Bielefelder Alm/SchücoArena, 19. Mai 2019, Endstand 0:1

 

Als am 2. Mai 2015 der Gästeblock auf der Bielefelder Alm aus allen Nähten platzte, sprach Holstein-Trainer Karsten Neitzel von einer „Invasion für Kieler Verhältnisse“. Es war damals eines der vorentscheidenden Spiele im Aufstiegsrennen in Liga drei. Dass vier Jahre später zum eigentlich unbedeutenden letzten Saisonspiel wieder der Gästeblock komplett voll ist, zeigt was sich in Kiel entwickelt hat. Das war schon auf dem Weg Richtung Ostwestfalen zu merken, spätestens bei der Raststätten-Party in Allertal-West.

 

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Im Stadion angekommen gab es dann ein geniales Bild: Bis unter das Dach ein komplett weißer Block – genial, dass richtig viele sich dem Motto angeschlossen hatten. Diesem Anblick zollten sogar Heimfans großen Respekt.

 

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Da es für beide Teams um nichts mehr ging, fehlte auch ein bisschen die ganz große Spannung. Auf dem Rasen vielleicht noch mehr, als auf den Rängen. Zumindest in der ersten Hälfte war es allerdings noch eine recht anständige Partie. Dass das Spiel knapp mit 0:1 verloren wurde, ist im Endeffekt scheißegal, zudem der sechste Platz in der Endabrechnung gehalten wurde. Das hätte wohl vor der Saison jeder unterschrieben.

 

 

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Und es konnte auch noch mehr positives aus dem Spiel gezogen werden. Bisseck scheint dabei zu sein, den „nächsten“ Sprung zu machen und könnte in der nächsten Saison vielleicht mehr Spielanteile bekommen. Franck Evina ist davon wohl noch etwas weiter entfernt zu sein, zeigte aber zumindest eine engagierte Leistung und konnte weitere Erfahrung sammeln. Lee und Mühling, vielleicht auch Meffert könnten die Schlüsselspieler des „neuen“ Holstein-Teams werden, wobei ein richtiger Leader sicher keine schlechte Verpflichtung wäre.

 

Zwischen den Pfosten zeigte Reimann mit schönen Paraden seine Klasse, so dass Kronholms Weggang hoffentlich gut kompensiert werden kann. Im Endeffekt alles kleine Mosaiksteine, die wieder ein paar Prozent mehr Hoffnung und Vorfreude auf die nächste Spielzeit machen – auch bei allen Baustellen, die auf Fabian Wohlgemuth und den Verein zukommen.

 

Trotz der Niederlage war die Stimmung auf der Rückfahrt irgendwie gar nicht so übel. Mit viel Fachkompetenz wurden schon einmal die Weichen für die nächsten Wochen gestellt und sich auf die Wunschtransfers geeinigt. Denn jeder weiß: Nach der Saison ist vor der Saison! Oder im Fall von Holstein: Nach dem Umbruch ist vor dem Umbruch! Der Verein wird das beste daraus machen.

 

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