2. April 2016, Endstand 1:1

 

Das Glück ist bei den Dummen. So, oder so ähnlich kann man das Spiel gegen den Vorletzten der Liga mit einem Satz umschreiben. Nach den guten Spielen und teils unerwarteten Siegen gegen Aue und Magdeburg stand vor dem Spiel fest, dass ein Sieg gegen die den SV Wehen Wiesbaden eigentlich Pflicht sein sollte. Doch Holstein wäre nicht Holstein, wenn es denn so einfach wäre.

 

Dass wir nichtsdestotrotz Fans des geilsten Clubs der Welt sind, hat die Westtribüne mal wieder eindrucksvoll bewiesen. Mit blauen Fahnen über den gesamten Block I verteilt und einem Motto, das nicht treffender hätte sein können.

 

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Auf dem Rasen stockten die Ambitionen von Holstein allerdings. Wehen kam besser ins Spiel und konnte sich von Beginn an mehr Spielanteile erarbeiten. Holstein, durch die Abwesenheit von Schnellhardt (Gelbsperre) und Janzer (Muskelfaserriss) erneut in neuer Formation unterwegs, kam dagegen nicht so recht ins Spiel. Das wurde spätestens mit dem Tor der Gäste in der 22. Minute klar. Auch in der zweiten Hälfte des Spiels bewies Wiesbaden Ehrgeiz und Kampfeswillen. Aber auch wenn bei Holstein heute nicht so viel zusammenlief, sie ließen die Köpfe zu keinem Zeitpunkt hängen und kämpfen um jeden Grashalm.

 

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Tatsächlich sollte dieser Einsatz in der sprichwörtlichen letzten Sekunde belohnt werden. Eine flache Hereingabe konte von Evseev zunächst nicht verwertet werden. Der Ball rollte weiter, während Schmidt in den Strafraum kam und von Rechts mit einem satten Schuss zum Ausgleich traf. Erleichtertes Ausrasten konnte man das, was auf den Rängen abging wohl nennen. Und auch die Jungs auf dem Rasen ließen es sich nicht nehmen, ihre Erlösung herauszuschreien und zu einer großen Jubeltraube zusammen zu kommen. Der Schiedsrichter pfiff auch gar nicht erst wieder an.

 

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Während das Unentschieden sich für die, sich schon als Sieger wähnenden Gäste wie eine Niederlage anfühlen musste, feierte die Kieler Mannschaft den Punkt wie einen Sieg. Mit inzwischen sechs Punkten Abstand zu den Abstiegsrängen sind wir rechnerisch zwar nicht durch, jedoch aus der akuten Bedrohung vorerst raus. Es bleiben noch 18 Punkte bis zum Saisonende zu holen. Davon wollen wir mindestens einen gleich nächste Woche in Dresden holen, gerne auch drei. Im „die Großen ärgern“ sind wir ja immerhin gar nicht mal so schlecht. Also ab ins Florenz an der Elbe, Holstein auswärts lautstark unterstützen.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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