AFAS-Stadion, 17. Januar 2015, Endstand 2:0

 

Volendam war schnell hinter dem nicht mehr sichtbaren Horizont verschwunden. Das lag aber nicht nur an der inzwischen vorhandenen Dunkelheit, ein dichtes Schneetreiben empfing uns bei der Ankunft im etwas weiter westlich gelegenen Alkmaar. Dank der exponierten Lage des Stadion im Osten der Stadt brauchten wir für die restlichen 10 Kilometer auch eigentlich kein Navi mehr.

 

Der Gegner von AZ war heute der FC Dordrecht, etwas süd-westlich von Rotterdam eigentlich ganz nett gelegen. Da konnte der örtliche Fußballverein leider nicht mithalten, die Gäste sind abgeschlagen auf dem letzten Platz der Eredivisie, 7 Tore sprechen da auch irgendwie eine deutliche Sprache. Obwohl heute also nicht gerade der Gegner nach Alkmaar kommt, der die Massen ins Stadion zieht, wurden die Karten natürlich einmal vorreserviert. Während also das Auto bei inzwischen heftigem Schneefall erst einmal für 5 Euro auf einem Parkplatz oder wohl eher einer unbefestigten Schlammwüste abgestellt wurde, bewegte sich der Schreiber mit schnellen Sohlen zum Fanshop und hielt alsbald die 5 Tickets in den Händen. Das muss man den Holländern schon lassen, so kompliziert auch immer das Organisieren der Tickets ist, so problemlos klappt das Abholen vor Ort.

 

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Der Rest der Meute traf anschließend auch ein und als man das Stadion betrat, konnten einem zwei Faktoren trotz schlechten Bedingungen den Abend versüßen: Durchgehender Techno als Stadionbeschallung und Heizung von oben! Ich bin ja eigentlich kein Freund davon, ungefragt von oben geröstet zu werden, aber heute war das doch echt eine gute Sache. Unter dem Strich ist das natürlich Energieverschwendung par exellance, durch die geographische Lage Hollands müssen unsere Nachbarn aber eben auch als erster mit den Konsequenten der Erwärmung leben. Das ist doch mal ein Deal!

Estádio José Alvalade XXI, 25. Januar 2015, Entstand 1:0

 

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Minusgrade und Schneefall? Muss nicht sein ... Glücklicherweise haben sich der Schreiber und seine bessere Hälfte für 20,- € pro Person und Strecke zu einem Spontantrip in die Hauptstadt Portugals bei der allseits bekannten, blau-gelben Billigfluglinie eingebucht.

Im Gegensatz zum letzten Besuch, als man in Lissabon durch eine dicke Nebelsuppe fahren musste um zwei Spielen in Seixal und Setubal beizuwohnen, zeigt sich die Stadt an der Tejo-Bucht dieses Mal von ihrer besten Seite. Sonnenschein und Temperaturen im zweistelligen Bereich laden zum Erkunden der Stadt ein und so werden von Baixa (Altstadt) ...

 

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... bis Belém die wichtigsten Touri-Punkte abgehakt.

 

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Allen fußlahmen Lesern sei gesagt: Nicht von den vielen Hügeln abschrecken lassen! Mit Fahrstühlen, U-Bahnen und Trams gibt es genügend Alternativen um entspannt ans Ziel zu kommen.

 

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Kostengünstige Stärkungen werden in der ganzen Stadt angeboten. Sehr zu empfehlen ist z. B. die Pastel de Nata, ein Puddingtörtchen, das sich DIREKT auf die Hüfte der speisenden Person setzt ...

Veronicastadion, 17. Januar 2015, Endstand 2:2

 

Nächster Tag und nach Ajax stand heute mit der zweiten holländischen Liga das Kontrastprogramm auf dem Plan. Das Spiel war nicht nur das einzige am Nachmittag stattfinde Spiel in der Region, es war von unserem Domizil auch in keiner halben Stunde zu erreichen. Gerne! Da konnte man sich auch 10 Minuten mehr Zeit nehmen, um einen kleinen Umweg längs des Ijsselmeers zu fahren, wirklich ne nette Gegend mit kleinen Ortschaften. Windig war es auch, alles wie zu Hause. Den meisten Lesern wird wohl eher der zweite Teil der Gemeinde zumindest auf dem Brot etwas sagen, schließlich grenzt Volendam direkt an Edam und dort gibt's bekanntlich Käse, den der asiatische Tourist ganz stilecht am Wegesrand kaufen konnte.

 

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Das Stadion sieht eigentlich aus wie ein typischer Bau in der zweiten Liga der Niederländer, ich persönlich finde das ganze Paket aber immer ganz nett, nicht überlaufen, Clubcard braucht man in den meisten Fällen auch nicht und kicken können die Jungs auf dem zumeist Kunstrasen auch ganz ordentlich. Das sah auch eine weitere bekannte Hoppinggruppe so, welche dieses Wochenende ebenfalls dem der sportfreien Zeit in Deutschland entfloh. Gruß an dieser Stelle nach Rostock und Berlin, it was a pleasure! Gemeinsam gings danach ein bisschen in den Ort selber, der mit seinem kleinen Hafen und der kleinen Promenade wirklich ansprechend daherkommt, erinnerte ein wenig an Büsum an der Nordseeküste. Weniger ansprechend waren aber die Preise, da gönnt man sich als Kieler schon einmal eine Portion Fish'n'chips und darf dafür mit 10€ die einheimische Wirtschaft stärken, kein Wunder, dass die Preise nirgends zusehen waren. Alternativ gab es anderes, landestypisches Friteusen-Essen.

Amsterdam ArenA, 16. Januar 2014, Endstand 2:0

 

Wir schreiben das Jahr 2013, besser gesagt, Anfang 2013. Damals hatte sich exakt die gleiche Reisegruppe geschworen, nach etlichen abgefroreren Gliedmaßen, Wind, den man in dieser Ausprägung wohl eher aus der sibirischen Tundra kennt und einem Spielniveau, das am freundlichsten wohl noch mit dem Begriff „geht so" abgestempelt werden kann, nie mehr einen Fuß in das Staatsgebiet des westlichen Nachbarn im Winter zu setzen.

 

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Etwa 2 Jahre später waren die kalten Erinnerungen wie ausgelöscht, der Mietwagen war zu einem Spottpreis gebucht (schon komisch, wenn man am Schalter den Besuch eines Coffeeshops entschieden verneint und der eigentliche Grund der Tour für Normalsterbliche doch noch bescheuerter klingen würde) und irgendwie fanden sich vier Kieler sofort auf der A1 Richtung Süden wieder, denn was soll man schon machen, wenn die eigene KSV noch in der Türkei jenseits von irgendwelchen Pflichtspielen herumtrainiert und der ein oder andere mal wieder Lust hat, sich in halbvollen Stadien bei Frikandeln und Kroketten den Hintern abzufrieren? Dann ist guter Rat teuer bzw. Holland in Not.

 

Im Gegensatz zum letzten Mal, als man in Enschede und Groningen doch noch sehr grenznah war, wagte man sich dieses Mal doch etwas mehr ins Landesinnere, mal gucken, wie es so ist, zu fünft in Amsterdam. In Osnabrück wurde dann noch das letzte Mitglied der Besatzung kurzerhand vom Bahnhof eingesammelt, ehe man zum Mittag ein Restaurant einkehrte, welches von einem Herrn besonders empfohlen wurde („Wenn du das gut findest, kann das nichts Dolles sein"). Im Nachhinein muss man zugeben, dass es eine gute Entscheidung war. Kurzerhand ging es anschließend noch die paar Kilometer nach Westen, ehe der Schreiber das erste Mal seit einem kleinen Abstecher im Sommer nach Maastricht wieder niederländischen Boden unter den Reifen verspürte. Leider wurde im Radio nur vereinzelt Techno gespielt, da sind die südlichen Nachbarn aus Belgien schon deutlich besser aufgestellt.

Ernst-Happel-Stadion, 29. November 2014, Endstand 3:0

 

Der erste Rapid-Hoppingbericht bei CCK (siehe hier) ist dies zwar nicht, aber wenigstens eine Groundpremiere. Nach dem kürzlich erfolgten Abriss des ehrwürdigen Hanappi-Stadions und bis zur Fertigstellung der neuen Spielstätte – geplant für 2016 – tragen die Hüttelsdorfer ihre Heimspiele im Ernst-Happel-Stadion aus.

 

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Normalerweise finden hier das ÖFB-Cupfinale und Heimspiele der Nationalmannschaft statt, ebenso war das Happel-Stadion bei der EM in Österreich und der Schweiz Finalspielort. Für Ligaspiele wurde die Arena hingegen bisher nur in Ausnahmefällen wie dem Wiener Derby zwischen Rapid und Austria genutzt. Verständlich, denn die trotz Laufbahn sehr gelungene und sowohl von außen als auch innen optisch ansprechende Konstruktion ist für den österreichischen Ligaalltag vor allem eines: viel zu groß.