16. Mai 2015, Schauinsland Reisen-Arena, Endstand 1:3

 

"Bis jetzt eine hammer Saison. Relegation Sicher. Da geht noch mehr."

"Aufstehen, Krone richten, weiter machen."

"Und selbst, wenn wir es nicht schaffen - die Saison war spitze."

 

Wenn das Ende einer Serie und das Nichterreichen eines direkten Aufstiegsplatzes mit solchen und noch vielen ähnlichen Kommentaren in sozialen Netzwerken aufgefasst wird, hat man wohl in der Saison bisher Vieles richtig gemacht. Und auch aus der Richtung des Gegners hagelte es nach Abpfiff sportlich faire Anerkennung und motivierende Worte für die Relegation.

 

Natürlich hätten wir uns gerne die Chance auf den direkten Aufstieg gewahrt. Entsprechend groß war die Aufregung bei vielen Kielern vorm Spiel. Alleine die angekündigte Kulisse von 31.000 Zuschauern ließ das Herz höher schlagen. Dementsprechend gab es mancherorts schlaflose Nächte.

 

Mehr oder weniger fit ging es für rund 2.000 Kieler in den Ruhrpott. Unter dem Motto "Alle in rot" bildete der Gästeblock einen schönen Kontrast zu dem ansonsten in blau gehaltenem Stadion. Bei Ankunft unserer Besatzung auf dem Parkplatz sorgt der Heimanhang innerhalb der Arena bereits für brachialen Krach. Es war deutlich zu spüren, dass an diesem Spieltag etwas Großartiges stattfinden konnte. Nur wer sich dafür verantwortlich zeigen würde, stand vor Abpfiff noch nicht fest. Aber auf Kieler Seite zeigte man sich optimistisch. Als Partycrasher wollte das Team heute vom Platz gehen.

 

Holsteinblock

 

 

Choreo

 

Mit dem Einlauf der Mannschaften legte die Duisburger Hintertortribüne eine ordentliche Choreo hin. Der Kieler Block hingegen unterstrich das Motto nochmal mit einer Ladung rotem Rauch.

 

Akustisch war der Gästeblock aufgrund zahlenmäßiger Unterlegenheit nicht immer auszumachen. Aber wenn, dann hat der ganze Block gehüpft und gesungen und sichtlich Spaß gehabt.

 

Jubel

 

Die ersten Minuten wirkten auf Holsteiner Seite noch etwas verhalten. Ein direkter Freistoß von Maik Kegel ließ Fans in rot dann jedoch jubeln. Direkt verwandelt. Führung für die Störche. Der Keeper des MSV mit den Fingerspitzen zwar noch dran, konnten den Ball aber nicht mehr entscheidend umlenken. Für kurze Zeit war tatsächlich überwiegend der Gästeblock zu vernehmen.

 

Doch die Freude über die Führung hielt leider nur zehn Minuten. Mit einem Doppelpack in Minute 20 und 21 schockten die Zebras quasi ganz Kiel. Und als wäre nicht das genug gewesen, legte Duisburg in der 27. Minute noch einen nach. Dieses Ergebnis sollte am Ende auch der Endstand sein. Holstein spielte zwar eine starke zweite Hälfte, konnte aber keinen entscheidenden Stich mehr setzen. Der MSV hatte sich in der Rolle des zukünftigen Zweitligisten bereits bestens eingefügt und spielte seinen Schuh ganz souverän runter.

 

Platzsturm 1

 

Allerdings bedeutete das keineswegs, dass im Kieler Block Trübsal geblasen wurde. Es wurde gesungen und gefeiert. Schließlich hatte Holstein bis dato eine Rekordserie hingelegt. Hätten die Jungs nach Abpfiff die Chance bekommen, sie hätten sich trotz der deutlichen Niederlage feiern lassen können. Doch bereits zehn Minuten vor Abpfiff standen die ersten Duisburger Fans am Rand des Spielfeldes. Allen Ansagen des Stadionsprechers zum Trotz fluteten nach dem finalen Pfiff tausende Zebra-Anhänger das Spielfeld. Es wurde gejubelt, umarmt, geweint. Selbst als Gegner rührten diese Szenen. Ist es doch bei uns noch nicht so lange her, dass wir uns auf dem Kasseler Rasen in den Armen lagen.

 

Fans

 

Von Enttäuschung keine Spur. Warum auch? Unsere KSV hat diese Saison mehr erreicht, als wir uns noch im letzten Juli zu erträumen gewagt hatten. Direkte Qualifikation für den DFB-Pokal und Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur 2. Bundesliga. So konnte heute jeder einzelne Kieler mit stolz geschwellter Brust das Stadion in Duisburg verlassen und einem verdienten Aufsteiger gratulieren.

 

Für die Störche geht es am kommenden Samstag nochmal gegen die Stuttgarter Kickers. Und auch wenn die ersten drei Plätze fest vergeben sind, werden wir unsere Mannschaft letztmalig im regulären Betrieb von Liga 3 anfeuern und motivieren.

 

Denn am 29. Mai und 02. Juni 2015 heißt es nochmal volles Rohr nach vorne und dieser Sahnesaison die Kirsche aufsetzen.

 

Wer der Gegner wird entscheidet sich zwar noch, aber wir sind sicher: Egal ob gegen St. Pauli, 1860 München oder einem der anderen Vereine, die es noch werden können – unser Relegationsgegner wird sich warm anziehen müssen.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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