Weserstadion Platz 11, 28. Oktober 2012, Endstand 1:3

 

Auch wenn Holstein natürlich das beste Team der Welt ist, kann man die Spiele, nach denen man noch einige Stunden später so geflasht ist, doch eher an einer Hand abzählen. An negative Erlebnisse erinnert man sich naturgemäß doch immer etwas länger.

 

platz11

 


Und so kam einem beim Betreten von Platz 11 am Bremer Weserstadion unweigerlich die üble 1:6-Klatsche aus der Drittligasaison ins Gedächtnis zurück. Ein grausames Spiel, ein gebrauchter Tag und eine undurchschaubare Taktik des damaligen Trainers. Zum Glück ist der Übungsleiter aber nicht mehr ein C. Wück und Holstein schlägt sich in dieser Saison doch besser als zu Drittligazeiten. Trotzdem konnte man sich doch ein paar Gedanken machen, wie die Störche mit der Bremer Bundesligareserve um Füllkrug (der Tages zuvor noch in Fürth auf dem Platz stand - naja, Talente müssen ja gefördert werden), Trinks und Kroos zurechtkommen würden. Auch wenn es noch früh in der Saison ist, sollte das Spiel eine gewisse Weichenstellung in sich bergen.


In Zeugnissen würde dieser Satz zwar nicht gutes bedeuten, aber: Holstein von Anfang an bemüht, alledings konnte auch die Zweite der Bremer von Anfang an ein technisch sehr gutes Spiel bieten und hatte erstmal mehr Ballbesitz. Dann neutralisierten sich beide Teams zunächst etwas, Werder fiel nach dem Beginn erstmal durch einige gelbe Karten auf, was in der zweiten Hälfte noch von Bedeutung werden sollte. In der 20. Minute war es dann Marcel Schied, der einen abgewerten Hebler Schuss aus gut 15 Metern versenkte. Beide Mannschaften danach mit schnellem, druckvollem Spiel, Zwingendes sprang allerdings nur selten heraus, auch der sonst überragende Bremer Niclas Füllkrug wusste selten zu überzeugen. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff konnten die über 200 mitgereisten Kieler ein zweites Mal jubeln.

 

 

blockjubel


Casper Johansen zeigte mit einem Tor aus spitzem Winkel einmal mehr, wie wichtig er für das Team geworden ist. Fünf Minuten später konnte die Gäste Abwehr einen präzisen Freistoß einmal nicht klären, Profileihgabe Affolter verkürzte zum 1:2, Jensen machtlos. Mit Johannes Wurtz fand die Kartenflut auf Bremer Seite dann ein erstes Opfer, nach 65. Minuten durfte er den Platz verlassen. Bremen nun allerdings wie befreit, Holstein nahezu nur noch in der eigenen Hälfte, lediglich Amando Aust hatte noch eine eine gute Chance auf dem Fuß. Kurz vor Schluss konnte Holstein das offensive Spiel der Mannschaft von der Weser allerdings doch noch ausnutzen, Schied umspielte Werders Keeper Strebinger, genoß die restliche Meter und schob zum 1:3 ein. Abpfiff, Jubel und ein dickes Ausrufezeichen an einem wunderschönen Tag.

jubel1

Weiter geht es jetzt erstmal gegen Meppen (H) und Oberneuland (A), gegen die die Serie von sieben Spielen oder Niederlage hoffentlich ausgebaut wird.
Alle Bilder in der Galerie.

 

 

 


 

 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok