20. Januar 2012

 

Freitag, kurz nach dem Aufstehen und man stellt zwei Dinge fest: Zum einen hat der eisige Wind vom Vortag erfreulicherweise fast ganz nachgelassen, wodurch die Morgentemperaturen wieder in einem angenehmen Bereich sind...

 

trainingslager_side_2012_045

 

...zum anderen, und das erfreut einen weniger, hat man sich eine dicke Erkältung eingefangen. Zum Glück presst direkt neben der Einfahrt zum Hotel ein freundlicher, älterer Herr Saft aus den Früchten, die er in seinem Garten geerntet hat. Als Vitaminbombe fungiert am heutigen Tag eine Mischung aus Orange und Granatapfel, die zudem sehr köstlich schmeckt.

 

trainingslager_side_2012_046

 

Und der Granatapfel hat für Side auch eine besondere Bedeutung, heißt der Ortsname aus dem Griechischen (oder Sidetischen - eine antike Sprache Anatoliens) übersetzt doch eben nicht anderes als Granatapfel. Der Punica granatum (so der wissenschaftliche Name) ziert auch das Wappen der lokalen Vereins "Side Spor", die ihre Heimspiele im Side Atatürk Stadi austragen, dem an diesem Tag ein kurzer Besuch abgestattet wird.

 

 

trainingslager_side_2012_047

trainingslager_side_2012_050

trainingslager_side_2012_051

 

Genau wie in Kiel regiert hier das Stahlrohr, auf dem auf der überdachten Hauptribüne gelb-schwarze Schalensitze angebracht sind. Netter, kleiner Grund, doch nur ein kurzer Zwischenstopp, bevor es nach Belek geht.
Da angekommen gibt es ersteinmal Mittagessen - Börek mit Spinat und Hackfleisch schmeckt köstlich, ebenso wie die Gözleme.

 

trainingslager_side_2012_053

trainingslager_side_2012_058

 

Das sind sehr dünne Fladenbrote aus Yufkateig, die im Falle der Peynirli Gözleme mit Schafkäse gefüllt werden und dann auf einer gewölbten Heizplatte, dem Sac, gebacken werden. Zum Nachtisch noch ein wenig Baklava und es geht gut gesättigt zur Trainigsanlage des Gloria Hotels.

 

trainingslager_side_2012_055

 

Als erste der Kieler Delegation (die an diesem Tag durch einige Sponsoren angereichert wird) begutachtet man die sehr schöne Anlage, auf der die Störche gegen den Zweitligisten FC Ingolstadt testen sollen. Dabei musste Thorsten Gutzeit auf Christian Jürgensen und Aaron Berzel verzichten, Fiete Sykora konnte hingegen nach Magen-Darm-Problemen vom Vortag wieder mitkicken. Spielanlage sah zunächst bei Kiel sehr gefällig aus, von einem Zwei-Ligen-Unterschied (okay, wenn man die Tabellenpositionen mit einbezieht eher nur ein 1-1/2-Ligenunterschied) war nicht zu sehen, lediglich vorm Tor fehlte ein wenig das Glück und die Ruhe. Durch einen Abwehrfehler begünstigt konnte dann Manuel Schäffler in der 31. Minute zum 1:0 für Ingolstadt einschieben. So ging es mit dem ungewohnten Gefühl eines Rückstandes in die Pause.

 

trainingslager_side_2012_069

trainingslager_side_2012_059

trainingslager_side_2012_060

trainingslager_side_2012_063

trainingslager_side_2012_068

trainingslager_side_2012_062

trainingslager_side_2012_066

trainingslager_side_2012_071

trainingslager_side_2012_070

trainingslager_side_2012_067

 

Nach dem Seitenwechsel begann auf Kieler Seite das große Wechseln und Experimentieren (wie zum Beispiel Jakubowski in der Innenverteidigung). Zwischenzeitlich gelang Fischer per Elfmeter sogar der Ausgleich (52. Minute) und auch wenn Holstein am Ende mit 1:2 (69. Minute, Collin Quaner) verlor, kann man doch festhalten, dass die Positionen definitiv noch nicht verteilt sein dürften. Denn auch die vermeintlichen Ersatzspieler konnten beim Test überzeugen, wodurch Kiel in der Rückrunde für die Gegner unberechenbarer werden dürfte. Man kann also trotz der Niederlage (ging ja nicht um Punkte) ein positives Fazit ziehen und hoffen, das bis auf Siedo das Lazarett bald recht leer sein wird.

Nach dem Test ging es für den Holstein-Tross zurück ins Hotel nach Kumköy - für uns hingegen Richtung Antalya.

 

 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok