Holstein gegen Heidenheim, eigentlich das leichteste Spiel der Saison, jedenfalls hörte man diese Festellung doch einige Male in der letzten Woche. Doch leider sollte diese Leichtigkeit wieder einmal nicht zu drei Punkten führen, doch der Reihe nach. Schließlich war diese Leichtigkeit gerade in den ersten Minuten dennoch zu spüren, keine Spur von fehlendem Selbstvertrauen, Holstein sofort mit großem Druck nach vorne, nach 10 Minuten zeigte die Anzeigetafel bereits ein Eckenverhältnis von 4:0. Viel machte man aber nicht aus den Standardsituationen, hatte Heidenheim zu diesem Zeitpunkt aber im Griff. Nach 10 Minuten war es dann Manuel Hartmann, dessen Kopfball nur knapp das Tor verfehlte. Vom Tabellenführer aus Süddeutschland war bisher nicht viel zu sehen, einzig die gut 80 mitgereisten Gästefans brachten vor dem Anpfiff etwas Farbe ins Spiel.

 

 

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Nach gut einer Viertelstunde kam das Spielgerät dann zum Dänen Casper Johansen, sein strammer Schuss wurde von der Heidenheimer Abwehr geblockt. Die Kulisse war nun auch vorhanden, die Stimmung während des ganzen Spieles wirklich ansprechend, auch wenn die Störche nicht immer spielerisch überzeugen konnten. Heidenheim fiel in der Folgezeit eigentlich nur noch durch Distanzschüsse auf, kein Wunder, dass Gästetrainer Frank Schmidt zweimal wechselte, unter anderem kam ein gewisser Smail Morabit ins Spiel, ausgeliehen von Neitzels Ex-Club VfL Bochum. Viel sollten die Neuen aber nicht mehr bewirken bis zum Pausenpfiff.

Zuvor war es erst einmal die 39. Minute, in der Kapitän Marc Schnatterer Maximilian Riedmüller nicht ernsthaft prüfen konnte. Ein paar Minuten später hielt dann der Großteil der 5.000 Zuschauer den Atem an als der Ball einmal quer durch den Gästefünfer flog, leider an Freund und Feind vorbei. Die letzte Chance hatte aber wieder der Heidenheimer Kapitän, wieder einmal kam Schnatterer an den Ball, tankte sich durch das komplette KSV-Mittelfeld und zog ab – knapp vorbei. So fragte sich der ein oder andere nach dem ersten Durchgang schon, warum der Gast heute als Tabellenführer an die Förde gereist kam. Nach Wiederanpfiff durch die souveräne Spielleiterin Bibiana Steinhaus, manche hörten bereits „Bibi! Bibi!“ Sprechchöre vor dem Anpfiff aus Block J, neutralisierten sich die Teams über weite Strecken, Angriffe wurden nicht richtig zu Ende gespielt, die Defensiven standen sicher, letzteres war aber eben auch nie Problem der KSV-Elf.

 

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In der 57. Minute dann der Pass zu Morabit und der zog aus 19 Metern einfach mal ab, keine Chance für Riedmüller im Tor der KSV. Böse Zungen würden meinen, anders hätte in diesem Spiel auch kein Tor fallen können.

 

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Karsten Neitzel regierte prompt und brachte Fiete Sykora für Marcel Gebers. Dennoch Holstein nicht wirklich zwingend, die neue Taktik ermöglicht den Rot-Blauen so einige Räume im Offensiv-Spiel. Kurz danach brachte Holsteins Coach dann eine weitere Offensivkraft, George Kelbel kam zu seinem zweiten Einsatz und hatte 120 Sekunden später gleich die Möglichkeit zum Ausgleich, doch sein Schuss mit dem Rücken zum Tor ging knapp vorbei. Doch auch der andere „Neue“ konnte einige Akzente setzen, Sykoras zwei Möglichkeiten gingen aber knapp am Tor vorbei. Auch die Westtribüne und Block J gab nochmal alles, trotz Rückstand wurde es noch einmal brachial laut. Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit löste man den Defensivverband völlig auf, Manuel Hartmann ging, für ihn kam Marcel Schied. Trotz seinem wuseligen Spiel ging nicht mehr viel, zum einen spielte die KSV nicht konsequent zu Ende, zum anderen machte Erol Sabanov mit der tickenden Uhr was er wollte und zog so den Unmut des Publikums auf sich. Das änderte aber leider auch nichts mehr an der Niederlage der Kieler. Mittlerweile muss man eingestehen, dass Heidenheim heute nicht das bessere, sondern das angezocktere Team war, sicherlich eine Situation, welche der gemeine Kieler aus der vergangenen Saison noch gut kennt. Nächste Woche trifft man dann als 14. auf den 15. der 3. Liga. Auch wenn man überhaupt nicht von einem richtungsweisenden Spiel reden möchte, ein Dreier in Regensburg beim SSV Jahn wäre für den reisefreudigen Kieler endlich mal wieder Balsam für die Seele.

 

Alle Bilder in der Galerie.

P.S.: Viel Glück an Steffi und Thorsten für die Zukunft von der CCK.

 

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