5. November 2016, Endstand 0:0

 

Hurra, Hurra, der Herbst ist da!

 

 

aussen

 

Leider sieht dieser in Schleswig-Holstein so aus, wie man ihn sich an der Küste auch wirklich vorstellt: grau, nass und kalt. Diese latente Ungemütlichkeit zog sich auch durch einige Meldungen aus dem Umfeld der KSV in der letzten Woche: Saliou Sané findet sich aufgrund einiger Undiszipliniertheiten dauerhaft in der Zweiten wieder, Steven Lewerenz entschuldigte das Fernbleiben vom Training nicht ausreichend und durfte einen Spieltag pausieren. Alexander Bieler war noch nicht wieder richtig fit und schon war es relativ einfach für Markus Anfang, die erste Elf zusammen zu stellen. Manuel Janzer bekam einmal mehr das Vertrauen des Trainers, außerdem spielte Milad Salem von Anfang an für blau-weiß-rot. Mit Rafael Czichos und Dominick Drexler standen dazu zwei ehemalige Erfurter in der Startaufstellung. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus wurde einmal mehr mit Applaus auf dem Rasen begrüßt, ob ihr neuer Lebensgefährte Howard Webb auf der Tribüne war, ist leider nicht überliefert.

 

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Der Block 501 hatte ein kleines Intro für die Partie vorbereitet, schöner Stimmungsaufheller im doch so trüben November an der Förde. Die Erfurter Fanszene durfte heute mit 488 km ihre weiteste Auswärtsfahrt antreten. Insgesamt 120 Gäste dürften es aus der Landeshauptstadt von Thüringen in den Norden geschafft haben.

 

gäste

 

erfurt

 

Die sahen eine Partie an die ihrer Mannschaft nicht so wirklich teilnehmen wollte. Die Gäste hatten sich auf tiefem Geläuf darauf verständigt, in erster Linie das Holsteiner Angriffsspiel zu verhindern. Das klappte auch ganz gut, denn die KSV fand nur schwer in die Partie und hatte erst in der 22. Minute ihrer erste Torannäherung zu verzeichnen: Drexler setzte sich gut durch, ging nach Außen und zog aus spitzem Winkel ab, Erfurts Menz klärte zu einem der zahlreichen Eckbälle der Kieler.

 

 

Ein paar Minuten später war es wieder der Neuzugang aus Aalen, der Fetsch sah. Dessen Versuch war allerdings zu unplatziert. Erfurt hatte dem Ganzen gar nichts entgegen zu setzen, das war einfach nur schwach. Dauerbrenner Siedschlag hatte nach 37 Minuten die Führung auf dem Fuß, doch der Schuss nach einem Pass von Salem war einfach zu hektisch abgeschlossen. Nach der Pause dauerte es keine 120 Sekunden, bis sich Pechvogel Manuel Janzer einmal mehr an den Oberschenkel fasste und ausgewechselt werden musste. Da fragt man sich wirklich, wie viel Pech der Junge nach seinem zweiten Spiel in der Startelf noch haben kann. Gute Besserung! Kingsley Schindler ersetzte ihn und machte gleich Druck auf der Außenbahn. Nach gut einer Stunde entschied Steinhaus in der Nähe des Strafraums auf Freistoß für die Erfurter, Bergmann trat an und Kronholm faustete zur Seite weg. Das war sie dann, die einzige Erfurter Gelegenheit im ganzen Spiel.

 

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Die Störche suchten ihr Heil immer wieder in der Offensive, aber die Erfurter Hintermannschaft stand gut. Es war wie immer in dieser verrückten Liga: Gegen den Ball arbeiten können sie alle. Zwanzig Minuten vor dem Ende hatte man schon zum Torpogo angesetzt, aber Klewin klärte gerade noch so und verhinderte den Torerfolg von Dominik Schmidt. Es war zum Verrücktwerden! Auch die Ampelkarte für Menz änderte nicht wirklich etwas an diesem Gesamtbild. Erfurt verteidigte weiter mit Mann und Maus, Holstein drückte, aber ein Tor sprang nicht dabei heraus.

 

Am Ende konnte man über dieses Spiel wieder einmal die Schablone „hätten das Spiel gewinnen können“ legen. Zwei Punkte zu wenig.Was ein wenig Sorge macht ist, dass die KSV nun auch zu Hause dieses Pech im Abschluss hatte. Sei es drum, nächste Woche sitzt die Nation einmal mehr gespannt vor dem Fernseher, wie sich die Nationalelf wohl gegen San Marino schlägt, während alle Drittligafans einmal mehr kein Spiel ihrer Mannschaft sehen können. Dann ruft einmal mehr der Osten zum Auswärtsspiel. Der CFC aus Karl-Marx-Stadt ist zurzeit in bedauernswert guter Verfassung, neben Torschütze vom Dienst Anton Fink hat nun leider auch Daniel Frahn seinen Killerinstinkt gefunden. Ein hartes Stück Arbeit wartet da auf die Truppe von Markus Anfang. Trotz der drei Unentschieden in Folge steht die KSV in der Tabelle noch äußerst aussichtsreich da, Grund genug, einen Ausflug nach Sachsen zu machen, wo unsere Farben zum ersten Mal im vollständig neuen Chemnitzer Stadion auflaufen dürfen.

 

Blau-weiß-rote Jungs – kämpft und siegt für uns!

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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