„I'm a loser, baby, so why don't you kill me“

 

Manchmal fragt man sich schon, aus welchem Grund es bestimmte Songs in die Pre-Match-Playlist (man verzeihe an dieser Stelle den Anglizismus) schaffen. Wobei in den letzten Wochen bei der Musik im Holstein-Stadion ein klarer Auswärtstrend festzustellen ist. „Rock the Casbah“ von The Clash wird dann innerlich schon ein wenig gefeiert, richtig Freude kommt dann allerdings bei einem Song der Kieler Band Denkedrans auf, der bisher selten bis nie im Rund zu hören war. „Solange Holstein Lübeck schlägt“ - sehr gut!

 

 

Auch ansonsten gab es vor dem Spiel positives zu hören: Verein und Sektion Spielsucht hatten am Vorabend anscheinend Gespräche in guter Atmosphäre geführt. Ergebnis: Kollektivstrafe aufgehoben. Richtig so, weil jetzt auch wieder alle Kraft auf den Support des Teams verwendet werden kann. Und dass das auch durchaus notwendig ist, zeigte die sicher nicht zufriedenstellende Punkteausbeute der letzten Wochen. Wobei das 2:2-Unentschieden der Vorwoche in Chemnitz fast durchweg positiv bewertet wurde.

 

Gäste

 

West

 

Also gegen Regensburg am besten gleich mit der kämpferischen Einstellung weitermachen und den Dreier einfahren. Im Gästeblock fand sich ein kleiner, aber supportwilliger Haufen ein. Etwas weniger Leute als bei den letzten Auftritten und auch ohne Choreo oder Intro. Trotzdem hat man ein wenig den Verdacht, dass die Schlachtenbummler aus dem Freistaat selbst zu zehnt ganz gut aussehen würden. Kompakt stehen, schickes Fahnenmaterial, gute Liedauswahl. Schön diese Szene wieder in der dritten Liga an Bord zu haben.

 

Milad

 

Fetsch

 

In Hälfte eins blieb auch genug Zeit ein wenig die Stimmung auf den Tribünen zu verfolgen, kam das Geschehen auf dem Feld bei nieselig-herbstlichem Wetter ein wenig schwer in Gange. Holstein, im Vergleich zum letzten Spieltag mit Salem, Lewerenz und Fetsch in der Startelf, befand sich zwar meistens im Vorwärtsgang, bis auf einen Schuss vom Drexler aus der Halbdistanz nach zwölf Minuten wurde der Schlussmann der Gäste aber kaum geprüft. Auf der Gegenseite trat der SSV nur einmal offensiv gefährlich in Erscheinung: Beim Abschluss von Thommy musste sich Kenneth Kronholm aber schon mächtig lang machen, um nicht unverdient in Rückstand zu geraten.

 

Alex

 

Jubel 1

 

Jubel 2

Hälfte zwei entschädigte dann etwas für den ersten Durchgang, den beide Teams suchten ihr Heil nun in der Offensive, mit Feldüberlegenheit für die Störche. Die ersten guten Chancen nach dem Seitenwechsel hatten Fetsch und Salem. Dem ersten Tor am nächsten kam aber wieder das Team von Trainer Heiko Herrlich: Erik Thommy kanllte den Ball nach 59 Minuten gegen den Pfosten. Danach spielte sich das Geschehen fast nur in der Hälfte der Gegner ab, trotz kleinerer und größerer Chancen fühlte sich das Spiel aber sehr nach 0:0 an. Dann aber die 77. Minute: Fetsch lässt in der Mitte durch auf Lewerenz, der über links kommend den Ball mit Übersicht im langen Eck unterbrachte. Und Holstein legte fünf Minuten später noch einen drauf: Der frisch eingewechselte Tim Siedschlag markierte mit einem schönen Volleyschuss das 2:0. Zu diesem Zeitpunkt normalerweise eine Vorentscheidung – doch drei Minuten vor Schluss knallte Oliver Hein den Ball unter die Latte des Tores von Kenneth Kronholm. Für mehr als den Anschlusstreffer sollte es (aus Kieler Sicht zum Glück) aber nicht mehr reichen.

 

Flutlichte

 

Supe

 

Nach einer mäßigen ersten Hälfte noch ein unterhaltsames Spiel mit drei wichtigen Punkten für Blau-Weiß-Rot, die einerseits die Stimmung ordentlich haben dürften und zum anderen sogar den Kontakt zur Spitze wieder herstellen (wobei das in dieser Liga sehr schnell in die eine, wie auch in die andere Richtung gehen kann). Der gemütliche Ausgang erfolgte dann noch bei Kartoffelsuppe und Glühwein. Der Überschuss aus dem Verkauf dient als Sponsoring für einen Sonderzug, der zum Rückspiel in Richtung Donau-Stadt starten soll. Also langt alle beim nächsten Heimspiel zu!

Nächsten Wochenende steht mit Rostock ein Auswärtsspiel an, das mit nur 200 Kilometern quasi um die Ecke liegt. Also egal, was fürn Wetter ist: Arsch hoch und Holstein unterstützen.

Alle Bilder in der Galerie.

 

Den Podcast zum Spiel von den Jungs von1912 FM gibt es natürlich ebenfalls. Zu hören wie immer au deren Seite:

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