Jadestadion, 1. März 2013, Endstand 0:0

Endlich wieder gutes Wetter, endlich wieder Spieltag, endlich wieder Holstein, endlich wieder Vorfreude, endlich wieder auswärts fahren, endlich wieder auf der A7, endlich wieder vorm Elbtunnel stehen, endlich wieder Angst haben, den Anpfiff zu verpassen, endlich wieder über Fußball fachsimpeln, endlich wieder A1, endlich wieder auf dem Parkplatz andere Holsteiner treffen, endlich wieder trotz Stau dennoch pünktlich kommen, endlich wieder Flutlicht,

 

 

endlich wieder die Spieler sehen, endlich wieder Stadionwurst, endlich wieder ein Stadionbier, endlich wieder Anstoß, endlich wieder über den Schiedsrichter aufregen, endlich wieder über über den Beton des Gegners aufregen, endlich wieder hoffen, endlich wieder bangen, endlich wieder hoffen,

 

Wer in der Türkei Auto fährt, sollte sich im klaren darüber sein, dass Verkehrsregeln oder Lichtsignale eher Kann- als Mussbestimmungen sind. Wo zwei Spuren sind, sind eigentlich eher vier und wer die lautere Hupe hat, bekommt Vorfahrt. Naja, eigentlich gilt das ja für so einige Länder, was aber wirklich eine praktische türkische Erfindung ist, sind die „Countdown-Uhren“ an den Ampeln, die entweder anzeigen, wie bald die Ampel auf rot umspringen wird oder aber wie viel Zeit man noch für andere Dinge hat.

 

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Wenn man sich denn an die Lichtsignale hält... Da wir hauptsächlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs waren, lag dies außerhalb unserer Entscheidung. Aus diesem Grund begab man sich dann einfach dem Schicksal und hatte teilweise sogar Spaß dabei, wenn bei bestem Türkpop die Berg- und Talfahrt abging.
Und nachdem temperaturtechnisch die ersten Tage zwar ein hohes Niveau gehalten wurde, gesamtwettertechnisch aber doch etwas Luft nach oben war, gab es Richtung Ende des Aufenthalts an der türkischen Riviera dazu auch noch richtig dicken Sonnenschein.

 

Wieder einmal Türkei, wieder einmal Side, wieder einmal Trainingslager mit den Störchen. Und das obwohl im letzten Jahr einige Dinge echt nervig waren. Naja, jedes Land hat seine zweite Chance verdient und so ein paar Sachen in der Südtürkei waren ja auch ganz hübsch anzusehen. Außerdem ist die Dichte von Fußballteams zu diesem Zeitpunkt des Jahres wohl nirgends so hoch wie zwischen Antalya und Alanya. So verließ ein Teil der CCK das eisige Norddeutschland um in Richtung Mittelmeer zu fliegen, gerade noch rechtzeitig, bevor sich das Sicherheitspersonal am Hamburger Flughafen entschließen sollte zu streiken. Im Gegensatz zum letzten Mal wurde dabei nicht mit SunExpress geflogen (wobei das auch nicht so schlimm war), sondern mit Turkish Airlines, wo man fernsehgeschädigt entweder Kobe Bryant oder Lionel Messi an Bord erwartete. Seltsamerweise war keiner der beiden zugegen, dafür war Service und vor allem das Essen „Europas Airline des Jahres“ würdig. Die Köfte  schmeckten zumindest definitiv besser als die in unserer letztjährigen Bleibe und sollten damit ein schöner Auftakt für den Türkei-Tripp sein. Auch am Hotel angekommen gab es nichts zu bemängeln: Zimmer schön, Dusche kräftig und WLAN stabil. Dazu noch lecker Essen (nette Mischung aus türkischer und mitteleuropäischer Küche) und nur ein 10 minütiger Fußweg zum Team-Hotel der Holsteiner.
Dank Presseausweis musste man dort auch nur 30 Minuten mit der Security diskutieren - inzwischen zicken einige Hotels an der türkischen Riviera ziemlich rum, was Zaungäste bei Trainingseinheiten betrifft. Haben sich in den letzten Jahren wohl ein paar Fans kostenloses All-Inklusive gegönnt. Jedenfalls werden jetzt bis zu 30€ pro Stunde aufgerufen, außer man wurde vorher vom Verein angemeldet oder kann sich irgendwie als Pressemensch outen. Beim ersten Training war positiv festzustellen, dass kein Holsteiner sich in der Zeit seit dem Hallenmasters verletzt hatte und sogar Neuzugang Hamza Kizil schon fast im Mannschaftstraining ist.

 

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Ansonsten wurde fleißig fotografiert, gefachsimpelt und die milde Mittelmeerluft genossen. Nachdem morgens noch ein heftiges Gewitter über Side gezogen war, blickte nun sogar die Sonne hervor (dieser Wettermix sollte die nächsten Tage weitergehen – von Sturzregen bis blauem Himmel war alles dabei) und sorgte für recht angenehme 17°C, was für den Norddeutschen ja schon Sommer bedeutet.

 

 

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