Was bewegt uns? Worüber ärgern wir uns, worüber freuen wir uns? Was gibt es Neues? Und wie war es eigentlich damals? Das alles und noch viel mehr findet der CCK-Leser hier:

 

 

Freitag heißt es auswärts antreten. Mal wieder. Quer durch die Republik an einem Wochentag, und das für einen nicht unerheblichen Teil der Fans gleich noch mal zurück nach dem Spiel. Die Ansetzungen sind gegenüber dem Liga-Neuling mit den zwei weitesten Auswärtstouren im deutschen Profifußball (Kiel – Burghausen und Kiel – Unterhaching, was natürlich auch schon auf einen Freitag angesetzt ist) jedenfalls eher nicht fanfreundlich. Was kann man als Fußballfan dennoch „besonders" an einem solchen Spiel finden? Das Stadion an sich kann es in diesem Falle nicht sein, darf man dorthin doch bereits zum zweiten Mal in dieser noch nicht so alten Saison reisen...

...diesmal aber immerhin unter Flutlicht! Und das hat etwas, das einen gefangen nimmt, noch ehe man den Schritt durchs Stadiontor gemacht hat, ein fast schon magischer Schein. Dieser verkündet dem anreisenden Schlachtenbummler oft schon aus der Ferne: Hier ist das Ziel deiner Reise, hier bist du richtig.

 

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Craven Cottage, Fulham, London

 

In „Vor-Navi-Zeiten" war das Gefühl beim Erblicken der Scheinwerfermasten jedes Mal ein kleines bisschen so, wie das, was die großen Entdecker gefühlt haben müssen, wenn von Ausguck „Land in Sicht" vermeldet wurde. Aber auch noch ein paar Jahre später, führt der Anblick zu einem sprunghaften Ansteigen der Vorfreude auf das, was folgen wird. Nur das Stadion liegt hell erleuchtet vor einem, der Rest der Welt verschwindet in der Dunkelheit.

Nur Holstein Kiel! ;)

 

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Letztes Jahr gingen die Planungen los, lange und viel wurde drüber geredet – jetzt ist es endlich da: das „Fanprojekt der Arbeiterwohlfahrt Kiel".

Stuttgart-Auswärtsfahrer hatten bereits die Möglichkeit einen Teil des Teams kennenzulernen. Am Sonnabend, beim Heimspiel gegen den Halleschen FC, sind nun alle Holsteiner Fans eingeladen, beim Fanprojekt-Container hinter der Westtribüne vorbeizuschauen. Um Berührungsängste zu vermeiden, stellen sich die „Neuen" schon mal vorab bei CCK vor und gaben uns zudem ein Interview, um auch mal ganz grundlegende Fragen zu klären, wie zum Beispiel: „Was ist überhaupt ein Fanprojekt?"

Doch zunächst einmal zu den Protagonisten:

 

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Jérôme (27 Jahre), Leiter des Fanprojekts, kommt als Fußballfan aus einer vermeintlichen Handballstadt ... und ist dann aus Minden nach Kiel gezogen. Dank der Nähe zum Ruhrpott durfte er bereits mit fünf Jahren zum ersten Mal ein Stadion besuchen und war sofort gefangen und begeistert. Kein Wunder, dass das runde Leder ihn von da an durch sein Leben begleiten sollte, egal ob als Spieler („für eine Profikarriere hat es leider nicht gereicht") oder Zuschauer. Nach dem Soziologie- und Pädagogikstudium freut er sich auf die Herausforderung, im Bereich „Fußball" arbeiten zu dürfen. Auch wenn er die „Gelbe Wand" im Westfalenstadion schon faszinierend findet, ist er beeindruckt davon, wie sehr die Kieler Fans 90 Minuten hinter ihrer Mannschaft stehen.

 

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Janine (24 Jahre), ist vor fünf Jahren aus Berlin nach Kiel gekommen um soziale Arbeit zu studieren. Sie geht, seitdem sie 13 Jahre alt ist, zum Fußball. Fanarbeit ist immer ihr Traumjob gewesen, weshalb sie schon während des Studiums in verschiedenen Fanprojekten mitgearbeitet. Als „alter Hase" freut sie sich von daher riesig mit dem Team in Kiel loslegen zu können. Die perfekte Kurve ist für Janine „bunt, egal ob Frau oder Mann, jung oder alt, schwarz oder weiß" - Fußball mag sie am liebsten „pur, ohne viel Chichi drumherum".

 

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Mathias (34 Jahre), dürfte als Mitbegründer der „legendären" Fast Food Kolonne und ehemaliger Fanbetreuer eigentlich den meisten Holstein-Anhängern bekannt sein und hofft seine Erfahrungen aus der Ultrà-Szene mit ins Projekt einzubringen. Die Ultrà-Kultur ist aber bei weitem nicht das einzige, was er an gutem Support schätzt. Viel mehr mag er die Mischung und es darf auch gerne etwas englischer zugehen, sprich auf das Spielgeschehen bezogen.

 

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Wolf-Ulrich „Ulli" (51 Jahre), ist seit 35 Jahren regelmäßiger Gast im Holstein-Stadion, und erlebte hautnah das Kommen und leider auch das Gehen der letzten Fanprojekte. Umso mehr freute er sich, als die Pläne für das neue Fanprojekt konkreter wurden, und von Beginn an war klar: „Da hab ich Bock drauf! Ich will die Jugend unterstützen" In einer Fankurve sollte jeder und alles vertreten sein, solange es im erlaubten Rahmen bleibt.

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CCK: Könntet ihr vielleicht erst einmal kurz umreißen, was überhaupt ein „Fanprojekt" ist?
Jerome: Zunächst einmal muss man wissen, dass so ein Fanprojekt nicht von den Vereinen ausgeht. Viel mehr gibt es soziale Träger, die sich darauf bewerben, die Leitung zu übernehmen und es dann zusammen KOS organisieren. Die KOS, also die Koordinationsstelle Fanprojekte, vergibt dann auch das Qualitätssiegel für Fanprojekte, wenn sie nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) arbeiten. Der Träger ist bei uns übrigens die AWO. Obwohl wir vereinsunabhängig agieren, heißt das natürlich nicht, dass wir uns nicht mit dem Verein, der Geschäftsführung, der Fanbetreuung und so weiter austauschen, um etwas zu erreichen.

 

Der eine Verein darf DFB-Pokal-bedingt mit seinem Auftaktspiel in der Regionalliga warten, der andere Verein hat diese Saison nicht für diesen Wettbewerb gemeldet. ;) Um „im Rhythmus zu bleiben" kommt es von daher an diesem Freitag zum Testspiel zwischen dem Nachwuchs von Hannover 96 und unseren Störchen, bei denen auch Steve Müller wieder fit ist.

Während man sich letzte Saison ligentechnisch noch auf Augenhöhe bewegte, liegt zwischen den Rivalen der Hinrunde 2012/2013 nun eine ganze Spielklasse. Nach dem Abgang von U23 Trainer Valérien Ismaël zur Reserve des VfL Wolfsburg haben die Roten sich mit dem jungen Sören Osterland ein unbeschriebenes Blatt an die Leine geholt, der den Fußballlehrer mit der Bestnote absolvierte. Wie bei den zweiten Mannschaften üblich, gab es vor dem Saisonstart auch bei Hannover II ein Kommen und Gehen. Bis auf eine Ausnahme wurden nur junge Spieler aus der eigenen U19 oder den Regionalligen bzw. unteren Ligen verpflichtet. Mit Gökdemir und Kadah schafften immerhin zwei Spieler den Weg in die erste Mannschaft, die dennoch neben Wolfsburg II und vielleicht dem TSV Havelse zu den Titelfavoriten zählen dürfte. Holstein dürfte daher ein echter Test bevorstehen, wenn u.a. Jarek Lindner oder Patrick Herrmann ihr altes Team wiedersehen.

 

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Das letzte Aufeinandertreffen dürfte den meisten Kielern trotz der damals herrschenden arktischen Temperaturen noch in bester Erinnerung sein.

Getroffen wird sich diesmal ungefähr auf halber Strecke zwischen beiden Städten in Buxtehude, welches die Berliner Hip-Hop-Band KIZ auf eine Stufe mit Untertupfingen und Remscheid stellten als Synonym für „provinziell". Andererseits dürfen rund 40.000 Einwohner behaupten aus der Märchenstadt zu kommen, die zum einen im „Räuber Hotzenplotz" Erwähnung findet und zum anderen der Austragungsort des Rennens zwischen „Hase und Igel" war.

Spielort ist der Sportplatz an der Feldstraße, der vor den Toren von Buxtehude liegt, also ungefähr auf halber Strecke zwischen Hannover und Kiel. Normalerweise kickt auf der Anlage der VSV Hedendorf-Neukloster in der Bezirkliga Lüneburg IV.

 

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Natürlich bieten wir auch zu diesem Testspiel wieder den gewohnten Liveticker-Service auf unserer Facebookseite an --> klick

Unter Reisefreunden gehört das Buch „1000 places to see before you die" nicht nur zu den absoluten Klassikern, sondern auch zu den All-Time-Bestsellern. Ein eher fußball-orientierter Ansatz wird derzeit im Mutterland des Fußballs verfolgt, wo Autor Mike Bayly (den die CCK bei Wingate&Finchley FC kennenlernen durfte) zwar nicht 1000 Ziele, dafür aber die 100-Stadien-Lebensliste sucht.

 

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Aufgerufen sind Hopper und Fans des britischen Fußballs aus aller Welt - das Kriterium, nach dem ein jeder seine Auswahl trifft bleibt offen: „What would a list of the top 100 British football grounds to visit before you die look like? Would it be based on location, architecture, food, history, or the warmth of welcome? Mike Bayley is looking for fans from all over the world to vote for their five favourite British football grounds, in an attempt to come up with the definitive top 100 list."

Wer Teil des Projektes sein will und 5 Must-See-Stadien in die Runde werfen möchte, dem sei der Blog http://100groundsproject.blogspot.co.uk/ ans Herz gelegt. Dort gibt es auch weitere Informationen und Details zur Abstimmung.

 

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