27.04.2019, BWT-Stadion am Hardtwald, Endstand 3:2

 

Vorletztes Auswärtsspiel. Für ein Drittel von CCK ging es bereits einen Tag vorher gen Baden-Württemberg. Zunächst allerdings nicht nach Sandhausen, sondern ins cirka zahn Minuten nördlich gelegene Heidelberg. Nichts für ungut, aber das Beste an den Auswärtsspielen beim SVS ist, dass es so nahe an Heidelberg liegt. Hier am Neckar ließ sich der Anreisetag bestens ausklingen. Zwar waren es nicht so viele Kieler, wie noch beim Auswärtsspiel in Köln, aber hier und da konnte man in der schönen Altstadt die Holstein-Farben ausmachen. Zielsicher steuerte die Reisegruppe das Studenten-Wirtshaus „Schnookeloch“ an, wo sie sich kurpfälzisch-rustikale Speisen wie Saumagen, Leberknödel und pfälzische Bratwurst gönnte. Dazu gab es schmackhaftes Bier und musikalische Untermalung am Klavier. Auch Vertreter der Bagaluten kehrten hier ein und ließen es sich schmecken.

 

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Essen

 

Dank der geringen Distanz war Sandhausen am nächsten Morgen schnell erreicht. Vorm und im Stadion tummelten sich relativ viele Kieler, tatsächlich mehr, als auf der Hinfahrt noch befürchtet.

 

Ebenfalls positiv: Die dortige Gastro hat sich gegenüber dem letzten Besuch deutlich verbessert. Vor allem erfreute es, dass der doch eher unhygienisch anmutende Ketchup-EIMER durch eine handliche Flasche ersetzt wurde. Die regional typische Feuerwurst und ein Glas Weinschorle bereiteten bestens auf das Spiel vor. Und auch der Blick auf den Rasen machte Mut. Eine deutliche Verbesserung gegenüber letzte Saison (siehe Spielbericht 2017).

 

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wurst

 

Alles in allem begann der also Spieltag vielversprechend. Eine Überraschung gab es in Sachen Aufstellung in der Defensive. Statt Schmidt startete Thesker von Beginn an. Darüber hinaus stand statt Honsak Serra in der Startelf. Leider kamen dem Optimismus 90 Minuten zum vergessen dazwischen. Dabei sah es zunächst nicht mal so schlecht aus. Bereits nach sechs Minuten gingen die Gäste in Führung. Okugawa nutzte die erste Chance des Spiels nach einer Vorlage von Lee und verwandelte zum 0:1

 

Gäste

 

Jubel 1

 

In der Folge ah es so aus, als würde es für Kiel ein klares Ding werden. Sandhausen hatte größte Schwierigkeiten, sich defensiv ordentlich aufzustellen, Holstein hatte offensiv auf Volldampf geschaltet. Doch nach 17 gespielten Minuten nahm das Unglück seinen Anfang. Ein mehr als dicker Bock von Thesker, er spielte den Ball nach der Hereingabe von Reimann direkt in die Füße des Gegners, konnte der SVS den Ausgleich erzielen. Das daraus resultierende Selbstbewusstsein der Gastgeber trieb diese nach vorne. Diesmal war es Wahl, der den Ball unfreiwillig zum Gegner köpfte und somit das 2:1 ermöglichte. Danach ging erstmal nicht viel für Holstein. Völlig geschockt waren jegliche Offensivbemühungen eingestellt. Es galt sich zu sortieren. Erste Maßnahme seitens des Trainers: Schmidt kam für Thesker. Tatsächlich kam bis Ende der ersten Hälfte wieder ein wenig Stabilität in das Kieler Spiel. In der 44. Minute legte Benes in einer starken Aktion Okugawa den Ball auf und dieser konnte zum Ausgleich verwandeln.

 

Walter

 

Bis hier hin ein unbefriedigender Verlauf, aber es war noch alles drin. Und schließlich hatten die Störche in den Anfangsminuten stark aufgespielt. Einfach nochmal 45 Minuten abrufen und das Ding geht nach Kiel.

 

Endstand

 

Doch bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff machte Sandhausen diesen Hoffnungen ein Ende. Nach einer Ecke landet der Ball hinter Reimann, der an diesem Sonnabend einen mehr als gebrauchten Tag erwischte hatte. Den Rest des Spiels versuchten die Kieler mit allen Mitteln, das Ergebnis wenigstens wieder zu egalisieren. Zuweilen sah das alles auch gar nicht so schlecht aus, wie der Spielstand vermuten ließ. Doch es reichte am Ende einfach nicht. Mehr als fünf Tore sollten in diesem Spiel nicht mehr fallen. Parallel zum Spiel entwickelte sich übrigens auch das Wetter, schien am Morgen noch die Sonne. Doch je weiter die Uhr voranschritt umso widerlicher und ungemütlicher wurde es. Irgendwie war man dann auch angesichts des prasselnden Starkregens froh, als der Schiedsrichter das Spiel beendete. Nach Abpfiff stand die KSV ohne Punkte da und konnte die Aufstiegsträume damit endgültig begraben, während der SVS sich ein wenig Luft nach unten verschafft hatte.


So wird es wohl auch nächste Saison wieder nach Sandhausen gehen. Die Vorfreude darauf mag sich in Grenzen halten. Kann man nur drauf hoffen, dass sich wieder ein Abstecher nach Heidelberg einrichten lässt.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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