22. Oktober 2016, BRITA-Arena, Endstand 0:0

 

Während ein Teil von CCK noch im ICE zwischen Kassel und Frankfurt weilte, ging es für zwei Autoreisende vom Nachtlager in Siegen bereits am Vormittag nach Frankfurt. Hier trafen die U19-Mannschaft der Eintracht und die der Münchner Löwen aufeinander. Die Partie war aber nur bedingt der Grund für den Abstecher nach "Mainhattan", vielmehr interessierte der Ort des Spils: das Riederwaldstadion.

 

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Nachdem das ursprüngliche Stadion am Riederwald im Krieg zerstört wurde und das Gelände anschließend als Trümmerhalde fungierte, wurde das neue Stadion Anfang der 50er Jahre an anderer Stelle neu errichtet. Später wurde die Tribüne um eine für diese Zeit innovative freitragende Spannbeton-Konstruktion ergänzt. Doch mit der Einführung der Bundesliga und den damit verbundenen Veränderungen, zog die Eintracht ins Waldstadion. In der nachfolgenden Zeit wurde das Stadion am Riederwald überwiegend für Leichtathletik genutzt. Das letzte Pflichtspiel fand Ende 1980 statt. Die fehlende Auslastung und die finanzielle Lage der Eintracht führten letztlich zu einem zunehmenden Verfall der Tribüne, so dass 1988 und 1989 das einsturzgefährdete Dach und damit die einst modernste Tribüne Deutschlands zurückgebaut wurden. Seit 2002 dient das Areal dem Trainingszentrum der Eintracht.

 

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Zwischenzeitlich am Bahnhof in Wiesbaden angekommen, wurde vom bahnreisenden Teil erstmal die Bahnhofsschlachterei in Augenschein genommen. Ein Spießbratenbrötchen für 3,30 EUR und ein Brötchen mit gegrillter Mettwurst für 2,50 EUR. Sollte ebenfalls mal jemand das zweifelhafte Vergnügen haben, in Wiesbaden am Bahnhof anzukommen, so empfehlen wir dringend einen Abstecher zur Metzgerei Zeiss. Aber wir waren ja auch zum Fußball da. Im Wellblechtempel namens "BRITA-Arena" war der harte Kern unseres Kollektives dann auch wieder vereint.

 

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Nachdem man sich mit dem deutlichen Sieg gegen die U23 von Werder am vergangenem Samstag auf Platz fünf im Tableau hochgeschraubt hattr, galt es an diesem Spieltag gegen den punktgleichen Tabellennachbarn die Position zu festigen. Die Spiele gegen Wiesbaden sind traditionell keine Selbstgänger. So war der nötige Respekt im Vorfeld angebracht. Neben den 150 Kielern im Gästeblock gab es noch Unterstützung auf der Haupttribüne. Niklas "Jockel" Jakusch und Patrick "Aue" Auracher, Letzterer hat übrigens ausgerechnet am vergangene Woche dem Ersteren einen per Kopf eingeschenkt, nutzten die Gelegenheit und statteten ihrem Ex-Verein Holstein Kiel und zugegebenermaßen auch Ex-Kollegen Manuel Schäffler einen Besuch ab.

 

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Auf dem Rasen, über dessen Zustand keine netten Worte verloren werden können, bestätigte sich die Erfahrung. Nachdem der durchaus gefährliche Luca Schnellbacher sich unter der Woche im Training verletzte, stand schon früh fest, dass Manuel Schäffler bei Fröhling von Anfang an ran durfte. Die ersten Minuten gehörten dann auch den Gastgebern, die es vorzogen, das Spiel der Kieler früh zu stören und damit keinen Spielfluss aufkommen zu lassen. Mit der Zeit schaffte es Holstein immer besser, die Dinge dennoch spielerisch zu lösen. Lewerenz, Fetsch und Drexler sorgten einige Male für Gefahr vor dem Tor von Wehens Elferkiller Kolke. Aber auch die Hausherren zeigten, dass ihr Kader in der Liga sicher in die Top Acht gehört. Das zeigte besonders Mvibudulu, der großen Spaß daran hatte, Holstein einen wenig durcheinander zu wirbeln. Er vergab kurz vor der Pause auch gegen den guten Kronholm.

 

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Nach dem Wiederanpfiff nahmen die Störche das Heft des Handelns in die Hand. Lewerenz vergab die beste Chance dieser Phase und setzte einen Schuss 20 cm neben den Pfosten. Minuten später stellte sich Wiesbadens Kovac besonders unglücklich an und durfte nach zweiter gelber Karte das Feld verlassen. Holstein jetzt natürlich oben auf. Fairerweise sei aber gesagt, dass sich Wiesbaden auch in Unterzahl gut präsentierte und den Weg nach vorne suchte. Torhüter Kolke lenkte bei Holsteins vielleicht bester Chance den Ball noch irgendwie an die Latte. Die Störche waren ein ums andere Mal gefährlich im Sechzehner, aber es wollte kein Tor fallen. Irgendwie typisch für diese Saison. Nach Duisburg gab man das zweite Mal bei einer spielerisch agierenden Mannschaft einen guten Eindruck ab, sodass man gar nicht von einer Auswärtsschwäche sprechen möchte. Bloß die Ergebnisse passen einfach nicht.

 

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Für den schlechten Rasen war dies ein Spiel auf ordentlichem Niveau – gegen eine Mannschaft, die es spielerisch lösen wollte, ist das in dieser dritten Liga schon viel wert. Final bleibt nur der blöde Nachgeschmack, dass hier mehr drin gewesen wäre. Nächste Woche geht's einmal mehr nach Westfalen, dort will Holstein Benno Möhlmanns Heimpremiere mit drei Auswärtspunkten für den Gast gestalten.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

Den Podcast zum Spiel von den Jungs von1912 FM gibt es natürlich ebenfalls. Zu hören wie immer au deren Seite:

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