22. November 2014, Endstand 1:0

 

Nach dem spielfreien Wochenende wurde es wieder Zeit, dass wieder Spieltag ist. Noch ein bisschen mehr fieberte man dem Anpfiff entgegen. Trotz eher mäßigen Novemberwetters hatten sich 5.800 auf den Weg zum Holsteinplatz gemacht. Davon gut 380 Anhänger aus Duisburg und zwei Busse aus Kopenhagen, die auf Durchreise nach Hamburg waren.

 

Als Kieler hatte man ja bisher nur im DFB-Pokal gegen die Zebras gewinnen können. Und rein nach der Tabellensituation erwartete man aus Kieler Sicht auch keinen haushohen Sieg. Typisches „wenn wir einen Punkt mitnehmen, sind wir zufrieden, Niederlage wäre nicht schlimm, Sieg eigentlich ganz geil."

 

Zu Beginn des Spiel zeigten beide Seiten wirklich nette Choreos - einfach, aber effektvoll.

 

Choreo_Kiel

 

choreo:msv

 

Die zudem gut beflaggte Gästekurve war mal wieder ein Beweis, dass die Dritte Liga mit ihrer großen Anzahl an Traditionsklubs richtig Spaß bringt. Auf dem Platz sah es zunächst dagegen nicht nach Spaß aus. Insbesondere in der ersten Hälfte glänzten die Highlights mit Abwesenheit. Weder die Störche noch die Zebras konnten sich zwingende Chancen erspielen. Dabei fehlte es den Mannschaften nicht einmal am nötigen Willen.

 

kazior

 

Das setzte sich in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit fort. Auf beiden Seiten gab es nur selten ernsthafte Torschüsse. Gut eine Viertelstunde vor Schluss - das Wetter zeigte sich mit kaltem Regen inzwischen ebenfalls wenig attraktiv - hatte sich jeder schon mit dem 0:0 auf der Anzeigetafel angefreundet. Nur die Mannschaften auf dem Platz nicht. So versuchten zunächst die Duisburger den Spielstand entscheidend zu verändern, scheiterten jedoch doch an sich selbst und der beständig sicheren Abwehr der Kieler. Davon inspiriert packten dann in den letzten Minuten die Störche die Brechstange aus.

 

breite

 

Einige Male segelte der Ball im gegnerischen Strafraum an Kieler Köpfen und Füßen vorbei bis Breitkreutz nach einer Flanke von Siedschlag seinen Schädel genau richtig hin. Die Folge: Kollektives Ausrasten auf den Heimrängen. Und auch nach Aussagen einiger Duisburger verdient, da bis zum Ende bissig.

 

jubel

 

Wer allerdings dachte, dass danach nichts mehr passieren sollte, wurde getäuscht – kurz vorm Abpfiff nochmal eine Schrecksekunde: Duisburg zimmerte den Ball nochmal ins Lattenkreuz und wurde danach aus der Gefahrenzone befördert. Der darauf folgende Konter konnte von den Kielern nicht mehr verwertet werden. Egal. Wenig später folgte der Abpfiff. Drei Punkte im Sack.

 

Und beim Blick auf die Tabelle stellte man fest: Endlich geht es wieder voran. Gleich vier Plätze, hoch auf den siebten – und Holstein mit der konstanten Serie von inzwischen 9 Spielen ohne Niederlage. So bringt das Wochenende Spaß und die Vorfreude auf Reutlingen, wo die Stuttgarter Kickers am nächsten Sonnabend warten, steigt nochmal.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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