Bei den Lesetipps bleiben wir diese Woche bei unserem eigenen Verein, denn der „Döntjes" von der Supside ist (endlich) da und „für eine kleinere, zumeist heitere, fiktive Erzählung oder tatsächliche Anekdote aus dem Alltag" (so erklärt uns Wikipedia den Namen) macht der Saisonrückblick mächtig was her: DINA5, 135 Seiten, Leimbindung, komplett in Farbe - sieht schon mal prima in Bücherregal oder auf dem Nachttisch aus, doch kommt es bei solchen Veröffentlichungen natürlich vor allem auf den Inhalt an.

 

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Und da gibt es zunächst einmal, was sollte man bei einem Saisonrückblick auch anderes erwarten, alle Begegnungen inklusive Test- und Aufstiegsspielen aus Sicht der aktiven Szene (prima Ergänzung zum ebenfalls kaufenswerten Aufstiegsbuch ;) ). Die Berichte sind mal mehr oder mal weniger ausführlich, gerne auch mit kleinen Spitzen oder vollen Breitseiten gegen die, die es nach Meinung der Autoren verdienen.

Gerade dass der Leser/die Leserin auch noch einmal an die Vorkommnisse rund um das „Hochsicherheitsspiel" bei Weiche Flensburg oder an den vollkommen übertriebenen Polizeieinsatz auf dem Kieler Hauptbahnhof im Anschluss an das Auswärtsspiel gegen Wolfsburg II erinnert wird, erfüllt durchaus einen wichtigen Zweck, da solche Ärgernisse im Jubel über den Aufstieg in die 3. Liga fast in Vergessenheit gerieten. Trotzdem wird das Entkommen aus der Provinzliga natürlich gebührend gefeiert (ein paar Worte zu unserem Aufstiegstrainer wären irgendwie nett gewesen) und zudem kann man noch einmal bildhafte Eindrücke erhalten, in welchem Zustand sich der Aufstiegsexpress auf dem Rückweg aus Kassel befand.
ZUsätzlich interessant, dass zu vielen Spielberichten ein weiterer Alternativbericht aus der Sicht der gegnerischen Szene angeboten wird. Absolutes Highlight hierbei die wortkarge Version der Ultràs aus Hannover, die bei den Testlesern einen spontanen Lachflash auslöste. Warum genau? Kauft das Heft!
Zu den Spielberichten gesellen sich noch ein paar Groundhoppingberichte, zwei Interviews und eine Streetart Fotostrecke. Fazit von uns: Viel dran, aber auch viel drin – von daher geht der sicherlich nicht ganz günstige Preis von 5 Euro voll und ganz in Ordnung. Zu beziehen ist das Heft nur über die Supside am Conti hinter der Westtribüne.

 

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