16. März 2016, Endstand 2:1

 

„Bei Wind und Wetter den Jungs verpflichtet...“, diese Zeile aus Erik Cohens 'Englische Wochen' passte hervorragend an diesem Freitagabend. Bei Windstärken von bis zu 9, Temperaturen um die 0°C und Schnee war es sicherlich nicht eines der angenehmeren Flutlichtspiele.

 

flutlicht

 

Zumal kurz vor Anpfiff der Zuschauerstrom in Richtung Gegengerade umgeleitet werden musste zum Eingang der Osttribüne. Durch die starken Windböen hatte sich ein Teil der Werbetafel am Flutlichtmast zwischen Westtribüne und Gegengerade gelöst.

 

besucher

 

höhenrettung

 

Zur Sicherheit wurde der Bereich gesperrt und Besucher der Blöcke J, K1-3 und L wurden zwischen Block M und O und durch den Innenraum in Richtung ihrer Plätze geleitet. Im Großen und Ganzen ging das Ganze trotz jeder Menge Improvisation einigermaßen gut über die Bühne. Die letzten Zuschauer waren spätestens zur 15. Minute im Stadion.

 

Den äußeren Bedingungen angepasst, begannen die Norddeutschen die Partie äußerst stürmisch. Während mehrere Meter über dem Spielfeld zwei Feuerwehrmänner versuchten, die gelösten Teile der Werbetafel zu sichern, kamen die Störche auf dem Rasen bereits früh zu den ersten Chancen. Mit dem Wind aufs gegnerische Tor hätte es bereits nach einer Viertelstunde zur Führung reichen können. Für die sorgte in der 18. Minute Kingsley Schindler mit einem Elfmeter.

 

king_elfer

 

jubel

 

Dem vorausgegangen war ein Foul an Weilandt, das sich bei mehrfacher Zeitlupenbetrachtung als schwalbenverdächtig herausstellte. Aber es existiert in der 2. Bundesliga nunmal kein Videobeweis. Und als Kieler wollte man sich ohnehin nicht beschweren. Die erste Hälfte wurde von der sturmerprobten Truppe rund um Geburtstagskind Patrick Herrmann, der vor Anpfiff ein Ständchen von den Rängen gesungen bekam, geradezu dominiert. Spätestens mit dem wunderbar herausgespielten 2:0 durch Kinsombi wurde das deutlich.

10. März 2018, Ruhrstadion, Endstand 1:1

 

"Letzte Saison sind die auf 'nem Samstag noch Trecker gefahren oder haben Fische gefangen. Da haben die sich noch nicht für Fußball interessiert..." - dieses Zitat eines Bochumers trifft es vielleicht nicht ganz. Aber zumindest stimmt es, dass wir noch vor einiger Zeit höchstens davon geträumt haben, dass unsere Mannschaft in einem Kultstadion wie dem Ruhrstadion aufläuft. Auch ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Begeisterung für den Kieler Fußball in den letzten Monaten exponentiell gestiegen ist. Mit anderen Worten: inzwischen hängt wann wir Trecker fahren und Fische fangen davon ab, wann Holstein spielt.

 

Doch bevor es ins Zentrum des mittleren Ruhrgebietes ging, nutzen viele Kieler, darunter auch eine Abordnung von CCK, die Gelegenheit und nahmen am Freitagabend mit der Partie Rot-Weiß Essen gegen SG Wattenscheid 09 einen echten Regionalliga West - Klassiker mit. Der Sonnabendmorgen grüßte mit Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen. Der Bock auf das Spiel stieg damit noch weiter.

 

Frühling

 

Bochum gilt nicht erst seit dem Film "Pottoriginale" als Kult. 1938 durch die Fusion mehrerer Vereine deren Ursprünge auf das Jahr 1848 zurück gehen, entstanden, hat der Verein spätestens ab den 50er Jahren an Bedeutung gewonnen. Nach Jahren der Dritt- und Zweitklassigkeit begann mit dem Aufstieg in die Bundesliga die große Zeit als "Graue Maus" im Fußballoberhaus. 22 Jahre mehr oder minder mittelmäßiges Dasein, oft Kampf um den Klassenerhalt - was für viele nach einem unattraktiven Image klingt, hat sich der VfL zum Markenzeichen gemacht. Noch heute ist das Maskottchen des Kinderclubs eine Maus - allerdings in Vereinsfarben. Gerade als die Bochumer Fans ihren Verein als unabsteigbar feierten, kam 1993 der bittere Gang in die Zweitklassigkeit. Es folgten Jahre als klassische Fahrstuhlmannschaft. Der bis dato größte Erfolg war wohl der 5. Platz in der Bundesliga und damit die Qualifikation für die Teilnahme am UEFA-Pokal 1997, in dem der VfL nach den Begegnungen gegen Trabzonspor und FC Brügge erst im Achtelfinale an Ajax Amsterdam scheiterte.

 

jesus Gerrit

 

Weitere Jahre Auf und Ab folgten - 2004 schloss die einstige graue Maus die bis heute erfolgreichste Saison ihrer Geschichte erneut auf Platz 5 ab und durfte somit wieder auf der internationalen Bühne antreten. Hier allerdings scheiterte die Elf von der Castroper Straße bereits in der ersten Runde an Standard Lüttich. Seit 2010 heißt der Alltag in Bochum 2. Bundesliga. In den letzten Jahrzehnten nahmen viele prominente Namen auf der Trainerbank Platz. Ob nun Hermann Gerland in den 80er Jahren, Klaus Toppmöller, Ernst Middendorp und "Ennatz" Dietz in den 90ern oder nach der Jahrtausendwende Marcel Koller, Heiko Herrlich oder sogar zwei Mal Peter Neururer, der bei seiner Rückkehr 2013 einen gewissen Karsten Neitzel im Ruhrstadion beerbte.

 

Ruhrstadion

 

Mittelpunkt des Kults um den VfL ist auch das Ruhrstadion. Genau wie die Störche trägt Bochum seine Spiele seit 1911 am gleichen Ort aus. Zunächst noch ein Sportplatz auf einer vom Bauern gepachteten Wiese ("Dieckmanns Wiese"), wurde 1921 ein Stadion mit Platz für gleich 50.000 Zuschauern errichtet. Ab den 50er Jahren gab es eine überdachte Sitzplatztribüne und 1971 wurden mit dem Aufstieg in die Bundesliga die nächsten Modernisierungsarbeiten vorgenommen. Zunächst noch mit Leichtathletikanlage, wurde ab 1976 ein umfassender Umbau zu einem reinen Fußballstadion in Angriff genommen. Hierbei musste zwischenzeitlich auch ausgewichen werden und zwar nach Herne ins Stadion am Schloss Strünkede sowie ins Westfalenstadion in Dortmund. Ab 1979 erstrahlte das Stadion unter dem Namen Ruhrstadion Bochum in seinem neuen Glanz und hat sich bis auf nötige Veränderungen in Sachen Infrastruktur und Sicherheit von Außen bis heute kaum verändert. Sogar die für Bundesligastadien der 70er und 80er Jahre typischen Pinkelrinnen auf den Männertoiletten können bis heute "bewundert" werden. Insgesamt lohnt sich ein Besuch an der Castroper Straße - denn irgendwann wird sicher auch dieses letzte Stück Bundesligageschichte einer Allerweltsarena weichen. Für die Nostalgiker und Bochumer ist allerdings zu hoffen, dass das noch sehr sehr lange dauern wird.

 

Panorama

 

An der Currywurst-Front gibt es rund um das Stadion in Bochum übrigens gleich zwei Möglichkeiten. Außerhalb des Stadions ist der aus „Pottoriginale“ bekannte Imbiss an der Tanke einen Besuch wert. Leckere Currywurst und ne ordentliche von Chef „Pommes-Horst“ handgemachte Sauce sind genauso empfehlenswert, wie das Schaschlik oder die gegrillte Mettwurst. Im Stadion gibt es hingegen das Produkt der Fleischerei Dönningshaus, der von Bochum-Urgestein Herbert Grönemeyer eine musikalische Liebeserklärung gemacht wurde. Viele schwören auf letztere Currywurst, da sie die „Echtere“ Bochumer sein soll. Das kann CCK zwar nicht beurteilen, jedoch bestätigen, dass beide sehr unterschiedlich, aber jede für sich lecker ist.

 

3. März 2018, Endstand 5:0

 

Ein Gutes vorweg: Auch wenn kaum einer vorher noch groß gezweifelt hat – der Klassenerhalt ist durch. Holstein spielt mindestens eine weitere Saison in der 2. Bundesliga. Doch wie es dazu gekommen ist, ist eigentlich das größere Highlight. Elf Spiele ohne Sieg, acht Punkte und an vielen Ecken schon erste kritische Stimmen, die vereinzelt sogar schon die Zweitligatauglichkeit des furiosen Aufsteigers von der Ostseeküste anzweifelten.

 

Chnee

 

Ob es nun das war oder die Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt, die sich Dank des ungemütlichen Ostwindes mindestens wie -10° C anfühlten – im Gegensatz zu den letzten Heimspielen taten sich doch ein paar Lücken auf den Rängen auf. Am Ende sahen 10.143 Zuschauer Spiel Nummer 12 nach dem letzten Sieg. Ziemlich genau vier Monate war das 3:0 gegen die SGD her. Trotzdem war der Optimismus vor der Partie an vielen Ecken zu spüren. War doch das 2:0 gegen die Zebras im März 2017 das erste Spiel des furiosen Schlussspurts nach der bittere Niederlagen in Osnabrück.

 

Dieter

 

Kölsche Jungs

 

Vor Anpfiff gab es erst mal eine dicke Überraschung für unseren Trainer. Jugendfreunde aus Köln, die mit Markus Anfang zusammen unter dessen Vater Dieter Anfang das Kicken erlernt haben, waren nach Kiel gekommen um ihren Freund zu unterstützen. Der ließ es sich nicht nehmen, sich kurz aus der Pre-Match-Anspannung zu reißen, überwand Zäune, Stufen und Sitzschalen und warf sich freudestrahlend in die Arme seines Besuches. Überraschung geglückt. Für CCK gab es auch Grund zur Freude. Die Weltbrauerei Taarstedt hatte in der vergangenen Woche ein Angeliter Altbier gezaubert. Und da mindestens ein Drittel von CCK ein großer Alt-Fan ist, musste das natürlich geordert und verköstigt werden. Urteil: Ein tolles, rundes Altbier, das wirklich zu empfehlen ist. Ebenfalls zu empfeheln ist auch der neue Infoflyer "Düt un dat" von den Compagno, der heute seine Premiere auf der Tribüne feierte. Schickes Teil, das neben Infos aus der und für die Szene auch Wissenwertes über die Heimatstadt enthält (passend zum Umschlag diesmal ein kleines "Portrait" über Asmus Bremer).

 

Bier

 

Größtes Lob hat auch die Mannschaft verdient. Von Anpfiff an war das Kieler Team hochkonzentriert bei der Sache, spielte den Fußball, an dem sich die Holstein-Fans schon in der Hinrunde erfreuen konnten und ließ auch zu keiner Zeit Zweifel daran, dass die drei Punkte endlich fällig waren. Sinnbildlich für den Willen war gleich das 1:0 nach 18. Minuten, bei sich David Kinsombi nicht etwa fallen ließ, sondern statt einer Chance auf einen Elfmeter lieber direkt abschloss. Der Jubel war noch gar nicht ganz verstummt, da setzte sich Aaron Seydel auf dem Flügel durch, seine Flanke segelte einmal quer durch den Strafraum und fand Dominick Drexler als Abnehmer - 2:0! Vom MSV nicht viel zu sehen, nach den Spielen gegen Aue und St.Pauli war der Vorsprung aber noch nicht beruhigend. Und bis zum Halbzeitpfiff konnte die KSV keine weitere Chance nutzen.

 

David

 

Dome

 

Jubel

Millerntor-Stadion, 25. Februar 2018, Endstand 3:2


In Ermangelung anderer, klassischer Derbygegner (der HSV kommt ja erst nächste Saison und die Travestädter sind bekanntlich sehr weit weg von unserer Liga) war der Durst nach einem emotionalen Duell zuletzt sehr groß. Denn auch die Begegnungen mit dem FC Hansa in der 3. Liga befriedigten diesen Wunsch nicht in Gänze. Mit dem FC St. Pauli traf die KSV im Rückspiel immerhin auf einen Gegner, der in der über 100-jährigen Geschichte immer wieder den Weg der Störche kreuzte. Und angesichts der Ereignisse rund um das Hinspiel hatte die Begegnung in Hamburg eine besondere Brisanz, die natürlich auch Sicherheitskräfte auf den Plan rief. Besonders der gemeinsame Treffpunkt aller Kieler auf dem Hans-Albers-Platz, zwar im Herzen des Kiez' aber schon Territorium des anderen Vereins aus der Hansestadt mochte den einen oder anderen im Vorfeld nervös werden lassen.

 

Wasserwerfer

 

Marsch

 

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Bullen

 

Doch die Sorge war unbegründet. Rund 650 Kieler marschierten vom Treffpunkt friedlich über die Reeperbahn bis zum Gästeblock des Millerntor-Stadions. Und auch wenn der alte, rotte Charme des einstigen Stadions, welches 1963 eingeweiht wurde, auch zu einem Teil der Identifikation der Gastgeber beigetragen hat, so ist auch der moderne, teilweise fast schon englisch anmutende Bau von individuellen Elementen geprägt und passt sich dem Image des Kiezklubs an. Vermutlich einmalig ist auch die Galerie im Umlauf der Haupt- und Südtribüne. Die Wände werden regelmäßig von unterschiedlichen Künstler gestaltet. Mal mit lustigen, mal mit zum Denken anregenden Motiven. Aber immer bunt und kreativ. Und mit Fischbrötchen...

 

Panorama

 

Galerie

 

Weißnichtwurst

 

Fischbrötchen

 

stay rebel

17. Februar 2018, Endstand 2:2

 

Holstein Kiel gegen Erzgebirge Aue – das war auch ein wenig die Rückkehr des verlorenen Sohnes, schließlich coachte Hannes Drews das erste Mal seit seinem Wechsel von Holsteins U19 zu Erzgebirge Aue sein neues Team im Kieler Holstein-Stadion. Drews ist weiterhin noch amtierender Trainer des Jahres in Schleswig-Holstein, in Sachsen dagegen blies ihm in den letzten Wochen ein stärkerer Wind entgegen. Der FCE taumelte immer weiter in Richtung Abstiegszone und Aues Coach machte bei Gesprächen mit den Medien zu seiner eigenen Zukunft nicht immer die beste Figur. Der Verein hielt aber trotz Selbstzweifeln seines Trainers an ihm fest, Präsident Leonardt stärkte ihm demonstrativ den Rücken. Auch aus Kieler Sicht wäre es sicherlich erfreulich, wenn sich ein Trainer aus dem eigenen Stall im Profibereich etablieren könnte.

 

Hannes

 

Anfang

 

Trotz der kleinen Ergebniskrise im Kieler Lager kam an der Förde im Gegensatz zum Erzgebirge keine große Unruhe auf. Trainer Markus Anfang legte den Fokus immer wieder auf die bereits erreichte Punktzahl und unterstrich sein Desinteresse gegenüber dem Tabellenbild. Gleichzeitig zeigte sich Holsteins Trainer aber auch genervt ob der vielen Fragen zu seiner Zukunft, stellte dann auch klar, dass er bis Sommer in Kiel bleibt. Gut, so schlau war man auch vorher. Mal schauen, ob Anfang auch nach Sommer auf der Kieler Trainerbank Platz nimmt.

 

Aue-Bär

 

An das Hinspiel in Sachsen erinnerten sich die KSV-Fans noch gerne, im Herbst vergangenen Jahres holte die KSV im halbfertigen Erzgebirgsstadion mit 3:0 alle drei Punkte mit nach Schleswig-Holstein. Ganz so rosig sah es beim Auftritt in der vergangenen Woche in Kaiserslautern nicht aus. Beim Spiel in der Pfalz ärgerte man sich eine Woche zuvor nicht nur über die verpassten drei Punkte, Patrick Herrmann sah zu allem Überfluss seine fünfte gelbe Karte und der gerade erstarkte Amara Condé fällt mit einem Mittelfußbruch acht bis zwölf Wochen aus. Für den Fußballgott durfte Sebastian Heidinger seit langer Zeit wieder von Anfang an ran, Lewerenz ersetzte Condé. Durch die Ausfälle rückten mit Besuschkow und Siedschlag auch Spieler ins Aufgebot, die noch gar nicht oder länger nicht mehr im Kader standen.

 

Duckschi

 

Conde

 

Schiedsrichter Schlager aus Rastatts hatte gerade erst in seine Pfeife geblasen, da ging Sebastian Heidinger schon recht rustikal zu Werke und sah nach 20 Sekunden gleich die erste gelbe Karte. Das war schon rekordverdächtig, brachte dem Referee, ob berechtigt oder nicht, gleich den Unmut des Publikums. In den ersten Minuten war das Spiel von vielen Unterbrechungen geprägt, nach einer Viertelstunde entspannte sich alles wieder mehr und Holstein suchte den Weg nach vorne – und das absolut erfolgreich. Heidinger spielte Drexler auf der Außenbahn an, der fand am Rande des Fünfers den blank stehenden Ducksch und endlich konnte Holsteins Goalgetter wieder aus dem Spiel treffen! Holstein suchte konsequent den Weg nach vorne, Aue fand in der ersten Zeit nicht statt. Und das gefährliche Duo aus der zwölften Minute hatte seinen nächsten Auftritt: Ecke Ducksch, der Ball erreicht Drexler, der keine Mühe hat, den Ball gegen die Laufrichtung von Martin Männel zum 2:0 zu verwandeln.

 

Holstein hatte das Spiel im Griff, der Ball lief gut durch die eigenen Reihen, während die Gäste sich nicht wirklich befreien konnten. Da rieb man sich in der 37. Minute aus zweierlei Gründen die Augen: Zum einen zappelte auf einmal der Ball zum Anschlusstreffer im Netz, zum anderen war wohl einzig Schiedsrichter Schlager, der kein Foul darin sah, dass Cacutalua Kronholm im Luftkampf anging. Auch der Torschütze guckte zunächst skeptisch zum Referee, um sich dann über den Anschlusstreffer zu freuen. Zu Holsteins Leid wurde die Freude wenige Sekunden später noch größer, als wieder Cacutalua aus fast 20 Metern Holstein Keeper per Bogenlampe zum Ausgleich überwandt.

 

Stadionverbotler

 

Spielstand

 

Im zweiten Durchgang konnte Holstein seine anfängliche Dominanz nicht mehr aufrechterhalten, auch wenn die Störche weiter den Weg in die Offensive suchten und Aue sich überwiegend in der eigenen Hälfte verschanzte, um vereinzelt Nadelstiche zu setzen. Genug Chancen für den ersten Sieg seit Monaten waren für Holstein vorhanden, aber Ducksch nagelte einen Freistoß an die Latte, der eingewechselte und engagierte Besuschkow verfehlte das Tor aus 20 Metern knapp und kam mit dem Kopf zu spät für eine gute Flanke von Aaron Seydel.

 

Meh

 

Am Ende blieb wieder eine ordentliche Leistung für die KSV, jedoch ohne einmal wieder dreifach zu punkten. Man hat aber dennoch das Gefühl, dass die Mannschaft weiter gefestigt ist und sich nicht beirren lässt, den angefangenen Weg auch weiterzugehen. In Kiel jedenfalls bläst niemand Trübsal. Auch für den „verlorenen Sohn“ dürfte der vernünftige Auftritt seiner Elf wieder für eine ruhigere Woche in Aue sorgen. Weniger ruhig dürfte es dagegen in der kommenden Woche am Millerntor werden. Vor der Saison hätten wohl viele von einem ruhigen Nordduell gegen die Elf vom Kiez gesprochen. Doch Zeiten können sich ändern und man darf gespannt sein, was am Sonntag auf Rasen und Rängen beim FC St. Pauli passiert.

 

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