Städtisches Stadion am Heinebad, 25. August 2018, Endstand: 1:1

 

Die langen Touren Richtung Süden werden dadurch erträglicher, dass zwischendrin ein kleiner Fußballstopp eingebaut wird. Da die Route über Leipzig bei Spielen in Bayern sowieso immer eine gute Alternative zur A7 bietet, eröffnen sich dann immer einige Möglichkeiten im Raum Sachsen-Anhalt/Thüringen. Und dank der „Süd-Harz-Variante“ konnte quasi gleich hinter der Grenze zu letzterem Bundesland eine feine „Roster“ vom Grill verköstigt werden. „Hans Wurst“ in Hohenstein ist definitiv ein guter Zwischenstopp, allerdings ist der Imbiss in einer Garage leicht zu übersehen.

 

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Die heimische Spezialität wird dann im Auto vernichtet, schließlich ist das eigentlich Zwischenziel ja ein anderes: Rudolstadt - zum einen „Schillers heimliche Geliebte“ (was wir bei einem Blick auf die Stadt voll nachvollziehen können), zum zweiten der Austragungsort des größten Folk-Roots-Weltmusik-Festival Deutschlands und zum dritten anscheinend genau die Grenze zwischen den Fanszenen von Rot-Weiß Erfurt und Carl-Zeiss Jena, zumindest wenn man die Street Art richtig deutet. Für Jena diente der eigentliche Verein am Ort, Einheit Rudolstadt, auch als Nachwuchsschmiede. Unter anderem hat der auch in Kiel bekannte Sören Eismann seine fußballerischen Wurzeln in Rudolstadt. Ansonsten blieben die sportlichen Erfolge eher im überschaubaren Rahmen. 1957 gelang immerhin der Aufstieg in die II. DDR-Liga (also die dritte Ligastufe). Dort hielten sich die Rudolstädter allerdings nur eine Spielzeit und stiegen wieder in die Bezirksliga ab. Vor allem in den 1970ern stand die BSG Einheit damit im Schatten des Ortsrivalen Chemie Schwarza, der es immerhin die zweite Liga (DDR-Liga) schaffte. Eine nach der Wende vollzogene Fusion der beiden Vereine hielt übrigens nur bis 1993.

 

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Die Grün-Gelben (also Einheit) kicken derzeit in der NOFV-Oberliga Süd, Heimat ist das Städtische Stadion am Heinebad. Das verfügt auf der einen Seite über ein modernes Multifunktionsgebäude mit Gastronomie und Sprecherturm, auf der anderen Seite gibt es neben dem ehemaligen Multifunktionsgebäude (?), wo man die zweite Thüringer Bratwurst des Tages erwirbt, eine etwas skurrile Tribüne. Die Unterkonstruktion aus Holz wirkt etwas älter als das Dach, zudem ist der Mittelbereich mit einigen Stufen erhöht. Zumindest unverwechselbar und in der Mitte findet sich sogar ein kleiner Supportblock ein. Insgesamt ist die Zuschauerzahl eher so mittel, was von den Anwesenden auf den parallel stattfindenden Jahrmarkt (oder dessen Nachwirkungen vom Vorbabend geschoben wird). 102 Zahlende sind es am Ende gegen Union Sandersdorf.

 

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In Hälfte eins darf der Heimanhang jubeln, Sven Rupprecht kann nachdem er den Gästekeeper ausgespielt hat nach einer halben Stunden zur verdienten Führung einschieben. In Hälfte zwei können die Gäste dann ausgleichen. Unter dem Strich geht das auch in Ordnung. Da die Rudolstädter kurz vor Schluss noch die Riesenchance auf den Dreier liegen lassen, bleibt es auch bei der Punkteteilung. Netter Kick, der insgesamt sehr fair über die Bühne geht.

 

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Mit diesen Eindrücken geht es wieder auf die Autobahn. Etwas über drei Stunden später gibt es dann das wohlverdiente Absacker-Bier im wunderschönen Regensburg, wo am nächsten Tag das Spiel der Störche auf dem Plan steht.

 
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