutscher Fußballgeschichte inzwischen teilweise nur noch für den Eingeweihten zu finden sind.

 

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Das Ganze kann für unschlagbar günstige 3,00 € plus 0,85€ Porto direkt bei nordvier bestellt werden - oder, solange noch Hefte da sind, für 3,00€ bei einem der nächsten Testspiele bei uns.

 

Rechtzeitig zum ersten Test-Kick in Kappeln ist das (in ganz Schleswig-Holstein sehnsüchtig erwartete) Jahrbuch zur Saison 2011/12 endlich draußen.

 

ksv_jahrbuch_2012_01

 

Nicht nur als Erinnerung an unvergessliche Pokalabende und mit 5 Euro ein Schnapper - gehört in jedes private Holstein-Archiv.

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