13. Dezember 2014, Enstand 0:2

 

Letztes Heimspiel 2014! Der Freitag vor dem Samstag ließ wettertechnisch schon einmal einiges erwarten, Regen, starker Wind, am Himmel dominierte die Farbe schwarz. Beim Blick aus dem Fenster am Samstag hatte sich das Bild gewandelt. Mit 5 Grad und doch blauen Himmel sollte ein vernünftiger Abschluss des Heimspieljahres gelingen. Bei Holstein fehlte heute Manuel Hartmann, er fiel mit einem Magen-Darm-Virus aus.  An seiner Stelle spielte heute Patrick Auracher zum zweiten Mal von Anfang an für die Kieler Störche.

 

neitzel

 

kegel

 

Trotz des relativ nahen Gastspiels der 1. Mannschaft des BVB im Berliner Olympiastadion fanden sich heute gut 150 schwarz-gelbe im Gästeblock ein, die aktive Szene, welche auch bei günstigen Spielen das Drittligateam unterstützt, natürlich nicht an Bord. Insgesamt waren heute knapp 5000 Zuschauer auf dem Holstein-Platz und die sahen zunächst eine KSV, die das Geschehen in den ersten Minuten des Spiels unter Kontrolle hatte, wirklich gefährlich wurde es vor dem Kasten von Torwart Almerovic aber selten.

 

heidi

 

Die Amateure des BVB machten es hier in der ersten Zeit nicht schlecht, die Räume waren eng, viel Platz ließ man der KSV nicht. Richtig warm wurde es auch den Rängen, hatte man sich nicht Punsch besorgt, nicht wirklich, Holsteins Hereingaben pflückte Dortmunds Torwart meist mühelos herunter. Bei den Gästen bemerkte man die gute Spielanlage schon von der ersten Spielminute an, allerdings strahlte das Team aus dem Ruhrpott eben überhaupt keine Gefahr vor dem Tor der Kieler Störche aus. Dann aber die 37. Spielminute, Dortmund im Vorwärtsgang, verschob das Spiel nach links, Kefkir mit viel Platz und traf aus 20 Metern zum 0:1, Kenneth Kronholm ohne Chance.

Die Bubis vom BVB zogen sich anschließend wieder zurück, Holstein wurde aber auch nicht richtig gefährlich, zu viele Flanken fanden nicht das passende Körperteil des Kieler Mitspielers. Dann war Halbzeit und eigentlich hätten sich hier beide Teams mit einem 0:0 gut abfinden können, die Gäste führten hier durch einen Geistesblitz mit 0:1. Dann ging es weiter, Holstein spielte jetzt übrigens nicht wie sonst in der zweiten Halbzeit auf die Westtribüne, die in der ersten Halbzeit bei nasskalten 4 Grad doch für eine nette Atmosphäre sorgte. In den zweiten 45 Minuten brachte Karsten Neitzel dann Patrick Breitkreuz für Patrick Herrmann, Tim Siedschlag rückte dafür nach hinten rechts auf die Position des Rechtsverteidigers. Die Kieler zeigten sich nun deutlich aktiver, 5 Minuten nach Wiederanpfiff wurde ein Kazior-Schuss erst geblockt, danach verzog Manuel Schäffler einen Volleyschuss, sein Versuch ging 2 Meter über die Latte. Holstein jetzt besser, der BVB kam nicht mehr wirklich aus der eigenen Hälfte heraus, oft spielten die Kieler die Angriffe aber nicht zu Ende, oft war ein schwarz-gelbes Bein den Angriffsbemühungen den Heimteams im Wege.

 

rauch

 

Genau in diese doch recht vielversprechende Phase des Spiels schaffte es der BVB sich einmal zu befreien. Überfallartig ging es nach vorne, Kiel nicht richtig organisiert und obwohl Jordanov von drei Blau-Weiß-Roten bedrängt wurde, schloss er eiskalt zum 0:2 ab. Die Westtribüne ließ sich davon stimmungstechnisch nicht entmutigen und auch Karsten Neitzel wollte noch retten, was zu retten war und brachte Lindner für Auracher. Der Neue wollte dann seiner Mannschaft sofort helfen, betrat den Platz ohne Abnahme des Assistenten und sah folgerichtig eine völlig unnötige gelbe Karte. Nur Sekunden nach Anpfiff brannte es im Dortmunder Sechzehner, doch diesmal schaffte als Patrick Breitkreuz nicht als Joker für ein Tor zu sorgen, sein Kopfball klatschte geräuschvoll an die Latte. Wenige Minuten später dann die größte Chance für Lindner, Kazior hatte ihn angespielt, doch der Stürmer ließ sich zu viel Zeit, sodass die Gelegenheit verpuffte. Das war leider die letzte gefährliche Situation im Dortmunder Strafraum, die KSV verliert 'mal wieder ein Spiel – ein doch ungewohntes Gefühl! Holstein konnte heute keinen großen Druck auf das Gäste ausüben, der junge BVB stand hinten nicht schlecht und machte aus zwei Chancen, zwei Tore, das Glück, das die KSV in den letzten Spielen hatte, war heute auf der Seite der Gäste.

 

bvb

 

kohlmann

 

Im Amateurfußball hätte man vielleicht von einer ausgelassenen Weihnachtsfeier am Vorabend gesprochen. Sicherlich kein Beinbruch, nächste Woche geht es gerade einmal 200 Kilometer nach Rostock zum angeschlagenen FCH. Karten hierfür gibt es NUR im Vorverkauf in Kiel, gesonderte Öffnungszeiten des Fanshops am Stadion zum Kartenkauf gibt’s nächste Woche!

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