16. April 2016, Endstand 0:0

 

„Rechnerisch“ - ein Wort, welches auf der Zielgerade einer Saison häufig ziemlich inflationär gebraucht wird. Gerne wird dies auch in Kombination mit „im schlechtesten Fall“ verwendet oder „wenn die hinter uns jetzt noch alle Spiele gewinnen“. Klar, kann es immer einen Worst Case geben, und gerade als Fan der KSV Holstein ist man ein gebranntes Kind was Entscheidungen in letzter Minute betrifft – aber seien wir doch mal ehrlich: Holstein gegen Preußen ist der Inbegriff eines Spiels zwischen zwei Teams, für die nach oben, aber auch nach unten nicht mehr viel geht. Für die einen ist das „grau“, für die anderen „solide“, aber vor allem ist es Mittelfeld.

 

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Das Duell zwischen den Traditionsteams zog bei eher angenehmem Aprilwetter nicht ganz 5.000 Zuschauer ins Holstein-Stadion. Auch der Gästeblock war gut gefüllt, zudem gab es eine kleine Choreo, sowie reichlich Fahnen über die gesamte Spieldauer hinweg. Da gab es schon schlechtere Auftritte der Münsteraner an der Förde.

 

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Auf dem Feld hingegen fand Preußen Münster offensiv in der ersten Hälfte eigentlich gar nicht statt. Kiel hingegen machte einfach da weiter, wo das Team von Karsten Neitzel bei seinem starken Auftritt in Dresden aufgehört hatte. Bis auf den gelb-gesperrten Lewerenz (für den Willi Evseev kam) stand auch das gleiche Team auf dem Rasen. Das Mittelfeld war komplett Kieler Hoheitsgebiet, besonders der wieder einmal agile Fabian Schnellhardt war kaum zu halten. In der Spitze erarbeiteten sich Sané (10., 38.) und Fetsch (24., 31.) immer wieder Chancen, blieben im Abschluss aber ohne Glück. Kurz vor dem Pausenpfiff dann die erste richtige Offensivaktion der Gäste, aber Zentner war gegen Rogier Krohne zur Stelle.

 

 

In Hälfte zwei gelang es dem SCP ein wenig häufiger gefährlich vor dem Kieler Tor aufzutauchen, das Plus an Chancen blieb allerding auf der Seite der Störche. Doch egal ob Siedschlag und Kegel per Freistoß oder Sané, Fetsch und Schmidt aus dem Spiel heraus – mit einem Tor sollte es an diesem Nachmittag nichts werden. So endete das Mittelfeld-Duell mit einem für die Gäste eher schmeichelhaften 0:0.

 

objektiv

 

Holstein hat fünf Spiele in Folge nicht mehr verloren und dabei auch nur ein Gegentor kassiert. Auch wenn „rechnerisch“ noch nicht alles durch ist: Hinter die Saison kann langsam wirklich ein Haken gemacht werden, auch wenn es noch ein paar Spiele sind. Nächste Woche geht es nach Großaspach, die den FC Energie Cottbus ein kleines bisschen mit 5:0 näher an die vierte Liga geschossen haben. Umso mehr kann jede Stimme für Kiel auf der Tribüne der Andrea-Berg-Arena gebraucht werden. Auf geht's Kiel!

 

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