Jahnstadion, 9. November 2013, Endstand 1:0

Viele verbinden mit mit dem Auswärtsspiel in Regensburg vor allem eines: Das Holstein Drittligadebüt auf bundesweiter Ebene im Jahr 2009. Der Sport- und Schwimmverein Jahn 2000 Regensburg der bereits vor seiner Abspaltung vom TB Jahn Regensburg zur Jahrtausendwende eine bewegte Geschichte vorweisen kann, hat sich seitdem als solide Drittligamannschaft etabliert. Sogar eine Spielzeit in der zweiten Bundesliga, bei der auch Kiels ehemaliger Publikumsliebling Francky Sembolo groß aufspielen durfte, kann der Jahn für sich verbuchen. Jedoch stieg man mit nur 19 Punkten direkt wieder ab und so trifft man sich in dieser Saison in der Dritten Liga wieder. Ein bisschen verändert hat sich die Heimspielstätte in den letzten Jahren, auf der dem Gästeblock gegenüberliegenden Seite befindet sich nun eine zweistöckige Stahlrohrtribüne, wodurch das „Senf-und-Saucen-Stadion" (diesen Namen verdankt man dem Hauptsponsor, der von der Anzeigetafel her verkündet „Esst mehr Senf") ein wenig wie ein lustiges Sammelsurium daherkommt. Die Ultrà-Fraktion der Regensburger hat aber ihren traditionellen Standort beibehalten und auch der Gästeblock ist nicht umgezogen.

 

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Da man bei Bewährten bleiben soll, geht es direkt nach Ankunft am Regensburger Bahnhof zur Brauerei Bischofshof unmittelbar hinter dem Gästeblock des Jahnstadions. Und natürlich werden wir nicht enttäuscht. Zünftige bayrische Speisen zu mehr als annehmbaren Preisen. Dafür hat sich das frühe Aufstehen gelohnt. Während vermutlich die letzten Braunschweiger aus Hannover verfrachtet wurden, hatte man sich bereits kurz vor vier am Kieler Bahnhof eingefunden. Nicht nur angesichts der ausreichenden Zeit für das ausgezeichnete Pre-Match-Dinner eine gute Idee. Denn zum Unglück der einen ICE später reisende Gruppe aus Kiel, muss dieser kurz nach verlassen Hamburgs bereits den Weg zurück in die Hansestadt antreten. Beschädigungen an den Oberleitungen zwischen Hamburg und Hannover verursachen eine Umleitung des Zuges, die sich auf eine Verspätung von gut 120 Minuten ausweitet. Dass einige der Reisenden Ihren Weg nach Bayern nach halber Strecke abbrechen ist ihnen nicht zu verdenken. Andere jedoch scheuen weder Kosten noch Mühen und nehmen die letzten 113 Kilometer von Nürnberg mit dem Taxi in Angriff. Und tatsächlich verpassen sie nur 20 Minuten der Begegnung. Ein weiterer Teil darf sich dann zumindest noch die gesamte zweite Hälfte gönnen.

Holstein gegen Heidenheim, eigentlich das leichteste Spiel der Saison, jedenfalls hörte man diese Festellung doch einige Male in der letzten Woche. Doch leider sollte diese Leichtigkeit wieder einmal nicht zu drei Punkten führen, doch der Reihe nach. Schließlich war diese Leichtigkeit gerade in den ersten Minuten dennoch zu spüren, keine Spur von fehlendem Selbstvertrauen, Holstein sofort mit großem Druck nach vorne, nach 10 Minuten zeigte die Anzeigetafel bereits ein Eckenverhältnis von 4:0. Viel machte man aber nicht aus den Standardsituationen, hatte Heidenheim zu diesem Zeitpunkt aber im Griff. Nach 10 Minuten war es dann Manuel Hartmann, dessen Kopfball nur knapp das Tor verfehlte. Vom Tabellenführer aus Süddeutschland war bisher nicht viel zu sehen, einzig die gut 80 mitgereisten Gästefans brachten vor dem Anpfiff etwas Farbe ins Spiel.

 

 

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Nach gut einer Viertelstunde kam das Spielgerät dann zum Dänen Casper Johansen, sein strammer Schuss wurde von der Heidenheimer Abwehr geblockt. Die Kulisse war nun auch vorhanden, die Stimmung während des ganzen Spieles wirklich ansprechend, auch wenn die Störche nicht immer spielerisch überzeugen konnten. Heidenheim fiel in der Folgezeit eigentlich nur noch durch Distanzschüsse auf, kein Wunder, dass Gästetrainer Frank Schmidt zweimal wechselte, unter anderem kam ein gewisser Smail Morabit ins Spiel, ausgeliehen von Neitzels Ex-Club VfL Bochum. Viel sollten die Neuen aber nicht mehr bewirken bis zum Pausenpfiff.

Alpenbauer Sportpark, 25. Oktober 2013, Endstand

 

An dieser Stelle könnte man wieder anfangen über die fanunfreundlichen Ansetzungen des DFB zu lamentieren. Aber lassen wir das. Es ist Freitagabend und Kiel spielt auswärts im Süden der Republik. Genauer gesagt in Bayern. Noch genauer gesagt geht es per Auto, per Bahn oder sogar per Flugzeug in die beschauliche oberbayerische Gemeinde Unterhaching. Und obwohl man es hier südlich von München nur auf ein Zehntel der Einwohnerzahl Kiels bringt und den letzten Teil der Reise per S-Bahn hinter sich bringen muss, befindet man sich nicht im fußballerischen Niemandsland.

 

Flugticket

 

Immerhin wurde hier im Tor zur Alpenwelt in der Saison 1999/2000 und 2001/2002 Bundesligafußball gespielt. In diesem Zuge wurde der einst auf der Ostseite befindliche Graswall durch eine überdachte Sitzplatztribüne errichtet. Das inzwischen 15.001 Zuschauer fassende Stadion ist zwar lange nicht so imposant wie zum Beispiel das Ellenfeldstadion in Neuenkirchen, erinnert in seiner Erscheinung aber ebenso an die damalige Bundesligazeit. Seit dem Abstieg wurde im Stadion lediglich Bestandspflege betrieben. Geld für Modernisierungen fehlt. Da kann man nur hoffen, dass die Glühlampen der hiesigen Anzeigetafel noch etwas durchhalten. Von eingefleischten Unterhachingern erfährt man nämlich, dass es keine Ersatzglühlampen mehr gibt. Im Sportpark ist die Spielvereinigung jedoch erst seit 1992 zu Hause. Vorher spielte der 1925 gegründete Verein im Stadion an der Grünau, das heute noch von den Nachwuchsmannschaften Unterhachings genutzt wird.

19. Oktober 2013, Endstand 1:1

 

Holstein Kiel gegen VfL Osnabrück, mit diesem Duell verband man in der jüngeren Vergangenheit wohl die beiden Spiele der letzten Kieler Drittligasaison, wo es auf den Rängen doch ziemlich „heiß“ herging. Heute waren die Vorzeichen doch eher sportlich geprägt, die KSV trotz guter Spiele immer öfter ohne Ertrag, doch immerhin mit einem Punkt aus Kropp und dem Finaleinzug im Landespokal im Rücken, der VfL grüßte dagegen vom oberen Tabellendrittel und das trotz finanzieller Verschlankung und eher unbekannten Neuzugängen. Der Tabellenplatz spiegelte sich dann auch gleich auf dem Platz wieder. Osnabrück nach viel Rauch und ein bisschen Pyro und gut gefülltem Gästeblock bereits in den ersten Minuten sehr druckvoll und ballsicher.

 

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Kiel war hinten zwar durchaus sicher, dennoch konnte man sehen, warum die lila-weißen sich bisher so erfolgreich schlugen. Diese Situation sollte sich auch ziemlich schnell auf der Anzeigetafel widerspiegeln. 400 Sekunden nach dem Anpfiff von FIFA-Schiedsrichter Marco Fritz, Hohnstedt mit einer Flanke in den Strafraum, findet dem agilen Testroet, der Riedmüller aus kurzer Distanz keine Chance lässt. Erste Chance, erstes Gegentor, glücklicherweise fing sich die KSV in der Folgezeit, sodass einem ein Déjà Vu vom Spiel gegen Erfurt erspart blieb. Doch zu oft bissen sich die Kieler im Gästestrafraum fest, die beste Chance sollte Patrick Breitkreutz nicht nutzen können. Insgesamt schlichen sich jedoch hier und da ein paar Ungenauigkeiten in das Kieler Spiel ein. Nach 25 Minuten musste Riedmüller zum ersten Mal richtig eingreifen, einen Distanzschuss von Osnabrücks Torjäger Nagy konnte der Neuzugang zwischen den Pfosten geradeso zur Ecke entschärfen.

Stadion an der Norderstraße, 12. Oktober 2013, Endstand 1:3

 

An das letzte Pokalspiel in Kropp hatte man ja nicht die besten Erinnerungen und dazu kam dieses Mal auch noch ziemlich garstiges Wetter. Das erste wirklich herbstliche Wochenende, da tat es gut erstmal ein wenig im Vereinsheim zu warten und beste Versorgung zu genießen, sowohl vom Tortenbuffet, als auch vom Grill. CCK <3 Landespokal!

 

Nacken

 

Doch irgendwann musste man ja vor die Tür. Nach einem Pyro-Intro sollte es soweit sein: Zeit für die Revanche, wie es die Gastgeber bereits angekündigt hatten.

 

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Und das es wirklich eine Revanche werden sollte, war relativ schnell klar, war der Unterschied zwischen beiden Teams doch diesmal relativ deutlich. Aber kein blindes Anrennen der Störche, sondern ganz abgeklärte Spielweise, bei der vor allem Rafael Kazior immer wieder ins Abwehrzentrum der Kropper hineinstach.

 
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