25. Mai 2013, Endstand 3:0

 

Letztes Saisonspiel, eigentlich in der Holstein-Fankarriere ein besonderes Datum, wo man gerne mal wahlweise den Aufstieg feiert (Lübeck zuhause) oder sich im wichtigen Spiel abschießen lässt (Wolfsburg auswärts). Heute dagegen konnte man sich als gemeiner Holstein-Fan wirklich einmal entspannt zurücklehnen und das Spiel genießen. Durch die Konstellation, dass Vicky heute auf einen Abstiegsplatz rutschen konnte, lag der Druck also mal woanders. Für das Holstein-Herz war aber bereits vor dem Anpfiff kurzzeitig ein kleines Ereignis wichtiger als das 11 gegen 11 auf dem grünen Rasen. Nach sechs Jahren ging wohl Holsteins größter Sympathieträger der letzten Zeit von Bord, Jürgi nahm seinen Hut.

 

juergie

 

Das Ganze war seiner Person absolut angemessen, alle Augen waren auf die LED Wand gerichtet und so wurde man passenderweise auch am heutigen Tag gleich wieder an den letzten Aufstieg erinnern. Nach einigen Tränen beim Capitano und wohl teilweise auch auf den Rängen wurde man dann Zeuge des letzten Anstoßes der regulären Viertligasaison.

 

west

 

 

Victoria, unterstützt von 20 Anhängern rund ums Nordkaos, fand überraschend gut in die Partie und zeigte sich im Gegensatz zum Hinspiel stark verbessert, wo man doch mehr Kieler Opfer als Gegner war. Die Hamburger hielten erstaunlich gut mit, den Kielern steckte wohl ein wenig der zuvor errungenen Meistertitel in den Knochen.

Nichtsdestotrotz hatte Holsteins neue Nummer 1 Niklas Jakusch nicht allzuviel zu tun. Nach einer knappen halben Stunde war es dann er agile Marc Heider, der sich auf der linken Seite gut durchsetzte und in die Tiefe passte. Wie so oft stand dort Marcel Schied, der nur noch einschieben brauchte.

 

schied

 

wasserschlacht

 

Einige Minuten später rechtfertigte Niklas Jakusch seine Nominierung und klärte stark per Fußabwehr. Bis zur Halbzeit war es besonders der zuletzt unauffällige Johansen, der als Ballverteiler weiter für Gefahr sorgte und so die schwache Victoria Deckung unter Druck setzte. Nach der Pause ging es dann bis auf wenige Ausnahmen nur noch auf das Tor des Hamburger Traditionsverein. Neben dem starken Kazior-Vertreter Toksöz sorgte auch der eingewechselte Lindner stetig für Gefahr und wirbelte die Abwehr durcheinander. Eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff notierte man das vorentscheidende 2:0, Marc Heider hatte nach guter Vorarbeit keine Mühe zu verwandeln. Die Relegation warf bereits ihre Schatten voraus, die Stimmung wurde nun stetig vorfreudiger, die Westtribüne deutete bereits an, zu was man am Mittwoch im Stande sein wird. Dank der Kombitickets waren mit über 4100 Zuschauern einmal mehr gut gefüllte Ränge anzutreffen. Das Spiel wurde zunehmend besser, Holstein schien das Spiel ohne Druck nun gut zu gefallen und manchmal wähnte man sich sogar in die Hinrunde zurück, wo man die Gegner mit grandiosem Kombinationsspiel zum Teil regelrecht auseinandernahm, zum Teil wurden beste Chancen ausgelassen. Eine Chance konnte die gute Holstein Offensive dann doch noch nutzen und der Stammzuschauer freute sich nach langer Zeit mal wieder an einen erfolgreichen Abschluss von Jarek Lindner, dessen eigentlich haltbarer Schuss dank Victorias Grubba den Weg in die Maschen fand. Nach 90 Minuten war dann Schluss, bei zum Teil großen Pfützen war der Platz doch sehr belastet worden.

 

jockel

 

medaillen

 

Nach einer schwächeren Anfangsphase dominierte die KSV den SCV nach Belieben und fand besonders in der zweiten Halbzeit zu alter Stärke zurück, hier wäre heute sogar noch mehr möglich gewesen. Eine andere Gewissheit stellte sich nach dem Spiel heraus. Seltsamerweise verlor der potentielle Gegner Elversberg mit 0:4 in Worms, sodass man sich am Mittwoch nun mit den Nordhessen aus Kassel messen muss. Wir sehen uns im Stadion!

 

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