14. Februar 2015, Endstand 1:0

 

Holstein gegen Dynamo? Nicht nur aufgrund des Hinspiels, wo 80 mitgereiste Kieler im 600 Kilometer entfernten Sachsen späte drei Punkte bejubeln durften, ein besonderes Spiel. Ganz davon abgesehen dürften sich wohl einige hundert Dresdener in den Norden verirren und Coach Karsten Neitzel trifft heute ein weiteres Mal auf seinen Jugendverein.

 

stadionluftaufnahme

 

Die Supside hatte heute eine größere Aktion auf den Rängen vorbereitet. So wurde der komplette Vereinsname auf Fahnen und Doppelhaltern abgebildet. Nettes Bild, einziger Schönheitsfehler war vielleicht der starke Wind, der das obere Spruchband immer wieder durcheinander wirbelte.

 

choreo

 

dresdenkurve

 

Im Gästeblock schafften die 1000 Dresdener Fans es durch große Schwenker, und Luftballons ein schönes Bild zu erzeugen- Alles war angerichtet für das Duell der Tabellennachbarn aus Kiel und Dresden.

 

 

Bundesliga-Schiedsrichter Stegemann hatte kaum seine Uhr gestartet, da waren die Kieler schon im Vorwärtsgang. Freistoß aus mittlerer Distanz und Kegels Versuch ging knapp übers Tor. Fünf Minuten später versuchte es Manuel Schäffler, heute mit Zlatan-Gedächtnisschnurrbart, doch ein Dresdener fälschte gerade noch so zur Ecke ab. Dresden zeigte sich nach schwachen Spielen gegen Münster und Erfurt stark verunsichert, hier spielte nur die KSV. Das erste Mal den Torschrei auf den Lippen hatte das Kieler Publikum dann in der 22. Minute, Schäffler ließ den Ball über den Hinterkopf streichen, Patrick Wiegers hatte mit der Situation schon abgeschlossen und Latte! Langsam wäre die Kieler Führung hier verdient gewesen. Den besten Auftritt auf Gästeseite hatten immer noch die Fans im Gästeblock, die doch in den ersten Minuten nahezu komplett die gelb- schwarzen Farben anfeuerten. Holstein hatte hier alles im Griff, die Defensive stand wie immer sattelfest und in der Kreativzentrale scheint Maik Kegel mittlerweile zur Höchstform aufzulaufen. Kein Wunder, dass die SGD erst kurz vor der Pause wirklich einmal gefährlich vor das Tor von Kenneth Kronholm kam. Doch der Ball von Justin Eilers verfehlte das Gehäuse. Stefaniak fand im Anschluss ebenfalls seinen Meister in Kenneth Kronholm. Danach pfiff Stegemann zur Pause und eigentlich gehörten die drei Punkte nach so einer ersten Hälfte doch nur in eine Stadt.

 

scheffe

 

Die zweiten 45 Minuten begannen wie der erste Durchgang endetet, Kazior wurde auf Rechts Richtung Dynamo-Tor geschickt, brachte den Ball auf das gegnerische Gehäuse, doch Wiegers musste nicht eingreifen. Mittlerweile waren wieder nur die Kieler am Drücker, die West tat ihren Teil dazu bei. Nach einer Stunde kam der Ball auf Holsteins dänischen Sechser, doch sein Kopfball konnte Wiegers gerade noch so zur Ecke klären.

 

Dynamo blieb weiterhin blass. Allen voran Dresdens Toptorjäger Justin Eilers, der Holstein schon mit dem VfL Wolfsburg II immer wieder Probleme bereitete, war vollständig abgemeldet. Bei Holstein war es heute Manuel Schäffler, der den Gegner immer wieder vor Probleme stellte, aber auch die ein oder andere gute Chance vergab. 20 Minuten vor Schluss konnte Dresden auch den frisch gekommenen Breitkreuz nicht am Schuss hindern, der knapp am Tor vorbei zischte. Dann aber die 76. Minute: Gewusel im Dresdener Strafraum, Schäffler war mittendrin und auf einmal ins der Ball drin! Torpogo auf den Rängen, die verdiente Führung! Und während Manuel Schäffler im Stadion noch gefeiert wurde, zeigen Aufnahmen des MDR wohl ein Eigentor des Dresdener Schlussmanns Patrick Wiegers. Egal!

 

tor

 

torjubel

 

jubel

 

Und Holstein war die knappe Führung nicht genug, die Störche machten weiter Druck. Fünf Minuten vor dem Ende durfte dann auch der nahezu festgefrorenen Kenneth Kronholm mal ins Spiel eingreifen. Eilers verschob sich von links ins Zentrum, zog aus 18 Metern ab und Kronholm riss in Klassemanier die rechte Faust hoch. Kiel spielte danach das Spiel routiniert zu Ende und einmal mehr biss sich ein ehemaliger Zweitligist wie zuletzt Cottbus oder Bielefeld an Holstein die Zähne aus. Insgesamt ein absolut verdienter Sieg der KSV, die besonders in der zweiten Halbzeit heute eine bärenstarke Vorstellung zeigen. Einzig ein wenig bitter war die Zuschauerzahl: 6000 Heimfans bei einem Gegner wie Dynamo und einem guten Tabellenstand? Kieler? Arsch hoch! Schließlich tut das auch wirklich nicht not, den HSV auf Sky zu verfolgen oder wie jemand schon in einem sozialen Netzwerk bemerkte, KSV-Fan zu sein sei mittlerweile zu einfach.

 

valentine

 

Stand heute geht es nächsten Samstag somit zum Spitzenreiter nach Münster und spätestens nach heute dürfte doch wohl jedem klar sein, dass Holstein gegen jede Mannschaft der Liga locker bestehen kann.

 

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