ERDGAS-Sportpark, 1. Feburar 2014, Endstand 1:0

 

Was bereits in der Vorberichterstattung bei der Mitteldeutschen Zeitung thematisiert wurde, kommt auch am Spieltag nicht zu kurz. Um möglichen Verzögerungen durch Glätte vorzubeugen fährt man rechtzeitig am Morgen los. Da sich die Befürchtung nicht bewahrheitet, bleibt genug Zeit für eine ausgiebige Pause. Von einer der früheren Auswärtsfahren nach Sachsen-Anhalt noch bekannt, ruft der Elbe Park in Irxleben bei Magdeburg. Hier kann man nicht den Bestand an Halberstädter Wurstsoljanka im Vorratsregal auffüllen, auch Schlachter und Grillbude vor Ort locken mit Wurstspezialitäten. Hervorzuheben ist dabei, dass 100 Kilometer vor Thüringen schon sehr leckere Bratwürste zu bekommen sind. Frisch und hausgemacht mit einem Hauch Kümmel bestätigen sie die Formel: „Je dichter an Thüringen, desto besser die Wurst". Bouletten und Knoblauchbockwurst brauchen sich jedoch nicht verstecken. Einzig die Grilletta, der einstige Hamburger-Pattie-Ersatz der ehemaligen DDR konnte nicht getestet werden. Beim nächsten Mal hoffentlich.

 

wurst

 

Nach der restlichen Stunde Fahrt, dem Passieren des Mannschaftsbusses beim Beladen am Hotel und dem Überleben der Anfahrt ans Stadion inklusive einigen schönen (zahlreiche Werke zu Ehren des Hallensers Georg Händel) osttypischen Postkartenmotiven entlang der HFC-Fankurve steht man vor dem ERDGAS-Sportpark. CCK versucht ja nach Möglichkeit immer den ursprünglichen Stadionnamen zu nutzen. Doch nach dem Abriss des altehrwürdigen Kurt-Wabbel-Stadions in 2010 stehen nur noch Teile der alten Außenmauer. Glücklicherweise konnte CCK hier nochmal reinschauen. Das neue Stadion, mit seiner zweckmäßigen aber durchaus ansehnlichen Konstruktion fasst gut 15.000 Zuschauer. Heute belegen knapp 7000 Zuschauer, davon gut 250 Kieler die Plätze, darunter mal wieder ein ansehnlicher WET-Haufen.

 

hfc-fankurve

 

gaesteblock

 

Auf seinem Platz angekommen, hat man für einen kurzen Moment das Gefühl einem Champions League-Spiel beizuwohnen. Aber weder Kulisse noch das Geschehen auf dem Rasen zeigen sich dafür verantwortlich. Kurz vor Einlauf ertönt die Vereinshymne. Eine Mischung zwischen sozialistischem Liedgut und Erkennungsmelodie besagten Wettbewerbs.

25. Januar 2014, Endstand 0:0

 

Passenderweise wurde es gerade zur Wiederankunft im heimischen Kiel so richtig empfindlich kalt, da mussten die Spieler in blau-weiß-rot schon mal einen Temperaturunterschied von 25°C bewältigen. Trotz dieser äußerlichen Extreme war man natürlich im Team und auf den Rängen bei einer Kälte weit unter dem Gefrierpunkt heiß auf den Rückrundenstart gegen den Konkurrenten aus dem blauen Stuttgart. Dank der Bedingungen wollte man zunächst nicht glauben, wie leer sich die Traversen noch 15 Minuten vor dem Anpfiff zeigten. Am Ende sollten sich aber doch knapp 4000 Fans finden, die ihrer KSV in der Kälte die zumeist in Handschuhen versteckten Daumen drückten. Die Westtribüne dagegen erhob schon vor dem Anpfiff ihre Stimmen und so hallten schon Gesänge durch das Rund des Holstein-Stadions.

 

westtribuene

 

Zum ersten Mal im Jahr 2014 wurde die Holstein-Anzeigetafel auf 0 gestellt und Holstein vom Anstoß weg mit Druck nach vorne und mit der ersten Ecke des Spiels, die aber nichts einbrachte. Dann sollte es schon 600 Sekunden dauern, bis Holstein wieder den Weg nach vorne fand. Marcel Schied, heute für den kurzfristig verletzten Danneberg, Kazior rückte nach hinten, im Spiel auf Patrick Breitkreuz, der fand Marc Heider, sein Schuss sollte aber abgefälscht kein Problem für Kickers Schlussmann Krauss sein. Im Anschluss egalisierten sich beide Teams nahezu komplett, Holstein aber weiter mit leichten Feldvorteilen, insbesondere Neuzugang Vendelbo konnte immer wieder andeuten, welches Potential in ihm schlummert.

 

vendelbo

 

Fünf Minuten vor der Pause wurde den Holstein-Anhängern noch einmal warm als Marc Heider den gut postierten Marcel Schied bediente, welcher aus 8 Metern nur noch den Stuttgarter Schlussmann vor sich hatte und diesen sogar tunnelt, knapp vorbei. In Block J konnte nach der fälschlich eingespielten Tormusik sogar ein astreiner Torpogo bewundert werden, leider ohne Konsequenzen auf der Anzeigetafel.

Türkei-Trainingslager-Tagebuch 2014

 

Trainingslager mit den Störchen. Es gibt schon schlechtere Möglichkeiten als den Januar am Mittelmeer zu verbringen. Obwohl die letzten beiden Jahre zeigten, dass auch diese Gegend keine Garantie für gutes Wetter bietet, fror man sich 2012 doch den Allerwertesten ab, während man ein Jahr später regelmäßig bis auf die Haut durchnässt wurde. Für 2014 meinte es der Wettergott dann gut mit der Reisegruppe von der Förde, denn von acht Tagen gab es sieben einhalb Tage Sonnenschein und Temperaturen von um die 20 Grad. Regen und Frost gab es im Schatten des Taurus-Gebirges in diesem Jahr nicht, was sich natürlich positiv auf die Stimmung auswirkte.

 

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Fußballteams, Rentnerhorden und der obligatorische Buffet-Check

Das Wetter also nicht wie gewohnt, dafür gab es nach drei Jahren alle möglichen anderen Dinge, die einem bereits vertraut waren und auf die man sich bereits freute. Vom Straßenrand grüßten kleine Stände, an denen Köfte und Gözleme angeboten wurden, während es im Kleinbus (die Mannschaft bekam natürlich ihren eigenen Transfer) in Richtung Side ging. Mit Anfang/Mitte 30 zog man den Altersschnitt erheblich nach unten, denn denn neben Fußballteams im Trainingslager werden die Hotels an der Türkischen Riviera vor allem von Rentnern bevölkert. Diese genießen dann häufig für mehrere Wochen das milde Klima und beschweren sich ebenso häufig nach der ersten Woche über das Essen, das immer das gleiche ist, weil sie jeden Tag nur Hähnchen und Pommes essen (eigene Erfahrung). Positive Ausnahmen gibt es auch, lernte man auf der Hintour doch einen ehemaligen Torhüter des Eimsbüttler TV kennen, der großes Interesse am Traditionsverein aus Kiel zeigte.

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Hallenmasters Teaser

 

 

Edmund-Plambeck-Stadion, 8. Januar 2013, Endstand 0:2

 

Zweites Testsspiel als ordentliche Trainingseinheit gegen einen unangenehmen Gegner der immer gut mitspielte. In der zweiten Halbzeit dominantund mit einigen Schüssen aus der zweiten Reihe. Für die Tore sorgten Schied in der 42. und Siedschlag mit einem schönen Distanzschuss zum 2:0 in der 61. Insgesamt sollte man den Kick vor 250 Zuschauern nicht allzuseh überbewerten. Wichtig ist, dass sich keiner verletzt hat und die Vorbereitung so ungestört weiter gehen kann.

Neuzugang Mikkel Vendelbo verfolgte die Leistung seiner neuen Teamkameraden übrigens von der Tribüne.

 

 

 

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