Veronicastadion, 17. Januar 2015, Endstand 2:2

 

Nächster Tag und nach Ajax stand heute mit der zweiten holländischen Liga das Kontrastprogramm auf dem Plan. Das Spiel war nicht nur das einzige am Nachmittag stattfinde Spiel in der Region, es war von unserem Domizil auch in keiner halben Stunde zu erreichen. Gerne! Da konnte man sich auch 10 Minuten mehr Zeit nehmen, um einen kleinen Umweg längs des Ijsselmeers zu fahren, wirklich ne nette Gegend mit kleinen Ortschaften. Windig war es auch, alles wie zu Hause. Den meisten Lesern wird wohl eher der zweite Teil der Gemeinde zumindest auf dem Brot etwas sagen, schließlich grenzt Volendam direkt an Edam und dort gibt's bekanntlich Käse, den der asiatische Tourist ganz stilecht am Wegesrand kaufen konnte.

 

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Das Stadion sieht eigentlich aus wie ein typischer Bau in der zweiten Liga der Niederländer, ich persönlich finde das ganze Paket aber immer ganz nett, nicht überlaufen, Clubcard braucht man in den meisten Fällen auch nicht und kicken können die Jungs auf dem zumeist Kunstrasen auch ganz ordentlich. Das sah auch eine weitere bekannte Hoppinggruppe so, welche dieses Wochenende ebenfalls dem der sportfreien Zeit in Deutschland entfloh. Gruß an dieser Stelle nach Rostock und Berlin, it was a pleasure! Gemeinsam gings danach ein bisschen in den Ort selber, der mit seinem kleinen Hafen und der kleinen Promenade wirklich ansprechend daherkommt, erinnerte ein wenig an Büsum an der Nordseeküste. Weniger ansprechend waren aber die Preise, da gönnt man sich als Kieler schon einmal eine Portion Fish'n'chips und darf dafür mit 10€ die einheimische Wirtschaft stärken, kein Wunder, dass die Preise nirgends zusehen waren. Alternativ gab es anderes, landestypisches Friteusen-Essen.

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Für 12€ gab's heute Karten für die Hintertortribüne direkt neben dem Gästeblock, der wider erwarten auch durch eine Busladung Gäste gefüllt wurde. Das war eine Mischung aus Casuals und fragwürdigem Volk, aber immerhin erhob man ein paar Mal seine Stimme. Die Lacher auf unsere Seite hatte aber ein Anhänger des Heimteams, der nach dem Ausgleich zum 1:1 in der 22. Minute Richtung Trennscheibe des Gästeblocks gestürmt kam und mit Bomberjacke und Löwenmähne den Gästen durch zwei ausgestreckte Mittelfinger zeigte, was er von ihnen hielt. Zumindest das stilsichere Aussehen roch doch sehr nach Halle/Saale oder Chemnitz. Auch Volendam hatte gegenüber ein paar Leute, die sich für die Stimmung verantwortlich fühlten, insgesamt sollen hier 4.000 Zuschauer dem Spiel beigewohnt haben, realistisch waren es maximal 2000.

 

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Auch bei der Verpflegung konnte der Verein punkten, neben den üblichen Fressalien gab's heißen Kakao zu günstigen Preisen, da lässt es sich aushalten, scheinbar lässt sich so etwas überall realisieren, bloß nicht in Kiel.

 

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Bis kurz vor Schluss führte Volendam (mit reellen Chancen auf die Eredivisie nächste Saison) mit 2:1, dann aber packte der Gast (oder doch der Zauberer?) von Oss den wohl besten Spielzug des Spiels aus und kam zum Ausgleich, beinahe hätte man Sekunden später sogar noch alle drei Punkte in den Süden entführt.

 

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Für uns ging es danach wieder Richtung Auto, nach einem Spiel am Ijsselmeer sollte es im Anschluss nun in die grobe Richtung Nordsee gehen, wo schon Marco van Basten auf uns wartete. Die andere Reisegruppe dagegen zog es vor gen Süden Richtung Den Haag zu fahren.

 
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