Futbolny Klub „Zenit“ vs. Futbolny Klub „Lokomotiv“

Петровский (Petrovskij), 15. Mai 2016, Endstand: 1:1

 

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„Ich glaub es geht schon wieder los …“ und dieses Mal sollte es mit LOT von Hamburg über Warschau nach Sankt Petersburg gehen. Erster Schreck am frühen Morgen in Fuhlsbüttel: Der Flug in die polnische Hauptstadt war gestrichen. Wir wurden auf Lufthansa über Frankfurt umgebucht und verloren dadurch keine Zeit. Also alles wieder gut…

 

Das Visum klebte seit einem Monat im Reisepass und die Einreiseprozedur beim grimmig schauenden Grenzer am Flughafen Pulkowo erfolgte reibungslos.

 

Ab Frankfurt war der halbe Flieger mit Kanadiern gefüllt, die sicher nicht nur die kulturellen Höhepunkte der nördlichsten Millionenstadt der Welt bewundern wollten, sondern vielmehr auf dem Weg zur in Sankt Petersburg (und Moskau) stattfindenden Eishockey-Weltmeisterschaft waren.

 

Auch wir hatten uns im Vorfeld Karten für das Turnier gesichert und wollten dem Match Deutschland vs. Belarus beiwohnen. Nach dem Einchecken im Hotel ging es per pedes die Kleine Newa entlang, am Petrovskij-Stadion vorbei zum gegenüberliegenden Austragungsort der Eishockey-Spiele, dem Jubileiny-Sportkomplex. Dort gönnten wir uns vor der Halle bei bestem Wetter zunächst die ersten Biere des Trips und verfolgten das Spiel USA vs. Ungarn auf einer Leinwand. Insgesamt eine sehr kuttige, aber durchaus unterhaltsame Veranstaltung.

 

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Wie so viele machte ich mich letztes Jahr nach meinem mehr oder weniger erfolgreichen, doch immerhin bestandenen Abitur auf den weiten Weg nach Australien.

Nach überstandenem Jetlag wurden erst mal die umliegenden Strände sondiert, um der neu gewonnen Freiheit nichts tuend Ausdruck zu verleihen. Doch so geil die Strände und Landschaften auch sind, es kam die Sehnsucht auf, endlich mal wieder Stadionluft zu schnuppern und zu schauen, was Down Under fussballtechnisch so zu bieten hat.

 

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Also fix das nächstbeste Spiel herausgesucht. Western Sydney Wanderers vs. Adelaide United sollte mein erstes Match auf australischem Grund lauten. Entspannte 10 Minuten Fußweg vom Hostel war das Parramatta-Stadium gelegen. So konnte dank rechtzeitigem Aufbrechen noch das ein oder andere Gerstenkaltgetränk in der, in unmittelbarer Entfernung zum Stadion liegenden Fankneipe der Wanderers verköstigt werden. Das Stadion an sich ist kein besonderes Highlight. Das lag unter anderem daran, dass es, wie in ganz Australien, keine Stehplätze zu bieten hatte. Auch das Spiel wusste nicht unbedingt zu überzeugen. Beide Teams mussten sich mit einem 0:0 zufrieden geben. Aber das war an diesem Tag nebensächlich. Die Freude, einen neuen Ground 16.000 km abseits der Heimat abgehakt zu haben, überwog deutlich.

Meine Reiseroute führte entlang der Süd- und Ostküste Australiens. Das hatte zum Vorteil, dass nahezu alle australischen Großstädte passiert wurden, in denen fast alle Clubs der nur 10 Teams umfassenden Liga beheimatet sind.

Das aus meiner Sicht schönste Stadion fand ich in Adelaide vor. Durch seine große Haupttribüne konnte ein Funken Tradition in dieser erst sehr jungen australischen Fußballgeschichte versprüht werden. Denn obwohl natürlich auch in der ehemaligen britischen Strafgefangenenkolonie schon seit Ende des 19. Jahrhundert gegen den Ball getreten wird, wurde der australische Verband erst 1961 gegründet. Der Beitrott zur Fifa erfolgt 1963 – in dem Jahr, in dem in Deutschland die Bundesliga gegründet wurde und bereits 51 Deutsche Meistertitel errungen wurden.

Der erste Ligabetrieb wurde sogar erst 1977 eingeführt. Bei der heutigen ersten Liga, der A-League, handelt es sich um eine in sich abgeschlossene Liga. Sportliche Auf- noch Abstiege sind nicht möglich. Der Unterbau ist bereits in diverse Regionalverbände aufgeteilt.

In der Gegenwart wurden natürlich auch die kulinarischen Begebenheiten genauestens unter die Lupe genommen. Besonders die mit Käse veredelte deutsche Bratwurst, die es bei Melbourne Victory gab, wusste zu überzeugen. Lediglich der stolze Preis von 10$ war uns ein Dorn im Auge. Selbes traf auch auf die Bierpreise zu, welche sich in ähnlich schwindelerregenden Höhen befanden.

 

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Nach neun Monaten Australien und insgesamt 13 besuchten Spielen, lässt sich sagen, dass Australien für vieles steht. Unendliche Weiten, offene Menschen, traumhafte Landschaften, aber für seinen Fußball sicherlich nicht. Vielmehr wird es hier als ein „family-event“ inszeniert, welches in erster Linie auf Konsum ausgelegt ist. So etwas wie Fankultur hat die Liga in den meisten Fällen nicht zu bieten. Das war neun Monate lang für mich auch völlig in Ordnung. Aber irgendwann freut man sich trotzdem wie Bolle, nächste Saison endlich wieder auf der Westtribüne, unseres geliebten Holsteinplatzes stehen zu können.

 

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Campo di calcio Montecchio, 17. April 2016, Endstand: 1:3

 

Zum Abschluss einer Urlaubswoche in der Toskana und einem Serie A-Spiel in Bologna (Bericht hier) soll noch ein weiterer Länderpunkt eingetütet werden. Willkommen in der ältesten bestehenden Republik der Welt – San Marino.

 

Wie bei meinem ersten Besuch (kurz vor der Jahrtausendwende mit der Familie) geht es mit der Seilbahn von Borgo Maggiore auf den Monte Titano bzw. in die Hauptstadt Città di San Marino. Hin- und Rückfahrt für die funivia ist für 4,50 € zu haben. Die Altstadt ist seit 2008 UNESCO Weltkulturerbe und wir verbringen einen netten Vormittag inklusive Käffchen in der Christmas Bar. Weihnachten im April. Wie schön!

 

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Nachmittags ruft mit der Paarung Tre Penne vs. Murata das derby di città. Ähnlich wie in Andorra gibt es für die Mannschaften keine feste Heimspielstätte. Unser Spiel wird auf dem campo di calcio Montecchio (im Internet findet sich für den Sportplatz auch der Name campo sportivo di Fonte dell’Ovo) ausgetragen, der unter der Altstadt San Marinos liegt.

 

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Welt-, Kontinental- und Nationalverband haben hier das Casa del Calcio, Flutlicht, Kunstrasen und eine Sitzplatztribüne für ca. 500 Zuschauer springen lassen. Eintritt ist frei und insgesamt finden sich ca. 80 Fußballinteressierte ein.

 

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Darunter auch knapp 20 Tre Penne-Ultras, die sich und ihre Mannschaft trotz einer 1:3-Niederlage ausgiebig mit Rauch und Böllern feiern. Die Himmelblau-Weißen sind an diesem letzten regulären Spieltag der Saison bereits für die kommenden Playoffs qualifiziert.

 

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Stadio Renato Dall’Ara, 16. April 2016, Endstand: 0:1

 

Bologna kulinarisch. Ragù Bolognese kennt sicher jedes Kind. Auch die aus der Region stammenden Tortellini oder Mortadella dürfte der ein oder andere bereits gekostet haben. Wir haben uns in der Trattoria von Nonna Rosa allerdings für eine weitere, in Norddeutschland eher unbekannte Spezialität der Stadt entschieden: Das cotoletta alla bolognese. Einfach beschrieben ist das ein unfassbar großes Schnitzel mit Schinken und Parmesan(sauce). Absolute Empfehlung! Kein Wunder also, dass Bologna den Beinamen la grassa („die Fette“) trägt. Nach so einem Monster ist der Abend allerdings auch gelaufen. Ab auf die Couch oder in die Heia …

 

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Neben dem Essen kann auch die Stadt selbst punkten. Die Innenstadt ist an diesem Samstag offensichtlich autofrei und so flanieren die Menschen entspannt auf den Straßen durch das Zentrum. Blickfang sind unter anderem die beiden Türme Asinelli und Garisenda. Im Mittelalter gab es hier etwa 180 dieser Geschlechtertürme. Bologna – Das Manhattan der damaligen Zeit.

 

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Zum Fußball zieht es uns ins 1927 eröffnete Stadio Renato Dall’Ara mit dem prägnanten Torre di Maratona. 1934 und 1990 war die Heimspielstätte des Bologna FC Austragungsort von insgesamt 6 Weltmeisterschaftsspielen. Das Rund bietet 36.462 Sitzplätze von denen 20.655 mit Zuschauern besetzt sind. Heutiger Gegner der Rossoblù ist der Torino FC.

 

Die erste Halbzeit vergeht torlos und ohne nennenswerte Höhepunkte. Ein Schüsschen hüben wie drüben. In Hälfte 2 beißen sich die Hausherren in des Gegners Hälfte fest. Im Abschluss fehlt dann allerdings das letzte Quäntchen Glück. Von Toro kommt nix bis auf zwei Konterchancen kurz vor Schluss. Es scheint als sollte es keinen Sieger in dieser Partie geben, bis der Schiedsrichter zum Entsetzen des Heimanhangs auf den ominösen Punkt zeigt. Elfmeter für Turin. 0:1. Ende. Bologna hat seit dem 14.02. kein Spiel mehr gewonnen und rutscht noch in den Abstiegskampf rein. So wird auf den Rängen auch viel gepöbelt. Vergogna! („Schande!“)

 

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Die aus dem Piemont mitgereisten Tifosi feiern den Auswärtssieg natürlich ausgelassen. Da bekommt die eigene Mannschaft fast 90 Minuten nichts geschissen und du nimmst trotzdem 3 Punkte mit nach Hause. Gibt schlimmeres! Während des Spiels gibt es im Gästeblock zwei, drei Mal etwas Rauch zu sehen. Die Stimmung gleicht einer Achterbahnfahrt, was wohl auch dem Spiel geschuldet ist. So wird vor Anpfiff ordentlich supportet. Im Spielverlauf nimmt der Supportkern im Gästeblock immer weiter ab, nur um nach dem Elfmeter zu explodieren.

 

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Sportpark Eschen-Mauren, 05. April 2016, Endstand: 1:2

 

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Oben am jungen Rhein
Lehnet sich Liechtenstein 
An Alpenhöh’n.

 

An die in der Nationalhymne besungenen Alpenhöhen lehnt sich dann auch das „Schloss Vaduz“, welches, aufgrund fehlender besuchenswerter Alternativen im Hauptort des Fürstentums Liechtenstein, Ziel einer kurzen Wanderung unserer Kieler Reisegruppe ist.

 

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Haus Liechtestein

 

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