Ein kleines bisschen stolz auf das, was am 1. Februar 2018 erscheint und überall erhältlich sein wird, wo es gute Bücher gibt: (M)eine Liebeserklärung an den großartigsten Fußballverein der Welt. Die bekannte Serie aus dem Schwarkopf & Schwarzkopf Verlag enthält von nun an auch die schönsten Farben der Welt. PS.: Kann ab sofort vorbestellt werden.

 

111Grnde Cover

 

"Stell dir vor, der Erzrivale will dir im Derby eins auswischen, indem er jegliche Choreografien schon im Vorfeld verbietet. Mit etwas Kreativität schaffst du es aber, dass die 11 Freunde selbst Jahre später noch von einem gelungenen Coup berichtet. Was kann es Schöneres geben? Im Jahrbuch der KSV wurde die Aktion als das »Meisterstück der Kieler Fans« gefeiert.

Bereits im Vorfeld des 104. Landesderbys hatte der VfB Lübeck ein Choreoverbot ausgesprochen. Nun galt es für die Fanszene, Ideen zu entwickeln, wie dies zu umgehen sei.

Denn so einfach wollte sich niemand geschlagen geben. Die Spannung stieg bis zum 19. November 2005 weiter an, und zunächst wusste weder ein Großteil der 2.000 Gästefans noch das Lübecker Publikum etwas mit dem Spruchband »Zu Lande und in der Luft«, das 15 Minuten nach Anpfiff ausgerollt wurde, anzufangen.

Dann erblickten die Augen der an der Lohmühle versammelten 13.000 Zuschauer ein Sportflugzeug..."

 

DAS THEMA

 

Deutsche Meisterschaft, das »Double«, olympische Rekorde und mehrere Dekaden Erstklassigkeit – die Historie der Störche ist reich an Erfolgsgeschichten. Es gab aber auch eine Menge tiefer Täler, die die Fans gemeinsam mit ihrem Verein durchschreiten mussten.

 

Nach der verpassten Qualifikation für die Bundesliga im Jahr 1963 kamen von 1978 bis 1981 drei Jahre 2. Bundesliga Nord. Der Abstieg aus dem Unterhaus sorgte für eine 36-jährige Leidenszeit, die trotz allem viele spannende Geschichten und Namen mit sich brachte.

 

Dazu gehören die großen Dramen wie der Last-Minute-K.-o. in der Münchener Allianz Arena sowie abenteuerliche Auswärtsfahrten, die sogar vom ADAC gerügt wurden. Aber auch die kleinen Erfolge wie die Rettung der Traditionsspielstätte am Westring, die türkische Revanche an Brasilien (im Holstein-Stadion!) und der freudentränenreiche Aufstieg 2017 fehlen nicht.

 

DAS BUCH

 

In 111 Kapiteln wird die wechselvolle, aber immer spannende Geschichte der Kieler Störche beleuchtet. Wo kommt der Spitzname eigentlich her, und warum wurden schon früh enge internationale Beziehungen gepflegt? Warum sollte Tennis Borussia Berlin den Störchen zu ewigem Dank verpflichtet sein, und warum geht ein Negativrekord des Hamburger SV aufs Kieler Konto? Wie hat das zu Recht als »Schietwetter« bezeichnete Klima an der Küste die Vereinskasse in der Vergangenheit so erheblich belastet, und warum sah man das Spielfeld des Holstein-Stadions mitunter vor lauter Bäumen nicht? Oder was macht die Fans, die ungewöhnlich früh schon »Ultrà« waren, so besonders?

 

Dank des Buches ermöglicht der Autor einen Einblick in die Gefühlswelt der kühlen Norddeutschen und beschreibt, warum nicht nur die Protagonisten auf dem Rasen, sondern auch die auf den Rängen Fans verdient haben.

 

111 Grnde Zusammenfassung
(für Zusammenfassung im PDF-Format aufs Bild klicken)

 

Matthias Hermann

111 GRÜNDE, HOLSTEIN KIEL ZU LIEBEN

Eine Liebeserklärung an den
großartigsten Fußballverein der Welt

ca. 288 Seiten | Taschenbuch

ISBN 978-3-942665-53-7 | Warengruppe 2-445

Originalausgabe | 9,99 EUR (D)

Erscheint am 1. Februar 2018

 

 

Kleine Kaufempfehlung für alle Fußballreisenden und diejenigen, die an Reiseberichten abseits von Hotelanlagen auch Interesse empfinden.

 

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Ganz frisch im Handel: "Wo geht's hier zum Stadion" von Benjamin Schaller - 33 Geschichten von Nordkorea bis Südamerika, von Tromsø bis Banjul. Neben Leute wie Edvin Kopic, Jojo und der Professor, Michael Höller und Carlo Farsang durfte auch CCK zwei Kapitel zu dieser kurzweiligen und interessanten Lektüre beitragen. So kommen auch die Kulinarik und die Lost Grounds nicht zu kurz. Da Groundhopping aber absolut keine ein-(oder zwei)-dimensionale Angelegenheit ist, kommen noch viele weitere Hopper zu Wort - jeder mit seiner ganz eigenen Art und seiner ganz eigenen Geschichte.

 

Für 9,99 EUR macht man absolut nichts falsch.

 

Benjamin Schaller

Wo geht's hier zum Stadion

ISBN 978-3-86265-679-0

9,99 EUR

Heute im CCK-Postfach: Das neue Zeitspiel - Magazin für Fußball-Zeitgeschichte. An sich schon ein Grund zur Freude - aber: Nachdem in der vergangenen Ausgabe mit den Derbies dieser Welt das wichtigste vergessen wurde, ist das Duell zwischen dem FC Averlak und SV Blau-Weiß '86 Averlak im aktuellen Heft endlich zu finden. Stark!

 

Zeitspiel022017 Cover

 

Dazu gibt es:


- Revolutionen im Fußball - Wie China den Weltfußball erschüttert und der Unterbau in Europa aufmuckt
- Legend: Kickers Offenbach
- Global Game: Chile
- Mottenkiste: Schlesien mit Ober- und Niederlausitz, Niederschlesien, Bergland sowie Arbeiterfußball in Schlesien
- Gästekurve: Luckenwalde
- Jays Corner: SV Lohhof

und und und....

 

Zeitspiel gibt es nur im Direktvertrieb und nicht im Zeitschriftenhandel. Einzelheftbestellungen und Abo hier http://www.zeitspiel-magazin.de/wir-fuer-euch-abo-und-bezug

Wie man ohne Bundesliga überleben kann

 

Vor ein paar Tagen drückte mir jemand ein Buch mit den Worten „Hier, mach mal bisschen Werbung dafür“ in die Hand. Dieser jemand ist Philipp Markhardt gewesen, der einst von der Westdeutschen Zeitung den Titel „der bekannteste Ultrà Deutschlands“ verliehen bekam, inzwischen aber seit 2014 kein Bundesligastadion mehr betreten hat und einer der Mitgründer des HFC Falke ist.

 

Cover How to survive ohne Fussball

 

Das Buch, welches mir überreicht wurde, heißt „How to survive ohne Fußball“ und gehört zum Glück nicht zu der Kategorie von (Mach)Werken, die zu den großen Turnieren erscheinen und mit meist flachem Humor diejenigen, die den Sport Fußball lieben, eher abschrecken. Nein, zum Glück hat es damit überhaupt nicht zu tun, auch wenn der Leser an einigen Stellen doch lächeln oder sogar herzhaft lachen muss. Trotzdem ist doch Buch deutlich intelligenter und schon der Untertitel „Wie man ohne Bundesliga überleben kann“ lässt erahnen, dass die Intention durchaus eine ernsthafte ist. Kurz gefasst: Wie wird der Fußball kaputt gemacht? Wie macht einen der Fußball kaputt? Und was sind die Auswege? Zur Not auch nur, um die Sommerpause zu überbrücken...

 

Doch: Sucht man überhaupt einen Ausweg? Von daher wird sich zunächst der Frage gewidmet: Wie sie realisieren, dass sie ein ernsthaftes Problem haben. Da die Frage, ob jemand einem das Buch geschenkt hat, mit „ja“ beantwortet werden kann, fällt man voll in die Zielgruppe (was für ein cleverer Schachzug des Autors). Ansonsten gibt es aber auch weitere Indizien dafür, dass man von der „Droge“ Fußball abhängig ist, wobei diesem Suchtmittel auch nicht komplett abgeschworen werden muss. Vielmehr gibt das Buch Alternativen zum „Produkt“ Fußball. Wichtig bei der „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist, dass der Leser auch ein Stück weit Selbstironie besitzt und etwas über den Horizont hinaus blicken kann.

Es kommt vor, dass man sich bereits weit vor der Erscheinung eines Buches auf dieses freut. Noch größer ist diese Freude allerdings, wenn man a) sich mit dem Thema sehr verbunden fühlt und b) sogar noch selber etwas zu dem Werk beitragen konnte. Die Bilderserie vom Marienthal findet sich nach der 11Freunde jetzt auch in gebundender Form vor.

 

So wurde das jüngste Werk von Autor Werner Skrentny (u. a. Herausgeber von 'Das große Buch der Deutschen Fußball-Stadien') heiß herbei gesehnt.

 

Cover

 

Als Fußballreisender entwickelt man häufig eine gewisse Liebe zu besonderen Stadien. Hierbei müssen es allerdings keine sterilen Hochglanz-Arenen sein, die das Herz höher schlagen lassen. Vielmehr reizen besonders solche Stadien, die auf eine lange und glorreiche Geschichte zurückblicken können. Dabei ist es egal, ob die Stufen schon moosbewachsen und alles andere als gerade sind. Abgeblätterte Werbebanden längst nicht mehr existenter Produkte, rostige Wellenbrecher, Flutlichtmasten, die nicht mehr vollzählig bestückt sind und heruntergekommene Kassenhäuschen – all das zieht magisch an.

 

Doch im Zuge der ewigen Modernisierung im Sinne von Lizenzauflagen und Prestige oder Insolvenzen und Fusionen verschwinden zunehmend diese kleinen und große Schätze des Fußballsports.Von der Existenz mancher historischer Stätte zeugen nur noch Bilder. Wenige sind noch als Ruinen oder Spuren zu erkennen. Einige Stadien haben allerdings das Glück bis heute als „Lost Place“ aber in Gänze zu überdauern.

 

Werner Skrentny hat sich in seinem Buch genau solchen Stätten gewidmet. Auf 176 gebundenen Seiten finden sich viele bekannte aber auch weniger bis unbekannte Grounds, deren Zeit lange abgelaufen ist. Vom alten Bökelberg in Mönchengladbach, über das renaturierte Marienthal bis hin zur überwucherten und kaum noch zu erkennenden Spielstätte des 1939 aufgelösten jüdischen Sportklubs Bar Kochba in Leipzig.

 

Marienthal

 

Im Anhang geht der Autor zusätzlich auf noch existente und verschwundene Holztribünen ein und – Ehre, wem Ehre gebührt, listet damit auch schleswig-holsteinische Perlen wie Nobiskrug oder Kilia-Platz auf. Der Mythos um den vermeintlichen Status Letzterer als älteste noch existierende Holztribüne wird dabei allerdings widerlegt.

 

'Es war einmal ein Stadion' ist für jeden Fußball-Romantiker und Stadion-Fetischisten eine 100%ige Empfehlung. Aber auch Fans von Lost-Places kommen hier auf ihre Kosten.

 

CCK hat sich bereits beim ersten Durchblättern verliebt.

 

Werner Skrentny (Hrsg.)

Es war einmal ein Stadion – Verschwundene Kultstätten des Fußballs

ISBN 978-3-7307-0192-8

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