ERDGAS Sportpark, 17. Dezember 2016, Endstand 0:0

 

Der HFC ist in der jüngeren Vergangenheit zu einer festen Größe im Spielplan der Störche geworden. Insgesamt hat es die Kieler bereits sechs Mal an die Saale geführt. Drei Mal in der Regionalliga und drei Mal in der Dritten Liga. Und die Bilanz dabei ist höchst ausgeglichen. Aus sechs Auswärtsspielen gab es zwei Niederlagen, zwei Unentschieden und zwei Siege. Und auch die Heim- und Auswärtsbilanz könnte nicht ausgewogener sein: vier - vier - vier.

 

Ebenfalls ein fester Bestandteil der Touren zu den Saalestädtern ist ein Zwischenstopp im Elbe Parks an der A2 bei Magdeburg geworden. Denn hier gibt es beste Wurstwaren aus Sachsen-Anhalt. Und natürlich wurde diese auch am letzten Spieltag des Jahres mit an Bord genommen.

 

Essen

 

Halles Einfallstraßen kennt man nun wirklich schon zu genüge und böse Zungen, unter anderem der Blog „Hölle/Saale“, behaupten, Halle hätte wirklich nur unvorteilhafte Seiten. Dabei hat die Stadt auch einige nette Seiten, wie eben jeder Ort. Ein Autofahrer vor uns nahm das ganze mit Humor und verzierte sein Kennzeichen mit dem Halter „Woanders ist auch scheiße.“ Weltklasse Teil und wir hatten gleich ein klein wenig mehr Sympathie für die Bewohner der Saale-Stadt.

 

Nach der überflüssigen Heimniederlage gegen die SG Sonnenhof Großaspach sollten eine Woche vor Weihnachten nochmal drei Punkte her. Denn besagte Baden-Württemberger holten im Freitagsspiel einen Sieg und sind somit an der KSV, die vor dem Spiel auf Platz auf Platz acht gastierten, vorbeigezogen. Bitter, wenn man bedenkt, dass bei einem Sieg am vergangenen Samstag Platz zwei drin gewesen wäre. Aber immerhin winkt bei einem Sieg und optimalen Verlauf des Spieltages Platz vier und somit eine Überwinterung in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Doch man soll das Fell des Bären nicht verkaufen, bevor er nicht erlegt ist. Heißt in diesem Fall: erstmal Halle schlagen.

 

Nach den Ausfällen von Hoheneder (Verletzung) und Schmidt (Rotsperre) war ein Umbau der Startelf nötig. Die Innenverteidigung wurde heute durch Czichos und Sigurbjörnsson übernommen. Der nach der Sperre wieder zurückgekehrte Drexler ersetzte Siedschlag und statt Lewerenz begann Salem. U23-Kicker Philipp Spohn feierte sein Debüt auf der Bank.

 

Vor Anpfiff, der sich wegen der Übertragung im Rahmend der MDR-Konferenz um fünf Minuten verzögerte, wurde noch der Hallenser Publikumsliebling Timo Furuholm verabschiedet.

 

Bei strahlendem Sonnenschein und frostigen Temperaturen sahen die insgesamt 8.103 Zuschauer von Beginn an eine leidenschaftliche Partie. Bereits im Vorfeld wurde die Zeigefreudigkeit des angesetzten Unparteiischen diskutiert. Und tatsächlich hagelte es im Verlauf des immer temperamentvoller werdenden Spiels jede Menge Karten. Am Ende standen vier Gelbe für Kiel und zwei Gelbe sowie einmal Gelb-Rot für die Gastgeber im Spielberichtsbogen.

 

Fankurve

 

Milad

 

kkjhb

 

Das Spiel ist schnell zusammengefasst. Kiels neu formierte Defensive machte ihren Job gut und unterband nahezu jeglichen Offensivdrang des HFC. Nach vorne zeigte sich das ewig triste Bild, das nur einmal in Rostock durchbrochen wurde: viele Chancen, keine Tore. Die Gastgeber, die ab der 63. Minute in Unterzahl spielten, fanden zunehmend weniger statt. Die Begegnung war von vielen kleinen und großen Fouls geprägt, ein flüssiges Spiel war kaum noch vorhanden. Etwas trübt dabei Holsteins Leistung in Überzahl, warum man zwanzig Minuten vor dem Ende mit einem Mann mehr nur noch hohe Bälle an die Strafraumkante spielt, wurde nicht so ganz klar. Die ersten 65 Minuten hatte die KSV das Problem HFC-Defensive deutlich effektiver gelöst. Trotzdem blieb Halle teilweise offensiv, der HFC steckte nicht auf und versuchte trotz Unterzahl einen Dreier einzufahren. Auch die Störche wollten sich nicht mit einem Punkt zufrieden geben.

 

Der HFC schaffte es wie Holstein letzte Woche noch einmal ein wenig aktiver zu werden, es blieb aber bei der torlosen Punkteteilung. Die KSV überwintert somit auf dem sechsten Tabellenplatz, in der Nachbetrachtung hätten es noch einige mehr sein können. Wichtig bleibt aber, dass die KSV in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen bleibt, schließlich schafft es Holstein immer wieder, in der Rückrunde noch eine Schippe drauf zu packen.

 

Flutlicht

 

Die Saison geht weiter. Für einen der wichtigsten Männer im Team, Michael Grahl, geht dagegen eine Ära zu Ende. Nach zehntausenden Kilometern die er für die KSV abgerissen hat, beendet Micha seine Karriere am Steuer des Holstein-Mannschaftsbus. Danke, Micha!

 

Die erste Fahrt ohne Micha bestreitet die KSV dann am 28.01. nächsten Jahres in Frankfurt beim dort beheimaten FSV.

 

Alle Bilder gibt es in der Galerie.

 
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