Marschwegstadion, 9. September 2012, Endstand 1:0

 

Eigentlich war die von Marc Heider umgekickte Bank schon der beste Kommentar zum Spiel in Oldenburg. Ein Spiel das passieren kann, aber auch ein Spiel, von denen es nicht zu viele geben darf, wenn man am Ende Meister werden will.

 

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Ein Spiel das sowohl Spieler als auch Fans einigermaßen frustriert zurücklässt. Und das obwohl man vor der Partie noch bester Laune war: Duell zwischen zwei Traditionsvereinen bei bestem Sommerwetter vor gut 3.000 Zuschauern stand auf dem Plan, das ganze schon vorm Stadion in ziemlich entspannter Atmosphäre - die alten Kontakte machten es möglich. Auch Polizei war gut drauf (und das obwohl Lieblings-SKB Wernie es lieber vorzog, die Laufschuhe anzuziehen, statt mal seine Fans zu begleiten), dass Holstein-Spiele im allgemeinen Sicherheitsspiele sind, war an diesem Tag mal nicht zu merken. So war die Stimmung sowohl im Heimbereich auf der Gegengerade, als auch im Gästebereich zu Beginn prächtig.

Bruno-Plache-Stadion, 2. September 2012, Endstand 5:1

 

Neben dem Stadtderby am Nachmittag bot sich unserer Reisegruppe auch noch die Möglichkeit die Holstein Woman ein wenig away zu supporten. Da der Gegner Lokomotive hieß und der Spielort somit das Bruno-Plache-Stadion sein sollte, machte man sich also um 4.15 Uhr auf Richtung Sachsen. Da die Autobahnen wirklich komplett frei waren, musste man nicht einmal rasen, um keine 4 1/2 Stunden später in Leipzig-Probstheida in Sichtweite des Völkerschlachtdenkmals einen selbstgeführten Stadionrundgang zu machen.

 

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Und der lohnt sich in der Heimspielstätte von Lok Leipzig wirklich - immerhin blickt das Stadion auf eine 90-jährige Geschichte züruck und ist durch seinen weitestgehend unverbauten Zustand ein sehens- und erhaltenswertes Beipiel für Stadionarchitektur der Zwischenweltkriegszeit.

1. September 2012, Endstand 5:0

 

Nach dem deutlichen Auswärtssieg in Neumünster wollte Holstein im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Cloppenburg auch spielerisch überzeugen. Doch zunächst das gleiche Bild, die Kieler optisch überlegen, doch selten durchschlagskräftig und mit klaren Chancen. Nach gut einer Viertelstunde prallte ein Schied-Torschuss noch von der Lattenunterkante wieder ins Spielfeld zurück, in der 27. Minute war es dann Holsteins Dänenbomber Casper Johansen, der mit einem platzierten Schuss aus ungefähr aus 12 Metern sich endlich mal ein Erfolgserlebnis bescherte.

 

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Nach weiteren guten Chancen war es dann kurz vor der Halbzeit der immer aktive Lindner, der den Ball zur beruhigenden Pausenführung einschieben konnte.

 

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Im Anschluss an den Seitenwechsel das gleiche Bild, Holstein vor über 3100 Zuschauern weiter tonangebend, allerdings dauerte es eine Weile bis Siedschlag die erste Großchance vergab. In der 57. Spielminute war es dann der starke Toksöz, der Marcel Schied per Steilpass bediente, dieser lupfte elegant über den Gästekeeper.

 

VfR-Stadion an der Geerdtsstraße/Grümmi Arena, 26. August 2012, Endstand 1:4

 

Nach dem Pokalaus in Kropp stand das Landesderby beim VFR Neumünster an, die noch ungeschlagen von oberen Tabellenregionen grüßten. Einige ließen es sich nicht nehmen, ihre Ankündigung einer Anreise per Fahrrad Taten folgen zu lassen, sodass man zwei Stunden vorher auf zwei Rädern die Geerdtsstraße erreichte. Respekt!

 

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Nach einer sehenswerten Choreo des Kieler Anhangs Holstein spielbestimmend, ohne jedoch zu großen Torchancen zu kommen.

 

 

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Neumünster gegen Kiel in der Regionalliga – ein Duell, das es zuletzt in der Saison 2003/04 gab, nur mit etwas anderen Vorzeichen, als an diesem Sonntag. (Am Ende bitte die FanInfos beachten!)

Denn vor neun Jahren war der VfR eher überraschend aufgestiegen, nachdem auf eine 1:2-Heimniederlage gegen Kickers Emden auswärts ein sensationeller 3:2-Sieg folgte. Allerdings stieß der Verein in der damals noch dritthöchsten Spielklasse sehr schnell an seine Grenzen, als Tabellenletzter stieg der VfR wieder ab, hatte Schulden angehäuft und musste infolge dessen 2005 Insolvenz anmelden, die erst nach 1 ½ Jahren wieder zurückgezogen werden konnte.
Trotz der zurückgezogenen Insolvenz hielt sich der 1910 gegründete Traditionsverein, der sich 1963/64 sogar international mit Djurgårdens IF, Rapid Wien und PSV Eindhoven messen durfte, wie bereits in den 1980ern finanziell mehr schlecht als recht über Wasser, Zuschauermassen blieben dem Stadion an der Geerdtsstraße fern. Der VfR galt nicht mehr wirklich als ein positives Aushängeschild der Stadt.

 

 

 
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