8. März 2014, Endstand 3:0

 

Eigentlich hätte das Spiel in der zweiten Halbzeit wie immer enden können. Da kommt ein Team aus dem oberen Tabellendrittel, sieht gegen die engagierte KSV nicht gerade gut aus und nimmt am Ende doch etwas Zählbares mit auf dem Heimweg. Irgendwie sollte dann aber alles anders kommen, doch der Reihe nach. Wäre der Ball in Erfurt nur einmal über die Linie bugsiert worden, hätte wohl jeder von einer ansprechenden Leistung mit korrektem Ergebnis gesprochen. Die trotz des einen Punkts positive Stimmung nach dem Spiel setzte sich in der Woche bei einer Trainingseinheit fort, als man nochmal den Zusammenhalt zwischen Fans und Team beschwor. Dass das Team die Message verstanden hatte, zeigte sich dann bei herrlichem Frühlingswetter von der ersten Minute an.

 

choreo

 

west2

 

Die Sonne schien, auf der West eine gelungene Choreo und von Beginn an schallten die Gesänge über den Platz. Es hätte nicht besser beginnen können und auch die Leistung auf dem Grün war schon am Anfang ganz vielversprechend. Nach nicht einmal 60 Sekunden die erste Ecke für die KSV, Mikkel Vendelbos Schuss danach aber kein Problem für Wiesbadens Keeper Kolke.

 

keeper

 

Auch im Verlauf war Holstein weiter auf dem Vormarsch, Siedschlag auf Breitkreuz, doch der Hesse Herzig noch mit dem Fuß dazwischen. Und das, obwohl Marc Heider es im Gegensatz zu den ebenfalls angeschlagenen Kazior und Vendelbo nicht auf den Platz geschafft hatte. Nach zehn Minuten dann das erste Mal Atemstillstand im Block: Rafael Kazior hielt einfach mal aus der Distanz drauf und sofort wurde es gefährlich. Doch der Ball ging ans Aluminium. Holstein suchte danach immer wieder den Weg nach vorne, besonders der zuletzt eher schwache Patrick Breitkreuz stand immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Nur die zahlreichen Kieler Ecken brachten wieder nichts ein. Wie in Erfurt ließ das Kieler Publikum zu keiner Zeit nach. Das Team der Störche kämpfte unter Support von 4.000 Zuschauer, während lediglich 30 Gästen ohne jedwede aktive Szene aus Wiesbaden angereist war.

Steigerwaldstadion, 28. Februar 2013, Endstand 0:0

 

Nach der Gewalttour ins oberbayerische Burghausen kommt einem die Strecke nach Erfurt gar nicht so lang vor. Trotzdem erweist sich die A7 zwischen Hamburg und Hannover auf einem Freitag wie immer als tückisch. Da man aber trotz der ungünstigen Tabellensituation seine Farben auch in Thüringen hochhalten will, trotzt man Staus, serpentinenartigen Landstraßen und unsinnigen Navi-Anzeigen (Ankunft 22:04, da scheint Nokia die neueste Nordhausener Umgehung noch nicht zu kennen) und kommt noch pünktlich in der Thüringer Landeshauptstadt an. Nach den beiden ernüchternden Spielen in Burghausen und zu Hause gegen RB Leipzig ist das Tagesziel klar. Aber ob Erfurt, die den Anschluss an die Spitze nicht verlieren wollen, die aus Kieler Sicht lebensnotwendigen 3 Punkte einfach hergeben ist fraglich.

 

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Im Gegensatz zu unserem letzten Besuch im November 2009 gibt es diesmal leider keine Zeit, sich in der schönen Innenstadt umzuschauen. Immerhin reicht die Zeit noch für eine echte Thüringer Bratwurst bei einem Straßengrill irgendwo kurz vor der thüringischen Landehauptstadt. Und zumindest hier haben wir etwas Glück. Die letzten drei Würste auf dem mit Holzkohle befeuerten Grill scheinen für uns reserviert. Schnell gekauft und genossen, denn offenbar ist dieser Grill kein Geheimtipp.

 

wurst

 

Mehrere die nach Feierabend auch der Suche nach Nahrung sind, müssen enttäuscht weiter ziehen. Stammgäste bekommen für die umsonst gefahrene Strecke wenigstens noch eine Kaffee gratis. Der Budenbetreiber wünscht indes noch mit einem Lachen viel Erfolg, auch wenn er die Reisegruppe, die auf einen Freitag durch die halbe Republik fährt, für etwas seltsam hält.

 

22. Februar 2014, Endstand 0:2

 

Gefühlt saß man immer noch im Auto von Burghausen nach Kiel, dankenswerterweise sollte dieser Schein trügen, sodass man heute nur einmal den Westring befuhr, um zum Holstein-Platz zu gelangen. Doch heute sollte so einiges anders sein am Wegesrand, sodass man vor Betreten des Stadions bereits ein Lächeln im Gesicht hatte.

 

schweine

 

So hatte man bereits einige Holzkonstruktionen entdecken können und auch die Spielankündigungsplakate zeigten eher nicht den offiziellen Namen des Vereins, nein falsch, des Marketing-Konstrukt. Schon von weitem hörte man dann zahlreiche Unmutsbekundungen für den Gast aus Leipzig, im Stadion waren die Ränge bereits etwas besser befüllt als zuletzt, insgesamt fanden ich mal wieder knapp 5.000 Zuschauer im Stadion ein, davon um die 150 aus Leipzig, irgendwie auch kein Kommentar nötig.

 

blocki

 

gaeste

 

Als kleines Intro zeigte der Block I einen kleinen Mutmacher Richtung Rasen, auf dem heute von Anfang sich auch Finne Mika Ääritalo wiedefand und heute somit mal auf einen längeren Einsatz hoffen durfte. Gleich zu Anfang fiel einem die giftige Atmosphäre auf den Rängen auf, das Produkt sollte also auch von Publikumsseite Gegenwehr erhalten. Von Verunsicherung aufgrund der 0 Punkte an der österreichischen Grenze zunächst überhaupt keine Spur, Holstein spielte mutig nach vorne, Marcel Gebers sollte Leipzigs drittem Torwart Bellot nach 12 Minuten den Ball direkt in die Arme köpfen.

Wacker-Arena, 15. Februar 2014, Endstand 1:0

 

Auswärtsfahren – eine der wichtigsten Disziplinen im Fan-Dasein. Und da geht eigentlich wenig mehr als von der Förde an die Berge, von Kiel nach Burghausen. Mit rund 940 km, wohlgemerkt für eine Strecke, die weiteste Tour, die der deutsche Fußball zu bieten hat. Das Motto könnte von daher lauten: Mehr geht nicht!

 

burghausen

 

Die Ansetzung im vermeintlich tiefsten Winter sorgte bei Bekanntwerden des Spielplans allerdings für einige Sorgenfalten. Die meisten Wetten lauteten auf Spielausfall. Zumindest würde die Anreise ins tiefste Bayern problematisch werden.

 

holstein

 

Zum Glück kommt es anders. Und so macht sich ein respektabler Haufen auf, um das eigene Team an der Salzach zu unterstützen, sei es per Bahn (dank Bahncard Gold und den deutschen Rodlern konnte man hier einen Schnapper landen), per Bus (organisiert von der Supside), per Auto oder auch per Flugzeug. Egal wie – dank der guten Leistung im Heimspiel gegen Preußen Münster geht es hochmotiviert in den Süden.

8. Februar 2014, Endstand 3:0

 

Endlich mal wieder ein Tag, an dem man sich nicht im Nachhinein über verschlafene Halbzeiten, vergebene Chancen oder schlechte Schiedsrichterleistungen ärgern muss. Abzüge in der Endnote gibt es nur für das regnerische Wetter, wobei ja wenigstens die Temperaturen im halbwegs angenehmen Bereich lagen.

Doch das kann am heutigen Tage mal gepflegt übersehen werden – ansonsten war es ein Spiel, das mal wieder richtig gut getan hat. Vor dem Anpfiff hätten sich viele im Stadion wohl auch über ein dreckiges 1:0 gefreut, zu weit entfernt waren die Leistungen in den letzten Spielen vom ansehnlichen 3:0-Hinspielsieg.

Eine Stunde vor Anpfiff war die Gästekurve schon gut gefüllt (am Ende waren es wohl so um die 500 Münsteraner), während im Rest des Stadions deutliche Lücken zu sehen waren. Zum Glück interessierten sich am Ende doch insgesamt 4.500 Zuschauer für das Duell der Traditionsvereine, auch wenn sich beide Teams im Moment eher noch unten in der Tabelle orientieren.

 

blocki

 

gaestekurve

 

Vielleicht war es die Neugier auf den neuen Stürmer Manuel Schäffler, vielleicht hatte es sich auch herumgesprochen, dass Karsten Neitzel neu aufgestellt hatte. Von Anfang an mit auf dem Platz: Publikumsliebling Fiete Sykora Fußballgott.

 
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