Erdgas-Sportpark, 19. April 2015, Endstand 2:2

 

Irgendwie hatte Holstein zuletzt immer das Pech, gerade die Gegner vor der Brust zu haben, welche sich aktuell in guter bis sehr guter Verfassung befinden. In den letzten Spielen traf dies z.B auf den FSV Mainz 05 und Großaspach zu. Glücklicherweise trifft dies auch auf unsere KSV zu, die mittlerweile es einfach verlernt hat, die Plätze der 3. Liga als Verlierer zu verlassen. Der heutige Gegner vom HFC konnte in den letzten fünf Spielen immer dreifach punkten. An der heimischen Saale konnten die Hallenser Münster und Cottbus deutlich in die Schranken weisen. Ein spannender Vergleich, zu dessen Vorbereitung zog es die CCK an zwei verschiedene Ort, um sich mental auf das Aufeinenandertreffen vorzubereiten. Der Kontrast könnte stärker nicht gewesen sein, während sich eine Abordnung im schönen Stadion am Mannsberg die Niederungen des Amateurfußballs beim ehemaligen DDR-Zweitligisten Einheit Wernigerode hingab, schnupperte der Schreiber beim Duell der Hertha gegen Köln einmal wieder Erstligaluft. Die Wege trafen sich alsbald im Inneren des Hallenser Sportpark, wo sich heute etwas mehr als 8000 Zuschauer bei bestem Frühlingswetter einfanden, davon gut 250 aus Schleswig-Holstein.

 

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Natürlich ist es ein Sonntag und natürlich sind 450 km eine gute Distanz (wenn man sich alle restlichen Reiserouten anschaut, hat das Spiel für Holsteiner Verhältnisse aber fast Derbycharakter), aber da geht wirklich mehr. Aber was soll man erwarten, wenn in bekannten Netzwerken bei der Bekanntgabe von Internetübertragungen die erste Frage ist, wo man sich diesen in heimischen Gefilden zusammen anschaut? Da geht definitiv mehr!

11. April 2015, Endstand 1:0

 

Der Frühling ist da! Und er hat sich genau den richtigen Tag ausgesucht. Die Saison neigt sich dem Ende zu und gegen die Zweite von Mainz 05 sollte bei bestem Fußballwetter doch etwas gehen. Doch Vorsicht war geboten. Die kleinen Mainzer holten aus den letzten vier Spielen starke 10 Punkte und gewannen dabei gegen Dresden, Erfurt und holten einen Punkt in Münster. Keine schlechte Bilanz für ein Kellerkind der dritten Liga.

 

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Mit über 7000 Zuschauern konnte man heute auch für diesen eher unattraktiven Gegner einmal eine ansprechende Kulisse im Holstein-Stadion begrüßen. Für die Rheinland-Pfälzer drückte heute keiner live die Daumen.

 

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Der Holstein-Platz war heute buchstäblich sehr mitgenommen, braune und grüne Flächen wechselten sich ab, von einem ebenen Teppich konnte heute keine Rede sein. Das Spiel litt sehr unter diesen Begleitumständen, wirklich feine Kombinationen konnte man heute nicht erwarten.

 

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Karsten Neitzel konnte heute übrigens wieder auf Marlon Krause zurückgreifen. Die Mainzer begannen die Partie sehr selbstbewusst, standen sehr hoch und wollten den Spielaufbau der Störche früh unterbinden. Da Holstein dieses Konzept jetzt schon die gesamte Saison auffährt, neutralisierten sich beides Teams zunächst. Die Kieler waren hier aber das aktivere Team. Einzig die Flanken von den Außenbahnen wollten noch nicht so recht einen Abnehmer finden. Nach eine halben Stunde mal wieder eine Hereingabe, Heider verlängert, Schäffler macht sich lang, doch die Kugel geht ein gutes Stück am Kasten vorbei. Kurze Zeit später kam der Ball zum „Distanzspezialisten“ Mikkel Vendelbo, doch der Däne traf den Ball nicht richtig – keine Gefahr für das Mainzer Tor. Dann aber die 38. Spielminute: Klement fand sich auf einmal frei vor dem Holstein-Kasten wieder, Schuss. Doch Kenneth Kronholm war blitzschell unten und verhinderte bärenstark das Gegentor. Fünf Minuten später war dann Kronholms Gegenüber Robin Zentner im Mittelpunkt: Kazior tankte sich in den Strafraum durch, Zentner wagte einen Ausflug und rannte Holsteins Kapitän einfach um. Schiedsrichter Schröder aus Hannover zeigte sofort auf dem Punkt.

 

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Wer abergläubisch ist, der hätte wohl nicht Kazior den Ball hin die Hand gedrückt, dem zweitbesten Torschützen war das egal, 1:0 für Holstein!

4. April 2015, mechatronik-Arena, Endstand 1:1

 

Die Bachstelze ist eine Singvogelart, die durch ihr kontrastsreiches, schwarz-weißes Gefieder und den stelzentypischen Wippschwanz auffällt. Ursprünglich vor allem an unbewachsenen Uferflächen und Gewässer gebunden ist sie inzwischen überall in offenen und halboffenen Kulturlandschaften zu finden. Was der possierliche Federfreund mit dem heutigen Spiel zu tun, lösen wir später auf.

 

Regen, Regen, Regen - nachdem der vorherige Tag in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg echte Frühlingsgefühle verbreitet hat, ist die meteorologische Tristesse aka. Aprilwetter am 31. Spieltag zurück. Während sich die meisten Auswärtsfahrer bereits mitten in der Nacht auf den Weg in Richtung Schwabenländle machen müssen, genießen wir den Luxus, bereits gut 150 km nördlich der heutigen Destination zu urlauben. So nur zwei Stunden über die durchnässte Autobahn und eine Proviantaufnahme beim örtlichen Edeka später kommt das pittoresk gelegene Stadion des Aufsteigers in Sicht.

 

Einst eher ein kleiner Sportplatz, wurde die heutige mechatronik Arena im Jahr 2009 regional- bzw. drittligatauglich gemacht. Spielt hier nicht gerade eine Drittligamannschaft, also vornehmlich in der Sommerpause, finden hier Veranstaltungen wie regelmäßige Konzerte von der einheimischen Schlagersängerin Andrea Berg statt. Dann ist das Stadion natürlich auch rappelvoll ausverkauft, was bei den Fußballern eher selten passiert (genauer geschah dies bisher nur ein einziges Mal – als der FC Bayern zu Gast war). Heute wird hier jedoch Fußball gespielt, weshalb sich wohl aufgerundet 1.500 Zuschauer auf die Ränge verirren. Die Kieler Seite zeigt gleich mal eine schöne Choreo.

 

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Und nach keinen gespielten 120 Sekunden darf der Gästeanhang auch gleich jubeln. Nach einer schönen Hereingabe von Siedschlag kann Marc Heider zu seinem 10. Saisontor verwandeln.

 

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Doch der Gastgeber lässt sich hiervon wenig beeindrucken. Da Krause angeschlagen zu Hause geblieben ist, steht Patrick Auracher für ihn in der heutigen Startaufstellung. Dass die Kieler Defensive ungewohnt unsortiert wirkt, liegt aber sicher nicht an diesem Ausfall.

25. März 2015, Endstand 2:0

 

Holstein gegen Neumünster, das klingt wie die wenig vermissten Regional- und Oberligatage, als nach einem Heimspiel gegen die Veilchen ein Auswärtsspiel in Rehden oder Wilhelmshaven folgte. Dankenswerterweise war es heute aber „nur" das Halbfinale im SHFV-Pokal. Immerhin knapp 2500 Zuschauer schafften es am Länderspielabend in der Eiseskälte auf den Holstein-Platz, davon knapp 100 Anhänger aus dem Manchester des Nordes, die vor dem Anpfiff auf ein kleines Intro boten.

 

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Anschließend hatte man wirklich das Gefühl, heute einmal Fan des FCB zu sein, die KSV mit Ballbesitzwerten um schätzungsweise 80%, nach hinten ließ die KSV-Defensive bis auf eine Halbchance gar nichts zu. Bei den Störchen stand heute Patrick Auracher für den lädierten Mikkel Vendelbo auf dem Feld, Breitkreuz begann für Kazior, Jakusch bekam etwas Spielpraxis, Routinier Manu Hartmann stand heute gar nicht erst im Kader und widmete sich seinem Fernstudium.

 

Die Stimmung auf Kieler Seite für dieses Spiel heute recht ansprechend, das ganze Spiel feierte man seine blau-weiß-rote Elf auf ungezwungene Weise von der West. Nach dem zuvor bereits einige Chancen vergeben wurden, sprang der Ball im Anschluss an einen Freistoß zu Patrick Breitkreuz, der den Ball unhaltbar für Ole Springer ins Tor schlenzte.

 

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In Hälfte zwei das gleiche Bild, die KSV war hier klar das bestimmende Team. In der 60. Minute tankte sich Manuel Schäffler auf rechts durch und bediente wieder Breitkreuz im Rücken, 2:0 für Holstein! Danach spielten die Störche routiniert ihren Stiefel runter und stehen somit im Finale des Landespokals!

Holstein Kiel gegen Jahn Regensburg. Vorher hörte man schon aus so einigen Mündern, dass nach den knappen Siegen gegen Tabellennachbarn doch wohl heute ein klarer Sieg gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten aus Regenburg drin sein müsste. Das letzte Spiel gewannen die Rot-Weißen aus der Oberpfalz gegen Erfurt mit 1:0 und auch dank der vollständig umgekrempelten Mannschaft zeigte die Mannschaft nach der Winterpause bessere Leistungen als noch vor Weihnachten. Auf den Rängen fanden sich heute bei 5°C und Regen etwas über 6100 Zuschauer wieder. Im Gästeblock zählte man um die 50 Gäste, davon ein Großteil von den Ultras Regensburg, die mal wieder das beste aus der Situation machten und unentwegt Schwenker in der Luft hatten.

 

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Die Mannschaften von Holstein und dem Jahn auch optisch anzusehen, dass man sich gemeinschaftlich für die Aktion „Mach einen Strich durch Vorurteile“ gegen Diskriminierung und Intoleranz einsetzte und deshalb gemeinschaftlich in passenden Shirts auflief. Gute Aktion von Holstein, hier mal klar Position zu beziehen!

 

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Auf dem Feld übernahm die KSV hier sofort das Kommando und spielte munter nach vorne. Die Startelf sollte sich mittlerweile hinlänglich in den Kopf der KSV-Anhänger eingebrannt haben. Statt Finn Wirlmann stand heute Fabian Arndt im Kader, der Youngster half heute das wichtige Spiel der U19 gegen die SGD zu gewinnen. Top!

 
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