Was bewegt uns? Worüber ärgern wir uns, worüber freuen wir uns? Was gibt es Neues? Und wie war es eigentlich damals? Das alles und noch viel mehr findet der CCK-Leser hier:

 

 

 - ein Gastbeitrag von Lasse Böttcher, Student am University Campus of Football Business in London -

 

In Zeiten des Coronavirus wird in Deutschland kräftig darüber diskutiert, ob die „50+1“ Regelung durch die Krise fallen könnte. Als Begründung wird oft genannt, das andere Ligen, insbesondere die Premier League, durch ihre wohlhabenden Investoren die wirtschaftlichen Folgen problemlos auffangen könnten.

 

 

Das Argument, dass Bundesliga-Klubs wirtschaftlich durch die „50+1“ Regelung limitiert sind und dadurch automatisch betroffener sind als Premier League-Klubs, darf nicht pauschal gelten. Im Gegenteil, denn die „50+1“ Regelung wurde dafür geschaffen, die Klubs finanziell zu beschützen und eine gewisse Stabilität zu bringen- mit Erfolg: Laut finanziellem Jahresrückblick von Deloitte (2019) hat die Bundesliga die Lücke zur Premier League dem stärksten Zuwachs der europäischen Top-5 Ligen von 13% etwas geschlossen, und die Klubs der Bundesliga besitzen zudem die gesündeste Kosten-Umsatz Verhältnis.

 

Warum also etwas ändern?

 

Natürlich werden Vereine finanzielle Einbußen machen müssen, das gilt aber nicht nur für die Vereine der Bundesliga, sondern auch für die reichen Vereine der Premier League. Während in der Bundesliga die umsatzstärksten Vereine (Bayern, Dortmund, Leverkusen und Leipzig) ein Solidaritätspaket für kleinere Vereine schüren und viele Spieler der Bundesliga-Klubs auf Anteile ihrer Gehälter verzichten, um die Gehälter der Mitarbeiter zu schützen, hat Tottenham Hotspurs Besitzer Daniel Levy, der acht-reichste Klub der Welt mit einem Umsatz von 521 Millionen Euro, die Gehälter von den 550 Mitarbeitern um 20% gestrichen. Genauso wie Newcastle United Besitzer Mike Ashley, der die Mitarbeiter sogar temporär nach Hause geschickt hat.

 

Umso bemerkenswerter, dass die Gehälter der Spieler unantastbar bleiben. Dies ist einzig und allein auf die Motive der wirtschaftlich starken Investoren zurückzuführen. Es geht dabei nicht etwa um die Maximierung des Profits, sondern vielmehr um die Maximierung des sportlichen Erfolges, welches zu Lasten der Mitarbeiter und Fans fällt. Denn auch die Premier League Klubs müssen große Einbußen aufgrund der momentan ausbleibenden Zahlungen der TV-Gelder machen und sind dabei sehr abhängig von den Investoren und dessen Entscheidungen.

 

Die deutschen Klubs und Fans sollten sich glücklich schätzen, dass es mit der „50+1“ Regelung einen Weg gibt, welche alle Interessensgruppen in Zeiten von Krisen beschützt. Sie garantiert, dass die Vereine im Sinne der Mehrheit handeln und die Entscheidungen nicht durch einen einzelnen Investor getätigt werden. Die einzigartige Solidarität der Vereine der Bundesliga zeigt ein spezielles Bündnis der Klubs untereinander, welche auch durch die Motive der „50+1“ Regelung hervorgerufen wird.


 

Zum Autor:

 

Mein Name ist Lasse Böttcher, ich bin 20 Jahre alt und leidenschaftlicher Fußball Fan. Ich bin in Schleswig-Holstein aufgewachsen und habe an der Herderschule Rendsburg in 2017 mein Abitur erfolgreich absolviert. Schon als kleiner Junge habe ich angefangen aktiv Fußball zu spielen, und bin großer Fan von FC Bayern München. Da ich meine Leidenschaft Fußball zu meinem Beruf machen möchte, habe ich mich entschieden, Football Business and Marketing im Wembley Stadium in London zu studieren. 


 

Während meines Studienganges habe ich ein spezielles Interesse über die jeweiligen Strukturen in der Bundesliga und der Premier League entwickelt. Meine Studie für die Bachelor-Abschluss Dissertation befasst sich daher mit einer Vergleichsanalyse der 50+1 Regelung der Bundesliga-Klubs und der privaten Investoren der Premier League-Klubs, und wie die Fans der jeweiligen Liga dabei beeinflusst werden. Ich arbeite nebentätig als Supervisor Family Liaison bei West Ham United im Player Care Department, wo ich an verschiedenen Projekten mit Spielern sowie an Spieltagen mit den Familien der Spieler tätig bin.

 

Linktipp:

Neujahr 2019 erschien in der Landeszeitung ein Bericht über Lasse:
"In der Kathedrale des Fußball"

 

Liebe Freunde, Holstein-Fans, CCK-Follower,



seit zehn Jahren gibt es an dieser Stelle Wochenende für Wochenende die Spielberichte unserer Störche. Seit diesem Spieltag ist alles anders. Was für viele bis vor einigen Tagen noch abstrakt und schwer zu fassen war, ist inzwischen beim eigenen Herzensverein angekommen. Auch wenn es sicher in den nächsten Tagen und Wochen größere Probleme geben wird, als ausgefallene Fußballspiele, tut es doch schon ziemlich weh. Das selbstverständliche „Wir sehen uns am Wochenende im Stadion“ ist erst einmal ausgesetzt – wer weiß für wie lang. Es gibt wenig gute Nachrichten, die im Moment zu hören sind. Alles dreht sich um das Coronavirus.



Ursprünglich hatte CCK überlegt, im Rahmen des 10-jährigen Bestehens mit einer kleinen Sammlung inklusive Tombola den Grundstein für eine Gedenktafel am Holstein-Stadion („Hier spielt ein Deutscher Meister!“) zu legen. Aber es wird in der nahen Zukunft sicher Institutionen, Projekte und Personen geben, bei denen Geld dringlicher gebraucht wird – auch weil Fußball nicht stattfindet. Angefangen bei den Menschen, die an Spieltagen Flaschen sammeln, um ihre Rente aufzubessern, aber auch Bars, Kneipen, Vereinsheime, bei denen sonst vor oder nach dem Spiel ein Bier getrunken wird, werden zu kämpfen haben. Bei diesen Menschen wird (finanzielle) Hilfe besser aufgehoben sein. Wo ihr unterstützen wollt, ist euch überlassen – aber sofern ihr es könnt, tut es.





Trotzdem möchte CCK etwas positives heraushauen – mit dem „Ein wenig gute Laune – 10 Jahre CCK“-Gewinnspiel. Und da gibt es wirklich ein paar feine Sachen fürs (Holstein-)Herz.



- die original matschigen Schuhe von Salih Özcan aus dem Heimspiel gegen Heidenheim
(Danke an Holstein Kiel)



- die nicht im Handel erhältliche „Acker Box Royal“ mit signierter CD, T-Shirt, Schal, Aufkleber und Buttons
(Danke an die Denkedrans)



- 4 CDs „Live aus der Vergangenheit“ von Erik Cohen
(Danke an Erik)



4 CDs Demolition Room“ von Smoke Blow
(Danke an Letten)



- 1 T-Shirt „Holstein-Stadion“ von Block 501, Größe 
- 1 T-Shirt „Hessen Kassel und Holstein Kiel“, Größe XL
- 1 Schal „Holstein Kiel“ von Block 501
(Danke an Block 501)


- 1 limitiertes Aufkleber-Paket
(Danke an 1912 FM)



- 1 Holstein „Nostalgie Paket“ mit komplett signiertem Spielankündigungsplakat aus Großaspach vom Ausstiegsspiel, Programmheft vom DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund, Autogramm-Karten von Peter Vollmann, Thorsten Gutzeit und Marc Heider, Originalfoto von Immo Stelzer von 1978, uvm.
(Danke an Partick Nawe)

 


- 1 Buch „Holstein Kiel - Der Traum von der Bundesliga“
(Danke an Norman Nawe)
- 1 Buch „Fußballwappen“ von Hardy Grüne
- 1 Buch „Ohne Fußball ist alles nichts“ von Hardy Grüne
1 Buch „Die unhaltbare Pudelmütze – Fußballgeschichten aus dem Norden Europas“ von Gerhard Fischer
- 1 Buch „Machtspieler – Fußball in Propaganda, Krieg und Revolution“ von Ronny Blaschke
- 1 Buch „Fieberwahn – Wie der Fußball seine Basis verkauft“ von Christoph Ruf
- 1 Buch „Wir sind der Verein – Wie fangeführte Clubs den Fußball verändern wollen“ von Alina Schwermer
- 1 Buch „Fußball – Deine Fans. Ein Jahrhundert deutsche Fankultur“ von Martin Thein
- 1 Buch „Mein erster Stadionbesuch“ von Jannis Linkelmann, Heidi Marinowa und Martin Thein
- 1 Buch „Es war einmal ein Spiel. Wie der Fußball unsere Gesellschaft beherrscht“ von Moritz Küpper
- 1 Buch „Tour d'Afrique“ von Hardy Grüne
- 3 Ausgaben von „Zeitspiel. Magazin für Fußball-Zeitgeschichte“
(einen riesigen Dank an Hardy Grüne, den Verlag „Die Werkstatt“ und das Zeitspiel-Magazin)


- 3 Partypizzen von Pizza World
(Danke an Nevzat)



- 1 Trikot Holstein Kiel, 3. Liga (auswärts, rot in XXL)



Was ihr tun müsst um zu gewinnen? Schreibt einfach etwas nettes in die Kommentare, postet schöne Bilder von Holstein-Spielen, usw. oder schickt eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Alle Teilnehmer kommen in den Lostopf. Die Gewinner werden im Anschluss benachrichtigt.



Das Gewinnspiel dauert bis Sonntag, 22. März, 19.12 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mittwoch der 11. März 2020, 18:40 Uhr. Die ersten 20 Minuten des ersten Geisterspiels im deutschen Profifußball überhaupt sind um. Ich sitze vor dem Fernseher und schaue mir das Rheinderby auf Sky an.

 

Ich bin weder Fan des 1. Fc Köln, noch hege ich große Sympathien für Borussia Mönchengladbach. Aber ich liebe Fußball. Und Fußball ist nunmal mehr als das, was auf dem Rasen passiert.

 

Covid-19, der Coronavirus beherrscht das Tagesgeschehen. Und eben auch den Fußball. Jürgen Klopp sagte bei einer Pressekonferenz an diesem Tag, dass es wichtigere Dinge als Fußball gibt. Selbstverständlich hat er Recht. Die Gesundheit seiner Familie, die Gesundheit von uns allen geht vor.

 

Aber trotzdem sind wir alle Fußballfans. Wir leben diesen Sport, er macht einen Teil von uns aus. Wir lieben die Atmosphäre, das Beisammensein, das Treffen mit unseren Freunden – egal ob im Stadion oder in der Kneipe. Es gehört zu uns.

 

Rheinderby – das hätte Choreos auf beiden Seiten bedeutet. Gesänge, Schlachtrufe, Gebrüll, Geschrei und Jubel. Dinge, die uns Fußballfans Gänsehaut verschaffen können.

 

Wir gehen nicht alleine wegen tollen Laufwegen, ruppigen Zweikämpfen und spektakulären Toren ins Stadion. Wir leben und atmen jeden kleinen Teil dieses Sports.

 

Ich habe das Einlaufen der Mannschaften gesehen, den zu frühen Anpfiff von Deniz Aytekin, den tatsächlichen Anpfiff und die ersten Spielzüge. Es trieb mir einen Kloß in den Hals. Nicht wegen Köln, nicht wegen Gladbach. Wegen des Fußballs. Der Fußball der so unvollständig ohne Fans ist.

 

Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird, bis wir alle wieder ins Stadion gehen können. Wir werden mit dem Zustand so lange leben müssen, wie er anhält und nötig ist. Wir werden umso erleichterter sein, wenn wir wieder zur Normalität zurückkehren dürfen. Nicht nur in unserem alltäglichen Leben, sondern auch hinsichtlich unserer großen Liebe.

 

 

Und ohne die Pandemie und ihre Folgen instrumentalisieren zu wollen – vielleicht können wir darauf hoffen, dass die Geisterspiele, nachdem wir alles überstanden haben, wenigstens einen positiven Effekt haben. Vielleicht erkennen Vereine und Verbände die Wichtigkeit von Fans, vor allem die, der aktiven Fans ein bisschen mehr an.

 

Denn das Extrem, dass wir ab heute für einige Spieltage erleben müssen, das ist bedrückend, schmerzhaft und erschütternd.

 

 

6. März 2010 – 6. März 2020

Einfach ein riesiges Danke an alle, die CCK begleitet haben. Danke für die Begegnungen, Bekanntschaften und Gespräche – bei Holstein und im Rest der Welt. Danke an alle Freunde, Unterstützer, Gastautoren, Follower, Kollegen, Trainer und aktuelle, wie auch ehemalige Spieler, die „unsere“ KSV nicht vergessen haben. Danke an alle, die Holstein zu dem machen, was es ist und die blau-weiß-rote Liebe mit CCK teilen.

 

Es ist schon krass, auf was für eine Reise uns Holstein Kiel mitgenommen hat. Das 5-Jährige wurde schon in der 3. Liga gefeiert, inzwischen sind die Störche in der 2. Bundesliga – und das bereits in der dritten Saison. Auch wenn Leute kommen und manchmal auch Leute gehen: Es ist ein gutes Gefühl immer noch ganz viele Gesichter zu sehen, die auch vor zehn Jahren und auf den Touren in die fußballerische Provinz Ost- und Norddeutschlands mit dabei waren. Gleichzeitig freut es zu sehen, dass sich an der Förde auch neues entwickelt hat, was inzwischen nicht mehr wegzudenken ist (Gruß an das Fanprojekt).

Mit allen Höhepunkten, aber auch Tiefpunkten ist es wunderbar die KSV begleiten zu dürfen.

Calcio Culinaria Kiel – 10 years – still in the game!

Vor dem Spiel gegen den FC St.Pauli ist Matthias zu Gast bei den Kollegen vom Millernton-Podcast. Bei Interesse gerne mal reinhören. :)

 

 

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