Wildparkstadion, 1. Februar 2020, Endstand: 0:2

 

Dafür dass es sich beim Karlsruher SC und Holstein um zwei Traditionsvereine handelt, sind die Aufeinandertreffen der beiden Teams äußerst rar. Bis auf das legendäre DFB-Pokalspiel am 2. Dezember 1978 (5:2-Sieg für die KSV), gab es als Duell zwischen dem KSC und den Störchen bisher nur das Hinspiel in dieser Saison (2:1 dank eines Doppelpack von Jae-Sung Lee). Ein Spiel im Wildpark fehlte hingegen noch völlig. Von daher waren einige Kieler schon im Vorfeld, unabhängig von der Tabellensituation heiß auf die Auswärtsfahrt.

 

spätzle


Reisen in den Süden beinhalten eigentlich auch fast immer ein kulinarisches Pflichtprogramm: Neben Bier und Wein darf es gerne deftig sein. Die Käsespätzle im von Jannik Dehm empfohlenen Gasthaus Gutenberg waren die Reise fast schon wert. Ansonsten begrüßte die Fächerstadt die norddeutsche Reisegruppe mit einem seltsamen Wettermix: Selbst nachts lagen die Temperaturen noch im zweistelligen Bereich, das Ganze aber bei viel Regen. Blöd, dass der Wildpark gerade eine Baustelle ist und deshalb kein Dach über dem Gästeblock vorhanden ist. Wobei das vorher auch nicht der Fall war. :D Erbaut wurde das Wildparkstadion 1955 am Ort des alten FC-Phönix-Sportplatzes und hatte ursprünglich ein Fassungsvermögen von 55.000. Derzeit wird, wie bereits erwähnt, fleißig gewerkelt, um die Zweitliga-Anforderungen zu erfüllen.

 

wildpark

 

choreo

 

auswärtsblock



Damit diese Anforderungen in der nächsten Saison auch in der 2. Bundesliga zum Tragen kommen, muss der KSC allerdings dringend Punkte sammeln. Nachdem der Aufsteiger am zweiten Spieltag noch von der Tabellenspitze grüßte, ging es nach und nach in der Tabelle nach unten. Dieser Negativtrend sollte gegen die Störche gestoppt werden, die wiederum sich gerne im Mittelfeld einnisten wollten.

Die besseren Chancen zu Beginn hatten zunächst die Gastgeber, gleich nach vier Minuten musste Gelios in höchster Not retten. Insgesamt war die Partie aber recht ausgeglichen. Ärgerlich war, dass Ole Werner bereits nach 22 Minuten gezwungen war, den ersten Wechsel vorzunehmen. Aleksandar Ignjovski kam für den verletzten Salih Özcan. Holstein zeigte sich aber keineswegs geschockt, ganz im Gegenteil. Alexander Mühling flankte von der rechten Seite einmal quer durch den Strafraum und fand am zweiten Pfosten Fabian Reese. Dieser konnte den Ball volley ins Karlsruher Tor befördern.

 

jubel

 

Nachdem Winterzugang Reese bereits gegen Darmstadt sehr engagiert gespielt hatte, also im zweiten Spiel gleich den ersten Treffer. Sehr schön! Und es sollte noch besser kommen: Fünf Minuten nach der Führung setzte sich Reese an der Grundlinie durch, chippte den Ball in die Mitte, wo Finn Porath den Ball einnickte. Der KSC tat sich extrem schwer, Holstein verpasste es allerdings auch, schon vor der Pause für die Entscheidung zu sorgen.

 

So kam Karlsruhe dann auch motiviert aus der Kabine und kam zu Chancen auf den Ausgleichstreffer, in der 54. Minute konnte sich Phil Neumann gerade noch in einen Schuss von Wanitzek schmeißen. Je länger das Spiel allerdings dauerte, desto souveräner gelang es Holstein aber wieder das Spiel zu kontrollieren. Auch wenn kein Treffer mehr nachgelegt werden konnte, durfte am Ende ein wichtiger und vor allem souveräner Zu-Null-Sieg bejubelt werden. Unrühmlicher Höhepunkt kurz vor Schluss war noch das Kung-Fu-Foul von Roßbach an Lee. Da muss der Schiedsrichter eine seltsame Perspektive gehabt haben, um zunächst nur auf Gelbe Karte zu entscheiden.

 

score

 

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Dank der Auswärtsstärke befindet sich die KSV mit 27 Punkten im Tabellenmittelfeld – beste Voraussetzungen für das Duell gegen den FC St. Pauli, der am 10. Februar zum Montagsspiel im Holstein-Stadion gastiert.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

 

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