Benteler-Arena, 9. November 2018, Endstand 4:4

 

Es gibt so Spiele, wo man denkt: „Heute hätte man neutraler Zuschauer sein müssen. Das Spiel hatte echt alles:“ Leider ist Holstein-Fan aber nicht neutral. Doch der Reihe nach....

 

Aufbruch in Kiel am späten Vormittag, um eine Stunde später Mittagspause bei einer old-school Metzgerei in Altona zu machen (wenn der letzte Mitfahrer noch an der Elbe eingesammelt werden muss, kann das Verlassen der Autobahn auch noch sinnvoll genutzt werden).

 

brötchen1

 

brötchen2

 

Dann vor dem Stau wieder auf die Autobahn und die relativ entspannte Distanz bis Ostwestfalen abgespult. Es ist ein relativ milder Novemberabend in Paderborn, an dem sich der Gästeblock richtig gut füllt. Und zu Beginn mit Schwenkern und Pyro das 10-Jahre Jubiläum der Freundschaft zwischen Hessen Kassel und Holstein Kiel feiert.

 

heimseite

 

schwenker

 

pyro

 

Doch noch ehe die ersten Lichteffekte eingesetzt werden, jubelt bereits die Heimseite. Neun Sekunden! Es darf doch nicht wahr sein – wieder ein früher Gegentreffer, nur noch früher. Und das obwohl Holstein sogar Anstoß hatte. Gueye ist es, der eine Pass von van den Bergh auf Thesker abfängt und trocken einschiebt. Mit leicht vermiester Laune geht es auf den Platz, immerhin zeigt sich Holstein wenig geschockt. Lee auf Schindler, der nach nur sechs Minuten zum 1:1-Ausgleich verwandelt. Die Freude darüber währt allerdings nicht wirklich lange, denn drei Minuten später führt wieder der SCP. Wiederum nur eine Minute später taucht Kinsombi vor Zingerle auf, doch ist nicht erfolgreich. In der Folge zappelt der Ball gleich dreimal im Paderborner Netz, aber Abseits, Abseits, Abseits. Trotzdem sind die Offensivbemühungen der Störche klar zu erkennen, aber eben auch die Wackler in der Defensive. Und so steht es zur Pause sogar 3:1.

 

abseits

 

weia

 

Der Schreiber hat den Eindruck, als wenn an diesem Abend nicht viel geht und beschließt den aufkommenden Appetit zu bekämpfen. Pizza und Hamburger duften bis zum Spielfeldrand – doch auf der Haupttribünenseite hat nur eine Wurstbude offen und die Schlange ist einen Kilometer lang. Dreck! Also wieder die Kamera geschnappt und auf die zweite Hälfte gewartet, die es in sich haben sollte. Schindler und Serra legen mit Großchancen los, aber zu diesem Zeitpunkt sieht es noch so aus, als wenn Kiel eher noch einen Treffer kassiert, als selbst erfolgreich zu sein.

 

mühling1

 

mühling2

kingsley

 

Doch dann folgt eine geniale Aufholjagd, die so sicher nicht alltäglich ist: Serra (71.) und Mühling (74.) egalisierten die Paderborner Führung, ehe Schindler per Handelfmeter mit dem 4:3 den Gästeblock quasi explodieren lässt, während sich der Rest des Stadions die Augen reibt. Dass Zolinski in der 90. dann noch zum 4:4 ausgleicht, ist ein Stimmungsdämpfer auf Kieler Seite.

 

44

 

Aber unterm Strich entspricht das Remis der gezeigten Leistung – und mehr war nach der Defensivleistung im ersten Durchgang wohl nicht drin. Trotzdem ärgerlich. Aber irgendwie auch ein geiles Spiel. Zumindest für den neutralen Zuschauer.

 

Nächstes Wochenende ist mal wieder Länderspielpause wegens das sinnlosesten Wettbewerbs ever, aber die Zweite freut sich über Unterstützung...

 

schwein

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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