23. November 2013, Endstand 1:1

 

Holstein gegen Chemnitz – man könnte fast sagen ein Klassiker der alten Regionalliga Nord. Dann aber trennten sich die Wege, der CFC schaffte den Sprung trotz einer Heimniederlage gegen die Störche in die bundesweite Spielklasse, Holstein blieb viertklassig.

Heute versprach das Spiel dank der Tabellenkonstellation nicht gerade ein Fußballleckerbissen zu werden, ganz im Gegensatz zum Prematchlunch, welcher heute einmal in Form von Burgern, Pommes und Chips zu sich genommen wurde und durchaus mundete!

 

burger

 

spenden

 

Danach noch ein paar Euros für die Spendensammlung des Fanprojektes für die Philippinen von Olaf Lohse (Tolle Aktion!) und ab auf die Ränge, die sich heute mit 4.300 Zuschauern eher mäßig füllten. Die KSV mit einigen Ausfällen, neben den bekannten Langzeitverletzten fehlten auch Rafael Kazior und der gesperrte Patrick Herrmann. Zwischen den Pfosten heute Niklas Jakusch, der für den Rest des Jahres die Bälle halten sollten. Nach einem soliden Intro im Gästeblock der 150 Chemnitzer mit kleinem Grammatikfehler und einigen Bananen in Block L sollte sich die Aufmerksamkeit aber auf den grünen Rasen verlagern, wo es sofort munter hin und her ging.

 

west

 

chemnitz

 

Erst verpasste Chemnitz' Semmer nach einem Pass von Neuzugang Garbuschewski den Ball, danach setzte sich Patrick Breitkreuz am Chemnitzer Strafraum nach einem Gästeschnitzer durch, konnte aber dank Rückenlage den Ball nur über das Chemnitzer Tor befördern.

Holstein attackierte die Himmelblauen nun früh, oft genug musste Keeper Pentke als letzte Lösung herhalten und drosch den Ball in letzter Not vom Chemnitzer Tor weg. Die Kieler Fans am Anfang noch leiser, wurde es nun stellenweise richtig laut, jeder hoffte doch wieder an einen dreifachen Punktgewinn gegen den Tabellennachbarn aus Chemnitz. Etwas über zwanzig Minuten waren dann gespielt, als Marcel Schied, heute von Anfang an, mithilfe von Heider und Sykora gut in Szene gesetzt wurde, doch leider laut dem Schiedsrichter Team um den Bremer Jablonski auch im Abseits stand. 120 Sekunden später konnte der Chemnitzer Pfosten wohl noch den Luftzug des Balles spüren, Absender Fiete Sykora setzte den Ball aber hauchdünn neben das Gästetor. Chemnitz trotz guter individueller Klasse wie zum Beispiel von Ronny Garbuschewski erschreckend schwach und mit kaum guten Aktionen. Die einzige nennenwerte Chance in der ersten Halbzeit dann wiederum über gerade genannten Spieler, doch Semmer konnte die Vorlage des Ex-Düsseldorfers nicht nutzen. Die restliche Zeit gehörte dann den Gästen, erst verpasste Fink knapp das Tor, dann konnte Jakusch einen Garbuschewski-Freistoß nur abklatschen lassen. Nach dem Seitenwechsel Holstein weiter mit Zug zum Tor, meistens endeten die Bemühungen aber bei abgeblockten Torschüssen und auch aus den Standards wurde nicht allzuviel gemacht, im Kopf blieben da vor allem Siedschlags hüfthohe Ecken, die natürlich eher selten für Gefahr sorgten. Bis zur 65. Minute sollte sich das für die Kieler auch nicht rächen, dann schnappte sich Maik Kegel die Kugel, narrte Marcel Gebers gleich zweimal und ließ Niklas Jakusch aus 20 Metern keine Chance. Symptomathisch für die letzten Spiele möchte der aufmerksame Holstein-Fan meinen. Doch der Pessimismus sollte gerade einmal acht Minuten halten: Kapitän Danneberg zog aus 20 Metern ab, der abgeblockte Ball landetet beim hochgestiegenen Fiete Sykora, der Pentke keine Chance ließ.

 

fiete

 

Nach einer doch sehr stillen Phase auf den Rängen schallten die Gesänge nun wieder sehr laut über den Holstein-Platz und auch auf dem Rasen behielt Kiel weiter die Oberhand. Der CFC schien mit dem Punkt zufrieden zu sein und organisierte sich zeitweise als Sechserkette vor dem eigenen Tor. Die beste Chance dieser letzten Drangphase sollte Marcel Gebers haben, der (und wohl jeder Holstein-Fan dankte ihm dafür) es endlich einmal aus der zweiten Reihe versuchte und Pentke zu einer Glanztat zwang. Danach war Schluss und mal wieder waren es zwei Punkte zu wenig gegen einen Gegner, der weit weniger entgegenzusetzen hatte als andere Teams im heimischen Stadion der letzten Wochen. Unschöner Höhepunkt auf Fanseite waren aber verhängte Aufenthaltsverbote gegen Mitglieder der Fanszene ohne ein eventuelles Stadionverbot durch die Polizei, da möchte man natürlich erstens mehr über die Rechtsgrundlage erfahren, zum anderen auch einmal gerne wissen, ob die zuständigen Behörden denn wirklich noch Sinn für die Realität und das Wesentliche in ihrem Beruf haben.

 

uther

 

P.S. Einer war dann aber doch wieder dabei: Herzlich Willkommen zurück, Uther!

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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