21. August 2010, Endstand 3:2

 

Mission "AUF IN GUTE ZEITEN", Spieltag 2: Schöne Choreo und guter Support von der West, packendes Spiel unserer KSV und am Ende ein absolut verdienter Sieg.

 

jubel für timmer

 

Neuanfang - jetzt also auch zuhause. Und man hat tatsächlich den Eindruck, dass es der Verein diesmal ernst meint. Neues Motto, welches hoffentlich nicht nur eine leere Worthülse bleibt; neue Homepage, die alles in allem sehr gefallen mag, pünktlich zum Spiel online; Kinderbetreuung und verbilligte Familienangebote. Das ist schon mal ganz positiv. Einlasscanner sind einigermaßen egal bis sinnlos, aber groß aufregen braucht man sich jetzt auch nicht. Da finde ich es persönlich schlimmer, dass ich zum wiederholten Male ein Bier statt eines Alsters bekomme und deshalb wieder zum Bierstand zurücklatschen muss. Auf jeden Fall ist einiges anders - so präsentiert sich der Verein außerhalb das Spielfeldes. Wie gut die neuen Zeiten werden, wird sich zeigen. Für die Entwicklung auf dem Rasen hatte Torsten Gutzeit vor Saisonbeginn gebeten, den Jungs etwas Zeit zu geben und bei einem Rückstand nicht gleich zu pöbeln oder nach "Guschi" zu rufen. Gut, Rückstand gab es diese Saison noch nicht, und die Mitgefahrenen hatten einiges Positives aus Norderstedt zu berichten, weshalb sich respektable 2800 Leute im Holsteinstadion eingefunden hatten.

 

kategorie whv

 

Davon rund 30 Wilhelmshavener im Gästeblock zu Beginn mit Schwenkern im Dauereinsatz.

 

choreo west

 

Auf der Westtribüne gab es mal wieder ne sehr gelungene Choreo für den besten Trainer für unser Team. Schönes Ding! Und wenn man ohne Vorschusslorbeeren schon mal etwas feststellen kann, dann, dass Gutzeit für diese Saison wirklich ein Team geformt hat. Kein Egoismus, kein Warten auf den anderen - Pässe und Flanken kommen schnell und präzise, eine Spielfreude, wie man sie letzte Saison eher nur in Einzelaktionen gesehen hat. Bezeichnenderweise fällt schon nach 17. Minuten das 1:0 und das nach einer Ecke (nach einer Ecke!!!) durch Sykora. Geste des Tages - Mannschaft hält zum Jubel Timmers Trikot in die Luft. Bis zum Halbzeitpfiff dann eine Kieler Mannschaft, die zwar dominiert (herausragend: Chahed und Jaku), aber etwas fahrlässig mit den Chancen umgeht. Ärgerlich, denn vom Gegner ist fast nicht zu sehen. Da hätte man schon vorher nen Deckel draufmachen können.

 

doppelhalter

 

2. Hälfte geht dann geradezu perfekt los. Auf die Tribüne geeilt, um die Doppelhalterparade der SSK abzulichten, bekommt man das 2:0 durch Kevin Schulz serviert.

 

jubel nach dem 2:0

 

Allerdings ist auch das leider noch nicht die Vorentscheidung, das Team scheint noch etwas grün hinter den Ohren. Erst versemmelt der ansonsten sehr starke Sykora freistehend und quasi im Gegenzug passiert das, was man immer befürchtet, wenn die eigene Mannschaft solche Chancen liegen lässt. Ein Sonntagsschuss, wie letzte Woche bei Weiche, Frech ohne Chance, 2:1. Zehn Minuten später kann Frech den Ball nicht festhalten, Wegner von Wilhelmshaven aber abstauben, 2:2. Und es geht genau weiter wie letzte Saison... Ach echt? Frech auswechseln... Ach echt? Siedo, Boy und Guschi zurückholen... Ach echt? Holstein muss 90 Minuten dominieren... Ach wirklich? Naja, der Schreiber, der dies nicht durchweg so sieht, wird auf der Gegengerade als "Spinner", der "abhauen" soll bepöbelt, und fragt sich: Wo bleibt eigentlich der Neuanfang beim Publikum? Teilweise ist das Genörgele echt unerträglich, vor allem, wenn man eine Minute später das Team bejubelt, weil gerade das 3:2 gefallen ist. Was für eine Scheinheiligkeit...

 

elfer

 

Aber nur über den Sieg freuen ist auch schwierig, zumindest war der Elfer unverdient, der Sieg nur äußerst glücklich und das Glück damit nach dem zweiten Spieltag aufgebraucht. Irgendwo muss sich doch das Haar in der Suppe finden lassen. Nichts gegen berechtigte Kritik, aber bitte, liebe Nörgelfraktion, bleibt zuhause oder geht zum THW oder schaut euch Bayern im Fernsehen an. Vorbildlich nach dem 2:2 übrigens die Westtribüne: "Auf geht's Holstein kämpfen und siegen." So muss Support sein - schade, dass sich der überwiegende Rest des Stadions sich nicht davon anstecken lässt. Naja, nach dem Spiel wissen die Spieler auch, wo sie sich bedanken müssen.

 

danke an die west

 

Weiter geht es schon Freitag am Vinnenweg in Oberneuland - einem Traum aus NiRo (bei den offiziellen Fotos hat sich der Verein anscheinend alle Mühe gegeben, das Ganze möglichst trostlos und langweilig aussehen zu lassen). Hoffentlich wieder mit Teamgeist, Leidenschaft und Spielfreude auf dem Rasen und gutem Support von den Rängen, und natürlich mit dem besseren Ende für Holstein.

 

Mehr Bilder gibt es in der Galerie.

 
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