23. April 2016, mechatronik-Arena, Endstand 0:0

 

Wenn erst 10 Kilometer vorher der Ort, 8 Kilometer vorher der Ortsteil und ganze 6 Kilometer vorher das Stadion ausgeschildert ist, dann handelt es sich eher selten um einen Vertreter aus dem Profifußball. Anders jedoch im beschaulichen Baden-Württemberg. Hier könnte sogar, läuft es nach dem Wunsch der kleinen Anhängerschaft, demnächst Zweitligafußball gespielt werden. Und das ohne eigene Autobahnausfahrt. Noch sucht auf den blauen Schildern vergebens nach einem Hinweis, dass hier unter Umständen Vereine wie FC St. Pauli, VfL Bochum oder Karlsruher SC den Rasen umpflügen könnten.Nach dem Aufstieg in 2014 glaubte man noch an ein kurzes Gastspiel in Liga 3. Am Ende reichte es für Platz 15. Im Verlauf dieser Saison hat man sich tatsächlich zu einem Aufstiegsaspiranten entwickelt. 

 
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Aber trotz spärlicher Beschilderung finden sich heute rund 60 Kieler, die über 90 Minuten nicht müde wurde, die Störche anzufeuern, im Gästeblock ein. Gemeinsam mit dem Heimpublikum kommt man damit auf 1100 Zuschauer. Das pittoresk gelegene Stadion damit mehr als spärlich besetzt. 

 

Mit einigen Veränderungen in der Aufstellung ging es in das vorletzte Auswärtsspiel der Saison. Tim Siedschlag blieb mit einer Sehnenreizung zu Hause und auch Robin Zentner blieb aus privaten Gründen dem Spiel fern. Vertreten wurde er von Niklas Jakusch.

 

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Auf der Bank allerdings nicht Schipmann, der im Spiel gegen Eutin für die U23 das Tor hüten musste. Dafür rückte Tjark Grundmann aus der U19 erstmals in den Kader. Nach dem Spiel ging es für ihn zusammen mit Arne Sicker weiter nach Erfurt um dort den Klassenerhalt der A-Jugend zu sichern. Doch zurück ins, an diesem Tag äußerst verregnete Baden-Württemberg. Auch hier ging es um den Klassenerhalt. Denn selbst wenn die Störche rein gefühlsmäßig nichts mehr zu befürchten haben dürften, so kann sich der eine oder andere Pessimist noch den Abstieg herbeirechnen. Um auch diesen Zeitgenossen endlich einen ruhigen Schlaf zu verschaffen, galt es auf der "Fautenhau" möglichst drei Punkte einzusacken.

 
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Die Marschroute im Spiel gab zunächst Holstein vor. Keine Sekunde ließ die Elf in blau Zweifel daran, dass der Sack endlich zugeschnürt gehört. Bereits nach vier Minuten kam Lewerenz in Zusammenarbeit mit Fetsch dem gegnerischen Tor gefährlich nahe. Jedoch ohne zählbaren Abschluss. Eine weitere Chance folgte nur wenige Zeit später mit einem Freistoß, der von Fetsch in Richtung des Netzes geköpft wurde, jedoch vom Großaspacher Keeper abgewehrt werden konnte.  Die ersten 20 Minuten gehörten eindeutig den Gästen. Doch dann zeigte die SG, dass sie nicht ganz umsonst so weit oben stand. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nur konnte der Ball von keiner der beiden Parteien über die Linie befördert werden.

 
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Das Bild änderte sich in Hälfte zwei auch nicht. Obwohl bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff Schnellhardt eine dicke Möglichkeit auf dem Fuß hatte. Ab der 60. Minute begann man dann zu befürchten hier noch mit leeren Händen die 760 Kilometer Heimreise antreten zu müssen. Denn die Gastgeber drehten nochmal auf und versuchten die Defensive von der Ostseeküste und deren Schlussmann zu überwinden. Kurz drohte das Spiel zu Ungunsten der Störche zu kippen. Doch die zuletzt immer wieder hervorragende Moral der Kieler half auch an diesem Tag und die letzte Viertelstunde gehörte ganz allein den Gästen. Höhepunkt war der Treffer Sanés an den Außenpfosten in der 88. Minute. Wie so oft zuletzt schien das gegnerische Tor allerdings wie vernagelt.

 
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Am Ende steht für beide Mannschaften ein Punkt. Die SG Sonnenhof Großaspach verabschiedet sich damit drei Spieltage vor Saisonende vermutlich aus dem Aufstiegsrennen, da Mitstreiter Würzburg an diesem Tag drei Punkte einfahren konnte. Der Trainer der Gastgeber machte nach dem Spiel jedoch klar, dass man mit diesem einen Punkt und dem vierte Tabellenplatz gut leben könne.

 

Für uns hingegen dürfte es langsam sicher sein, dass wir mit den Abstiegsrängen nichts mehr zu tun bekommen. Um aber den letzten Zweiflern im Lande Sicherheit zu geben, machen wir einfach am kommenden Samstag gegen die U23 des VfB Stuttgart endgültig den Deckel drauf.

 PS: Übrigens ist das Holstein-Stadion gut 1 Kilometer und zwar erst an der Ausfahrt der B76 ausgeschildert. ;)
 
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