Was bewegt uns? Worüber ärgern wir uns, worüber freuen wir uns? Was gibt es Neues? Und wie war es eigentlich damals? Das alles und noch viel mehr findet der CCK-Leser hier:

 

 

...oder "und wöchentlich grüßt das Murmeltier".

 

Es gab Zeiten im Fußball, da scherten sich weder Spieler noch Zuschauer ums Wetter. Der rote Ball rollte, egal ob über Wasser, Schnee, Eis, Rasen oder in den Amateurliga auf dem guten alten Granner. Doch dann hielt die Moderne Einzug. Bundesligaspieler wurden zur Ware und daher schützenswert und ausserhalb des Profitums verschwanden zunehmen die Hartplätze. Die Folge: Winterpause.

 

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Zumindest solange die klimatischen Bedingungen dies notwendig machten (Golfstrom sei Dank spielt man in England durch und feiert somit den jährlichen Boxing Day am 2. Weihnachtstag). Im deutschen Profifußball führte man die Winterpause zur Saison 1986/1987 ein. Da trotz schleichender Klimaerwärmung Gefahr für Leib und Leben des neuesten Großeinkaufes bestand und somit zunehmende Spielausfälle drohten, beschloss man also diese meist 3-wöchige Pause. Das brachte natürlich den entscheidenden Vorteil, dass man als Spieler seine Knochen statt der Gefahr von schweren Brüchen, lieber der wärmenden Sonne im Süden aussetzte. Trotz Rasenheizungen und weiteren gut 25 Jahren CO2-Ausstoß hält man daran fest.

 

Unterhalb Liga 2 findet man nur noch selten beheizte Arenen und bringt somit als Fan, trotz größter Entzugserscheinungen, noch Verständnis für die Unterbrechung im Ligabetrieb auf.

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Auch wenn die Regionalliga eine Provinzliga ist und bleibt – als Anhänger der Störche lässt sie sich im Moment ganz gut ertragen. Da wurde gerade die Herbstmeisterschaft eingefahren, vor allem auch weil die Offensive sehr viel Freude bereitet. Und diese gute Laune ist auch auf den Rängen zu spüren – Holstein ist vor allem auswärts im Moment richtig Kult. Lohmühle, Platz 11, Vinnenweg – selten gab es in einer Saison so viele blau-weiß-rote Heimspiele. Absoluter Höhepunkt dann an diesem Wochenende, als sich 700-800 Holsteinfans an die Hoheluft nach Hamburg aufmachten. Dass man teilweise bis zu 30 Minuten nach Anpfiff noch an den Kassenhäuschen stand, wurde größtenteils mit Humor genommen. Und auch drinnen auf den Rängen lief alles fröhlich und fair ab, obwohl es vor vor allem im Bereich der Haupttribüne zu einer Durchmischung beider Fanlager kam, man könnte sogar von einem friedlichen Miteinander sprechen. Die Polizei sah auch keinen Grund, massiv in Erscheinung zu treten und so lautete am Freitag das Fazit, auch von der Mannschaft: „Vicky war richtig geil!“

 

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Hätte auch Flensburg werden sollen, nur hatte plötzlich irgendjemand etwas gegen ein friedliches Landesderby mit möglichen 2.000-3.000 (so die Schätzung von Weiche-Geschäftsführer Harald Uhr) gut gelaunten Fans der beiden Fördestädte und dazu ein Wiedersehen der Kieler Fans mit diversen ehemaligen Holstein-Kickern, unter anderem mit Publikumsliebling Tim Wulff. Die aktuelle Saison bietet also weder Anlass zur Sorge, was das Verhalten der KSV-Anhänger im allgemeinen betrifft, noch bietet es die Paarung Weiche vs. Holstein im speziellen.

...oder: Quo vadis entspannter Traditionsfußball?

 

Sonntagnachmittag - die Herbstsonne lässt die Blätter auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn noch ein bisschen goldener erscheinen, ein paar kleine Knirpse kicken hinter dem Tor selbst ein wenig. Die Gegengerade ist gut gefüllt, insgesamt finden knapp 850 Leute den Weg ins Stadion, um das Duell zwischen den stark gestarteten Elmshornern (übrigens ist der FC der Nachfolgeverein des „legendären“ Raspo Elmshorn) und dem Traditionsverein von der Griegstraße zu sehen.

 

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Bier und auch die Currywurst mit einem guten Schuss Tabasco extra munden ausgezeichnet und rund um das Spielfeld sind wie immer eine Menge netter Leute anzutreffen. Neben den Heimfarben werden wie selbstverständlich auch braun-weiße Mützen und T-Shirts mit der Raute getragen, auch Arminen aus Hannover und Holsteiner aus Kiel dürfen an diesem Tag die Umfrage zum Stadionneubau ein wenig „verfälschen“. Jan, der Schreiber des Fanzines „All to nah“ sprach einmal vom „Geist von Altona“, der auf der AJK herrsche. Polizei ist trotz der für die Oberliga vergleichsweise hohen Zuschauerzahl nicht zu sehen, nur ein paar Ordner tun friedlich ihren Dienst.

 

Wir schreiben bereits den 9. Spieltag der neuen Regionalliga Nord - doch seit dem 4. August wunderte man sich doch besonders als Kieler Fußballfan schon so manches Mal, in was für einer Provinzposse man gelandet war. Und dies ist keinesfalls ein Ausdruck von Überheblichkeit gegenüber den anderen Vereinen, die sich für diese Liga qualifiziert haben.

 

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Denn trotz des ärgerlichen weiteren Verbleibs in der vierthöchsten Spielklasse, freute man sich doch ein wenig, mal wieder neue Landstriche der Republik kennen zu lernen, obwohl doch der Wegfall der Ostduelle ein wenig schmerzte. Ein Gegner wie Rehden störte den reisefreudigen Fan nur wenig, schließlich liegt das Dorf bei Diepholz etwas dichter als das in Thüringen beheimatete Meuselwitz. Daher lockte ein neuer Ground und man ertappte sich schon fast beim Erwarten auf den Spielplan.

 

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