Schön ist es in der Mittagssonne auf der Dachterasse des Oliva Nova Beach & Golf Resort. Auch deshalb vermisse er jetzt gerade gar nicht so viel in Kiel, sagt Stefan Thesker im Gespräch mit CCK. Klar, im Sommer sei es da auch schön, wenn die Sonne scheint. Aber jetzt gerade scheint sie nunmal in Spanien. Außerdem müsse er sich hier nicht ums Essen kümmern.

 

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Das Essen scheint auf der Anlage der einzige Wermutstropfen zu sein, wenn man Janni Serra glaubt. „Man wird satt“, beurteilt der U21-Nationalspieler, der uns ebenfalls Rede und Antwort steht, zurückhaltend. Ansonsten wird die Anlage des diesjährigen Wintertrainingslagers der Störche aber in den höchsten Tönen gelobt.

 

„Die Bedingungen sind hier schon echt gut“, lobt Thesker die Anlage nahe der Stadt Oliva, die rund eine Stunde südlich von Valencia direkt an der Costa del Azahar liegt. „In Kiel waren alle Plätze gefroren und wir mussten auf Kunstrasen trainieren. Da ist man schon froh, dass man zehn Tage hier ist und das schlechte Wetter umgeht. Ich habe schon ein paar Trainingslager mitgemacht und dabei deutlich schlechtere Bedingungen erlebt. Zum Beispiel, dass die Plätze nicht so gut waren oder das Hotel schlecht auf das eingespielt war, was Fußballmannschaften brauchen.“

 

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Auch Teamkollege Serra bewertet die Trainingsmöglichkeiten unter der spanischen Sonne positiv. „Das Wetter ist immer gut, kein Regen und es ist nicht so kalt wie in Kiel. Natürlich ist das Trainingslager intensiv und anstrengend, aber es macht auch viel Spaß. Das Rundumpaket stimmt“, resümiert Serra die ersten Tage. Spaß steht auch an diesem Dienstagvormittag auf dem Programm. Coach Tim Walter lässt die Mannschaft in Zweierteams im Fußballtennis gegeneinander antreten. Ein weiterer Vorteil der Dauer von zehn Tagen wie Thesker sagt: „Es ist nicht immer nur Fußball, Fußball, Fußball. Wenn man mehrere Tage hat, können auch Einheiten wie heute eingestreut werden. Neben den üblichen Trainingseinheiten haben wir auch Zeit, solche Sachen zu machen. Das hebt die Stimmung.“

 

 

Und auch Zeit für einen Besuch in Valencia ist vorhanden. Am freien Dienstagnachmittag geht es für einen Teil der Jungs in die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Der Eindruck, die Störche würden nur Urlaub machen und Spaß haben, entsteht allerdings nicht. „ Die letzten Tage waren schon relativ anstrengend. Viel laufen werden wir in Valencia nicht. Ich denke, man wird mehr das Kulinarische ein bisschen nutzen.“ Hier kann sich Stefan Thesker auch auf seinen Zimmergenossen Johannes van den Bergh verlassen: „Jojo, der schon mal in Spanien gespielt hat, weiß ja auch was hier schmeckt.“

 

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Janni Serra hingegen nutzt den freien Nachmittag für seine Art der Regeneration: „Ich bin einer der wenigen, die hier bleiben und habe mich dazu entschieden, ruhig zu machen. Der Spabereich ist super, es gibt einen warmen Innenpool und im Außenbereich einen Pool, der kalt ist. Das ist gut für die Muskulatur um auch mal runter zu fahren.“ Auch er lässt keinen Zweifel daran, dass hier am Mittelmeer hart gearbeitet wird. „Die heutige Einheit nicht mitgezählt, haben wir jetzt sieben Mal in dreieinhalb Tagen trainiert. Das ist schon ganz schön viel. Da braucht der Körper auch mal die Auszeit und die muss man ihm dann auch geben. Wenn man nicht ganz gesund ist und es hier und da zwickt, macht das Training auch einfach weniger Spaß.“

 

Hinsichtlich der zu erwartenden Rückrunde, ist das auch vorausschauend. „Wir wollen wieder genauso viele Punkte holen wie in der Hinrunde. Vielleicht sogar noch ein paar mehr, wenn das möglich ist.“, wagt Serra einen Ausblick auf die kommenden Monate. „Vielleicht auch oben nochmal etwas rankommen. Hamburg, Köln, St. Pauli und Union - die ein wenig ärgern. Warum nicht? Wir haben die Qualität dazu.“

 

Auch Stefan Thesker hat hohe Erwartungen an die Rückrunde. Auf die Frage nach seiner Motivation hat er eine klare Antwort: „Die Situation, in die wir uns gebracht haben, dass wir noch nah dran sind und dass wir mit dem Spiel gegen den HSV einen guten Abschluss für das Jahr geleistet haben. Daran wollen wir anknüpfen und so vielleicht noch mehr Punkte holen, als in der Hinrunde. Das ist der Ansporn.“

 
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