B-Platz Stadion am Osterfeld, 21. Oktober 2012, Endstand 1:1

 

"Das Problem an dem System ist das System." (Hgicht)

 

"Aufgrund der Verbindung erreichen sie nicht ihre Verbindung." (Stadionsprecher Goslar)

 

Gut, insgesamt gibt es sicher schlimmere Orte als Goslar um ein wenig festzuhängen. Milde Temperaturen, lokal gebrautes Bier, neuer Ground und dazu noch ein Stadion mit Bergpanorama – das war fast schon ein wenig Europapokal mit Holstein.

 

goslar

brauerei

 

Das war nicht nur unser Eindruck, konnte man doch auch schon einen Tag vor dem Spiel die Farben blau-weiß-rot gut im Stadtbild erkennen, ja sogar der höchste Berg Norddeutschlands wurde von Teilen der Elite unter den Holsteinfans bezwungen. Am Sonntag selbst dann trudelten dann nach und nach weitere Kieler Schlachtenbummler am Goslarer Brauhaus, das Tags zuvor bereits ausgiebig von der CCK getestet wurde, ein. Ein absolutes Highlight in der sonst so provinziellen Liga und der Vorspann in der Stadt machte schon mal richtig Laune auf den Hauptfilm im Stadion.

Der noch sehr neue Bau mit seiner kleinen, überdachten Haupttribüne lebt natürlich von seiner Lage direkt unterhalb des Rammelsberg, aber mag auch ansonsten gefallen, ein reines Fußballstadion mit genug Stehbereichen und der richtigen Kapazität für einen Verein dieser Größe.

 

stadion

stadion

 

Positiv auch die Preise bei der Verpflegung (Bier für 2 Euro), sowie geschmacklich die Currywurst aus dem Becher (da fühlt man sich dann als Kieler gleich wohl), die es aber leider nur für die Kieler gab, die sich fürs Sitzen entschieden hatten.

 

currywurst

 

Alle, die lieber stehen wollten gingen aber auch nicht leer aus: Der Eintritt dazu wurde mal wieder großzügig von der Mannschaft übernommen und dieser Einladung in die 1000jährige Stadt folgten dann auch immerhin über 200 Bus-, Auto und Zugfahrer. Rekordmarke für den Goslarer Away-Sektor...

 

away

 

...aber eigentlich etwas enttäuschend, vermisste man doch so einige bekannte Gesichter und auch den Support hat man diese Saison schon besser gesehen und gehört. Naja, jedes Mal Spitzenleitung kann man ja auch nicht vom Team erwarten. Und auch an diesem Sonntag sollte man als Kieler mal wieder auf eine harte Probe gestellt werden. So musste man zur Halbzeit eine 1:0-Führung für das Heimteam verdauen, welches in den gesamten 45 Minuten auch wirklich nur eine gute Chance hatte. Klar hatte das Team aus dem Nordharz keineswegs Beton angerührt wie viele Ligakonkurrenten, doch hätte das umgekehrte Ergebnis eher dem Spielverlauf entsprochen. Alleine der derzeit in Höchstform spielende Andy Hebler prüfte zweimal die Qualität der Goslarer Tore, nicht aber die des Netzes. Stattdessen konnte Aust in der 39. Minute eine lange Flanke nicht abwehren sondern nur auf Moslehe verlängern, der ließ Müller stehen und Jensen unglücklich aussehen und netzte trocken ein. Hoffnung und anschließend Grund zum Jubeln gab es dann direkt nach direkt nach Wiederanpfiff: Moslehes Fuß hatte Marc Heiders Gesicht getroffen und das Ganze knapp innerhalb des Strafraums. Den fälligen Strafstoß verwandelte Hebler cool zum Ausgleich.

 

herrmann

hebler

 

Leider konnte Holstein den Turbo anschließend nicht wirklich starten, auch deshalb weil mit zunehmender Spieldauer das Heimteam nur noch gelegentlich konterte und sich ansonsten mit zwei Viererketten hinten einnistete. Die größte Chance zu Führung vergab noch Casper Johansen in der 57. Minute nach schöner Flanke von Marcel Schied, leider kam der Volleyschuss des Dänen direkt auf den Goslarer Keeper Lauenstein. Ansonsten fand Kiel nur selten Möglichkeiten den Abwehrriegel des GSC zu knacken, ein wenig Bewegung brachte noch die Einwechslung von Fiete Sykora, der allerdings auch ohne erfolgreichen Torabschluss blieb. So bleibt das Fazit eines abseits des Platzes wunderbaren Wochenendes doch eher sehr durchwachsen – vielleicht wird es ja auf dem (Neben)Platz (des Weserstadions) am nächsten Sonntag besser.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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