19. April 2013, Endstand 1:1

 

Die erste halbe Stunde gut, die letzten zehn Minuten durchaus engagiert – dazwischen eine Phase in der man dem Gegner zu sehr ins Spiel kommen ließ und das hieß in der Endabrechnung an diesem Freitag dann leider nur 1:1. Auch weil am Ende das Glück nicht auf der Seite von Holstein war.

 

aust


Doch der Reihe nach, denn der Beginn der Partie sah zunächst sehr danach aus, dass auch die zweite Zweitvertretung innerhalb weniger Tage standesgemäß besiegt werden sollte. Und das, obwohl der von Thomas Wolter gecoachte Werder-Nachwuchs eigentlich als ein deutlich härterer Brocken anzusehen ist, als der der Kiez-Kicker. Doch Holstein zeigte sich von Beginn an spielfreudig und mit schönen Kombinationen, welche die Hintermannschaft der Werderaner das ein oder andere Mal in Verlegenheit brachten.

Dies war auch auf den wieder gut gefüllten Rängen (darunter auch eine kleine Gruppe aus Nordengland) zu spüren und so war auch nur eine Frage der Zeit, bis das erste Tor fallen sollte. Diese Ehre wurde dem glänzend aufgelegten Fiete Sykora zuteil, dessen Kopfball nach einer Pressel-Ecke sich im hohen Bogen hinter dem Bremer Torhüter absenkte.

 

tor

 

jubel

 

Wunderschönes Ding! Nur konnten in der Folge weder Sykora selbst, noch der für den verletzten Müller ins Team gerückte Aust nachlegen, was dazu führte, dass sich die Gäste immer näher dem Kasten von Morten Jensen annähern konnten. Das 1:1 fiel dann aber nach 35 Minuten aus gut 18 Metern – Kobylanski schlenzte den Ball unhaltbar ins lange Eck. Wobei es schon ärgerlich ist, dass „Sonntagsschüsse" in dieser Saison gerne Mal den Weg ins Holsteiner Tor finden. Viel passierte nach dem Tor nicht mehr und so ging es mit dem gerechten Unentschieden in die Kabine.
Die erste Chance nach dem Seitenwechsel gehörte wieder dem Heimteam (Pressel, 54. Minute übers Tor), eine Druckphase wurde es aber nicht wirklich, da die Bremer Abwehr nun deutlich besser stand als in Hälfte eins.

 

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Johansen ohne Akzente in der Offensive, Sykora nun konsequent gedeckt und die Zentrale Kazior/Krause weitestgehend aus dem Spiel genommen – Chancen blieben Mangelware auf Kieler Seite, wobei auch die Bremer Offensivkräfte nun in Morten Jensen ihren Meister fanden. Mit der Einwechselung von Marcel Schied gab es noch einmal ein bisschen Belebung in der Offensive, doch mehr als ein schöner, aber abgeblockter Torschuss von Marc Heider (85.) und ein Pfostenschuss von Fabi Wetter kurz vor Abpfiff sprang nicht mehr heraus.
4 Punkte gegen Werder Bremen hätte vor der Saison wohl jeder gern genommen, dass heutige Spiel hinterließ einen aber irgendwie unbefriedigt, da an einem anderen Tag sicher mehr drin gewesen wäre (man hat auch schon deutlich schlechtere Leistungen gesehen) und etwas mehr Auswahl auf der Auswechselbank sicher auch gut getan hätte (Jarek oder Siedo hätte sich so manch einer im Stadion auf dem Platz gewünscht).
Vielleicht wird es in der Saisonendabrechnung aber auch ein wichtiger Punkt und wenn im nächsten Spiel gegen die Oldenburger mit drei Punkten nachgelegt wird, ist das Unentschieden von heute auch schon wieder fast vergessen. Englische Wochen können so ihre Vorteile haben.

 

kielwappen

 

In dem Sinne: Mund abwischen und weiter geht es – immer weiter dem Aufstieg entgegen!

 

P.S.: Grandioses Feingefühl des NFV einen Schiedsrichter aus Garbsen anzusetzen.

P.P.S.: Alle Bilder in der Galerie.

 
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