5. Dezember 2015, Baustelle Steigerwaldstadion, Endstand 1:3

 

Da es ins Land der guten Würste führte, war es doch klare Sache, dass wir es uns nicht nehmen lassen würden, auch dieses Mal wieder eine frische Roster von der Holzkohle zu verköstigen. Aber das gestaltete sich dieses Mal als nicht ganz so einfach. Aufgrund neuer Straßenführungen verpassten wir leider die Landstraße nach Erfurt, die uns sonst immer an der der Wurst Omi, einer älteren Dame, die an der Straße hausgemachte Thüringer Würste vom Grill verkaufte, vorbei führte.

 

Da bis Anpfiff noch ausreichend Zeit vorhanden war, machten wir uns also auf die Suche nach einem adäquaten Ersatz. Wir wollten schon aufgeben, als uns die Idee kam, mal vorm örtlichen Einkaufszentrum zu suchen. Und siehe da – Ronnys Holzkohlegrill hielt neben der leckeren Roster auch noch andere Spezialitäten wie z. B. das Brätle, ein Nacksteak, für uns bereit.

 

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Frisch gestärkt ging es dann auch schon in Richtung Stadion. Genauer gesagt halb Stadion, halb Baustelle. Eine Hintertortribüne sowie die Gegengerade waren bereits durch einen fast fertiggestellten Rohbau ersetzt. Da Erfurt auch weiterhin für andere Veranstaltungen, wie z. B. Leichtathletik als Standort Bestand haben soll, beinhaltet der 50-Millionen-Bau leider kein Heranrücken ans Spielfeld. Die anwesenden 4.985 Zuschauer, davon ca. 150 aus Kiel (oder aus den 80ern?), tummelten sich etwas komprimiert auf den verbliebenen Rängen.

 

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Mittendrin auf der Haupttribüne auch unser neuer Geschäftsführer Sport Uwe Stöver. Zugegeben, so ganz euphorisch blickte man nicht auf die Begegnung. Die letzten Aufeinandertreffen waren auch Holsteiner Sicht nur von geringen Erfolg gekrönt. Der Letzte Sieg in Erfurt lag acht Jahre zurück.

 

Doch zu unserer aller Freude gestaltete sich das Spiel ganz anders als erwartet. Eine erste Überraschung hielt die Aufstellung bereit. Mit Wirlmann, Guder und Hartmann in der Startaufstellung hatte Trainer Karsten Neitzel den Kader ganz schön durcheinander gewürfelt. Der erste Gedanke: geht entweder richtig schief oder stellt sich als Geniestreich heraus.

 

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Bereits nach 52 Sekunden wurde der Mut zur Veränderung belohnt. René Guder zog auf der rechten Seite in den Strafraum und einfach mal ab. Bevor es vor den Meisten überhaupt realisiert wurde, stand es schon 0:1. Holstein ging wesentlich bissiger als zuletzt ins Spiel und kontrollierte dieses. Erfurt fiel wenig ein, um sich den agilen Kielern entgegenzustellen.

 

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Zwar kamen die Gastgeber, nachdem Lewerenz in der 32. Minute nachlegte, noch zu einem Anschlusstreffer nur zwei Minuten später. Allerdings war die Begegnung weiterhin fest in Holsteiner Hand. Das änderte sich auch im zweiten Durchlauf nicht. Erst gegen Ende der Partie konnte Erfurt zumindest in Ansätzen so etwas wie Vorwärtsdrang zeigen. Doch mit dem verwandelten Foulelfmeter von Schäffler in der 84. Minuten waren die Rot-Weißen Hoffnungen auf Punkte dahin.

 

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Eine wirklich schöne Partie war es sicherlich nicht, aber eine stabilisierte Abwehr und eine Reihe gut funktionierender Spielzüge unterhielten zumindest das Kieler Publikum. Und am Ende fragt allerdings keiner nach dem Grad der Attraktivität. Die Mannschaft konnte sich heute wieder für ihren Einsatz belohnen. Und auch den Fans im Gästeblock war die Erleichterung darüber anzumerken, dass man sich in der Tabelle langsam aus der Gefahrenzone entfernt.

 

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Mit diesem befriedigendem Gefühl geht es am nächsten Spieltag nach Mainz. Dort gilt es weitere Punkte einzusacken, um auf einem gemütlichen Tabellenplatz zu überwintern.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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