27. Juli 2010, Bubi-Hetzer-Platz, Endstand 1:5

 

Beim Kreispokal sind die entscheidenden Fragen noch "Ex oder Edel?"...

 

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...zumindest beim SV Friedrichsort auf dem Bubi-Hetzer-Platz. Ja, nicht auf dem Fördeplatz, seit 1964 eigentlich der Homeground der Kicker vom SVF, denn da soll sich vor Saisonstart noch der Rasen erholen. Also ab auf den B-Platz, ein typisches Kreispokalschicksal, das in diesem Fall aber nicht so hart ist, da der Bubi-Hetzer-Platz (benannt nach dem Kulttrainer Ernst-Rudolf Hetzer) auch schnuckelig ist: Auf der einen Seite mit einer netten Naturtribüne und auf der anderen mit den Kränen der Lindenauwerf. Pure Kieler Romantik.

 

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Ein wenig umweht den SVF auch noch der Duft der "großen" Fußballwelt: In den 50ern und 60ern spielte man noch "zweitklassig" (Amateurliga und Regionalliga Nord, damals der Unterbau der neugeschaffenen Bundesliga!), auf einer Augenhöhe mit Holstein oder Hannover 96. Allerdings musste zu diesem Zwecke die "Heimat" verlassen und an der Waldwiese gepielt werden, denn wie bereits erwähnt, wurde der Fördeplatz erst Mitte der 60er eröffnet. Traurig, denn das Areal hat Kultpotenzial.

 

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Kulinarisch hat man auf dem BHP die Wahl: Hungrige Fans können entweder ins Vereinsheim pilgern oder am kleinen Imbisswagen vorbeischauen - das gibt es Holsten aus der Flasche (beide Sorten ;) ), bunte Tüten (mit viel Liebe gepackt :) ) und große Rostbratwurst im Brötchen für 2,30. Leider nicht vom Grill (nicht mal Gas), sondern von einer Grillplatte, auf der die Würste mit Öl eingepinselt werden. Schmeckt wie aus er Bratpfanne :/

 

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Sicher keine schlechte Qualität, auch der Preis geht in Ordnung und die Brötchen sind lecker. Aber Stadionwurst muss  vom Grill kommen. Leider keine kulinarische Überraschung an der Außenförde - auch nicht beim Spiel Kreisklasse gegen Verbandsliga. Die Hausherren können bis auf den Pöbelpokal (den aber für den Spruch "Bleib mal ruhig, Tom Cruise" in Richtung eines Zuschauers, völlig zurecht) nicht viel verbuchen. Kilia ist auch auswärts Herr im Haus und spielt das Ding souverän runter. Etwas langweilig für die Zuschauer, die dadurch aber genug Zeit haben, über den "wahren" Fußball unterhalb der Verbandsliga zu philosophieren und den mitgebrachten Ayran zu genießen.

 

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"Verboten" waren ja nur Dosen und Flaschen ;) Trotz des einseitigen Spiels und der mittelprächtigen Wurst: 100% pro Kreispokalhoppen - die ehemaligen Fußballhochburgen des Nordens haben schließlich ein wenig Zuschauerinteresse verdient.

 

 
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