23. Mai 2015, Endstand 0:2

 

Ein wie so oft geforderter Sonderzug könnte ja aufgrund des noch nicht feststehenden Relegationsgegners als „Zug nach nirgendwo“ betitelt werden. Genauso kann das letzte reguläre Spiel der Drittliga-Saison 2014/2015 als ein „Spiel im nirgendwo“ betitelt werden. Spannung in dem Sinne war nicht mehr vorhanden. Das hatten viele der Fans wohl nicht erwartet und so manche Karte gab es vor dem Spiel noch zum Schnäppchenpreis.Trainer Karsten Neitzel war das verständlicherweise egal. Er ließ die beste Elf auflaufen und das obwohl beispielsweise Marc Heider bei einer 5. gelben Karte hätte am nächsten Freitag zugucken müssen.

 

kielchoreo

 

kickersrauch

 

nurholsteinkiel

 

stuggiblock

 

Die Gästefans hatten bereits vor einiger Zeit, als das Spiel sportlich noch etwas zu versprechen schien, einen Sonderzug gechartert. Die Anhänger aus dem blauen Stuttgart füllten den Gästeblock ganz ordentlich. Etwa 300 Sympathisanten der Kickers werden es gewesen sein, die zu Anfang auch gleich ein wenig blauen und weißen Rauch seiner Bestimmung übergaben. Nettes Bild! Auf Kieler Seite gab es von der Westtribüne schon einmal einen kleinen Motivationsschub in Richtung der beiden Relegationsspiele.

 

heidischuss

 

Kiel schien das Spiel trotz der Ausganslage nicht abschenken zu wollen. Die Kieler zunächst das aktivere Team: Nach 420 Sekunden legte Schäffler auf Mr. Zuverlässig Patrick Kohlmann, doch sein Schuss zischte abgefälscht am linken Pfosten vorbei. Nach 26 Minuten drosch Heider dann auf das Tor der Blauen, doch auch hier keine wirkliche Gefahr für den Kasten der Süddeutschen. Nachdem die KSV die Offensive der Kickers anfangs gut im Griff hatten, kamen die Gäste nach einer halben Stunde besser ins Spiel. Marchese versuchte es, Kronholm konnte den Schuss sogar noch festhalten. Dann aber die 41. Spielminute: Der flinke Edwini-Bonsu vor Kronholm, der konnte per Parade den Schuss nur verlangsamen. Zunächst scheint es so, dass Wahl klären kann, doch der Offensivmann der Gäste bugsiert den Ball doch noch in die Maschen. Ein wenig überraschend. Doch die Westtribüne feierte das Team trotz Rückstand für eine hervorragende Saison. The best is yet to come!

 

eurodance

 

scheffe

 

saliou

 

Nach der Pause versuchte es Holstein gleich wieder, wurde vier Minuten nach Wiederanpfiff jedoch kalt erwischt. Engelbrecht scheiterte zwar zunächst an Kronholm, der Abpraller erreichte jedoch Bentley Baxter Bahn, der zum 0:2 verwandelte. Ein wenig merkte man heute die Vorsicht bei Holstein, es wurde nicht mit letzter Konsequenz zum Ball gegangen, keine Verletzung riskiert. Dennoch arbeitete die KSV weiter nach vorne. Viel wichtiger als das Spielgeschehen dürfte aber die erste Auswechslung gewesen sein. Nachdem er bereits engagierte 45 Minuten bei der U23 gegen Todesfelde absolviert hatte, betrat Saliou Sané das erste Mal seit langer Zeit mal wieder den Rasen des Holstein-Stadions. Ein paar Wackler waren vielleicht noch drin, dennoch gut zu wissen, dass Karsten Neitzel mit ihm wieder eine echte Alternative im Kader hat.

 

iblock

 

Nach 69 Minuten dann die dickste Chance der Partie für die Kieler: Heider tankte sich auf der linken Seite durch, seine Flanke flog über Keeper Müller rüber zu Siedschlag, doch das sichere Tor verhinderte der Stuttgarter Kaiser im letzten Moment. Die letzten Minuten der Partie waren für den normalen Zuschauer noch ganz nett anzusehen, Holstein und die Kickers versuchten ihr Glück beide in der Offensive, doch es blieb beim 0:2. Auf den Rängen störte das niemanden. Das ganze Spiel über wurde lautstark das eigene Team gefeiert. auch nach Abpfiff sendeten die Tribünen die besten Wünsche laut in Richtung Mannschaft, die kollektiv grinsend vor der Westtribüne stand.

 

schäffe

 

mikkelsiedo

 

Morgen gegen 17:20 Uhr ist der KSV-Anhang dann im Klaren darüber, gegen wen man sich um den letzten verbliebenen Platz in der 2. Liga streiten darf. Da kann man nur an alle appellieren, die kein Ticket für das Hinspiel ergattern konnten: Sichert euch das Ticket für den finalen Auswärtsauftritt der KSV in FürthMünchenAueFrankfurtSandhausenSt.Pauli!

 

Alle Bilder in der Galerie.

16. Mai 2015, Schauinsland Reisen-Arena, Endstand 1:3

 

"Bis jetzt eine hammer Saison. Relegation Sicher. Da geht noch mehr."

"Aufstehen, Krone richten, weiter machen."

"Und selbst, wenn wir es nicht schaffen - die Saison war spitze."

 

Wenn das Ende einer Serie und das Nichterreichen eines direkten Aufstiegsplatzes mit solchen und noch vielen ähnlichen Kommentaren in sozialen Netzwerken aufgefasst wird, hat man wohl in der Saison bisher Vieles richtig gemacht. Und auch aus der Richtung des Gegners hagelte es nach Abpfiff sportlich faire Anerkennung und motivierende Worte für die Relegation.

 

Natürlich hätten wir uns gerne die Chance auf den direkten Aufstieg gewahrt. Entsprechend groß war die Aufregung bei vielen Kielern vorm Spiel. Alleine die angekündigte Kulisse von 31.000 Zuschauern ließ das Herz höher schlagen. Dementsprechend gab es mancherorts schlaflose Nächte.

 

Mehr oder weniger fit ging es für rund 2.000 Kieler in den Ruhrpott. Unter dem Motto "Alle in rot" bildete der Gästeblock einen schönen Kontrast zu dem ansonsten in blau gehaltenem Stadion. Bei Ankunft unserer Besatzung auf dem Parkplatz sorgt der Heimanhang innerhalb der Arena bereits für brachialen Krach. Es war deutlich zu spüren, dass an diesem Spieltag etwas Großartiges stattfinden konnte. Nur wer sich dafür verantwortlich zeigen würde, stand vor Abpfiff noch nicht fest. Aber auf Kieler Seite zeigte man sich optimistisch. Als Partycrasher wollte das Team heute vom Platz gehen.

 

Holsteinblock

 

9. Mai 2015, Endstand 4:0

 

Das Spiel gegen die Fortuna aus der Kölner Südstadt lief Gefahr, im Hinblick auf die vermeintlich wichtigere Auswärtsaufgabe in Duisburg ein wenig ins Hintertreffen zu geraten. Dabei waren es doch gerade die selbsternannten „Südstadtlegenden" aus der Domstadt, die die KSV in der Hinrunde ganz gehörig forderten, sodass die KSV bei Schlusspfiff mit dem einen Punkt am Ende gut leben konnte. Völlig egal dürfte dem Gast das Spiel ebenso nicht gewesen sein, den einen oder anderen Punkt konnte man noch gut brauchen. Das dachten sich auch gut 100 Anhänger der Fortuna, die die 500 Kilometer zum Holstein-Stadion bewältigten und ihrer Elf den Rücken stärken wollten, anständige Zahl, ein paar nette Fahnen hatten die Gäste auch dabei.

 

gäste

 

polen

 

Das Holstein-Stadion zeigte sich heute von Heimseite her ausverkauft und die über 8000 sollten etwas geboten bekommen. Schon nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Badstübner hatte der aufmerksame KSV-Anhänger das Gefühl, das Konzept der Kölner irgendwie zu kennen, schließlich legte Trainer Uwe Koschinat ebenso Wert auf ständiges Pressing wie Holsteins Coach Karsten Neitzel.

 

kusi_manu

 

Letzterer musste heute auf Rafael Kazior aufgrund der 5. gelben Karte des Kapitäns verzichten, für ihn rückte Patrick Breitkreuz in die Startelf. Der Gast aus dem Südstadion begann engagiert auf dem Holstein-Platz, Fortunas Torjäger Johannes Rahn versuchte es einmal, doch kein Grund, für Kronholm einzugreifen. Holstein fand nach ein paar Eingewöhnungsminuten nun auch in die Partie, der Ball zirkulierte ganz ansehnlich durch die Reihen der Störche, immer angetrieben von den vollen Rängen, auch das Publikum schaffte es seine Leistung von der Alm zu konservieren.

 

Nach 15 Minuten verstummte der Torschrei auf den Tribünen, nach einer Ecke der KSV fand sich Schäffler unbedrängt im Strafraum wieder, konnte die überraschende Freiheit aber nicht nutzen. Doch wenige Augeblicke später stand Holsteins Stürmer dann goldrichtig: Breitkreuz tankte sich auf rechts durch, brachte den Ball ins Zentrum, wo der Ex-Ingolstädter nur noch einschieben brauchte! 1:0 für Kiel!

 

1zu0

 

jubel1

 

Anschließend verlor das Spiel etwas an Dynamik, vor allem, weil der Gast nun besser stand und selbst versuchte, sich dem Tor von Kenneth Kronholm anzunähern. Doch wie man es von der Kieler Defensive gewohnt war und ist: Richtig gefährlich wurde es nie. Fünf Minuten vor dem Pausentee schnappte sich Torschütze Schäffler noch einmal das Leder, doch der Schuss rauschte über das Gehäuse.

 

2. Mai 2015, Schüco-Arena, Endstand 2:2

 

Mit dem Klassiker der Talking Heads – Road to nowhere, der auf dem Weg nach Bielefeld lief, sind bereits alle Witze zu dem Thema abgefrühstückt...

 

Als im letzten Sommer feststand, dass wir auf die Alm nach Bielefeld dürfen, war die Freude außerordentlich groß. Ein schönes Stadion, dass für viele Kieler sicher auch ein neuer Ground sein dürfte und ein Verein mit bekanntlich gutem Support.

 

heim

 

Bereits beim Hinspiel in Kiel kam die Arminia als Tabellenführer an die Förde. Kiel - damals auf Platz 11 - sorgte mit dem Heimsieg für eine kleine Sensation und unter Mithilfe von Wiesbaden, Münster und Erfurt für ein Abrutschen Bielefelds auf Platz vier. Der Verlauf der Saison bis zum Rückspiel ist bekannt. Der DSC hat sich den ersten Platz zurück erobert und bislang verteidigt. Und unsere KSV? Die hat in den letzten 24 Spielen nur eine Niederlage kassiert und steht damit völlig zurecht direkt dahinter auf Platz zwei.

 

zugmob

 

gästeblock

 

gästeblock2

 

Dass die Störche als Aufstiegskandidat zum absoluten Spitzenspiel auf die Alm reisen würden, damit hatte seinerzeit wohl keiner gerechnet. Doch die Verfolger MSV Duisburg und Stuttgarter Kicker lauern auf ein Ende unserer Serie. Der Abstand nach hinten ist gering. Entsprechend groß ist das Kribbeln in den Tagen vor dem (vermutlich) viertletzten Saisonspiel. Und jeder will es sehen. Bereits vorm Spieltag war die Alm heimseitig ausverkauft und Kiel mit gut 1500 Schlachtenbummlern angekündigt. Somit war eine Gänsehautkulisse vor schlußendlich 24.249 Zuschauern garantiert.

 

25. April 2015, Endstand 2:1

 

Holstein gegen den formstarken Gegner aus den neuen Bundesländern – Teil 2!

 

Nach einer bärenstarken Aufholjagd an der Saale stand mit dem Chemnitzer FC heute die nächste schwere Aufgabe ins Haus. Schließlich sollte jeder Fachkundige schon einmal von den Namen Anton Fink oder Frank Löning gehört haben. Im Hinspiel gab es ein leistungsgerechtes 0:0. Somit war es heute auch das zweite Aufeinandertreffen zwischen Tim Danneberg und seinen ehemaligen Kollegen.

 

Holsteins Trainer Karsten Neitzel setzte heute neben Hauke Wahl auf Marcel Gebers. Tim Siedschlag blieb draußen, dafür rückte der in Halle auffällige Lindner in die Startformation. Aus Sachsen hatten heute 100 Fans der Himmelblauen den Weg an die Förde gefunden. Natürlich geht es für den CFC um nichts mehr, aber dafür, dass man sich einst über die Anzahl der Kieler Fans in Sachsen echauffierte, war das doch ganz schön dünn im Gästeblock.

 

Gästeblock

 

West

 

Das Wetter zeigte sich heute nicht so freundlich wie in den schönen letzten Tagen. Im Laufe der Partie mussten sich Spieler und die knapp 7400 Zuschauer an einen unangenehmen Sprühregen gewöhnen. Etwas erfreulicher war da doch die Aktion „Fans für Fans“ organisiert vom AWO-Fanprojekt. Dank dieses Engagement konnte eine Gruppe der Stiftung Drachensee heute das Spiel gegen den CFC verfolgen. Ein kleines Jubiläum feierte heute auch die Supside - 100 Ausgaben der Nellie gibt es mit dem heutigen Spieltag!

 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok