GAZI-Stadion auf der Waldau, 20. November 2015, Endstand 1:3

 

Freitag, Dauerregen, Derbyniederlage im Rücken und dann quer durch die Republik - frei nach A.N.: Keiner zwingt Euch auswärts zu fahren. Aber genau für solche Abende macht man es dann doch.

 

Ein gut gemeinter Rat vorweg: Steht einer von Euch jemals vor Stuttgart im Stau, neverever, unter gar keinen Umständen über die Stadt ausweichen. Fast zwei (!) Stunden brauchten wir von der Autobahnabfahrt 60 km vor unserem Ziel bis zum Stadion. Bis dahin war lediglich der Dauerregen, der uns ab Nordhessen begleitete der größte Stressfaktor der Fahrt. Verstopfte Umgehungsstraßen, gesperrte Unterführung, Umleitungen ins Nichts und last but not least Stuttgart 21 folgten (selbst Stuttgarter geben zu, dass die Stadt eine verkehrstechnische Hölle ist). Viel Zeit sich mental aufs Spiel vorzubereiten blieb nicht.

 

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Denn erst mit Anpfiff konnte das Stadion betreten werden, bis die Plätze eingenommen waren vergingen fast 10 Minuten (genaue Taschenkontrolle wegen der Anschläge in Paris und Absage von Hannover). Die Wetterlage hatte sich übrigens nicht gebessert. Teile des Rasens am Rande der Unbespielbarkeit, Torraum und Seitenlinien nur noch Schlamm (lediglich ein Viertel des Feldes war wirklich annehmbar). Dementsprechend schwierig gestaltete sich der Spielaufbau. Lange Pässe waren nicht drin, denn der Ball wurde regelmäßig von Wasserlachen gestoppt.

 

Doch im Gegensatz zum vergangenen Wochenende konnte sich Holstein schnell mit den Verhältnissen anfreunden. Nach nur 11. Minuten klingelte es auch schon im Kasten. Und zwar im Gegnerischen. Nach einem Freistoß zimmerte Schnellhardt den Ball an den Innenpfosten. Dieser lenkte die Kugel ab ins Netz – Jubel in blau-weiß-rot.

 

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Holstein hatte vor gut 500 Zuschauern alles im Griff. Auch nach der Pause änderte sich daran nichts. Denn kaum war die Partie wieder in Gange (Holstein Offensive durfte sich jetzt in der Hälfte mit dem guten Viertel bewegen), zappelte der Ball im gegnerischen Netz. Nach einer präzisen Flanke von Kohlmann konnte Lewerenz auf 2:0 erhöhen.

 

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Und dabei sollte es nicht bleiben. In der 74. Minute legte Schmidt mit dem 3:0 nach.

 

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Zwar erzielte der Gastgeber noch einen Anschlusstreffer, aber der Auswärtssieg kam nicht mehr in Gefahr. Am Ende freuten sich rund 70 mitgereiste Kieler zusammen mit der Mannschaft. Und auch wenn es die Derbyniederlage nicht vergessen machte, so konnte sich der Gästeblock über die schöne Geste freuen, die die Mannschaft machte. Heute gingen alle Trikots über den Zaun.

 

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Bleibt zu hoffen, dass dieser positive Trend anhält. Am kommenden Samstag wird sich das gegen die Würzburger Kickers zeigen. Also alle ins Stadion und die Mannschaft dabei unterstützen.

 

Der Test der Maultaschen, die im Stadion angeboten werden, muss leider auf das nächste Mal verschoben werden. Nach Abpfiff gab es zur Enttäuschung eines angereisten Kielers keine mehr. Ganz großes Buuuh! :(

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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