Stadion der Freundschaft, 7. April 2012, Endstand 0:2

 

Holstein kann noch überzeugend gewinnen und gab sich zum Glück nicht die Blöße, zum zweiten mal innerhalb einer Woche beim Tabellenletzten zu verlieren. Bei der Reise in die Lausitz sorgte dabei lediglich das unangenehme Aprilwetter, das sowohl bei der Anreise für uns als auch beim Holsteiner Offensivspiel für einige Probleme sorgte. Cottbus II eher recht ungefährlich, wobei das in letzter Zeit ja auch nichts bedeuten musste. Diesmal aber ging Kapitän Jürgie voran und köpfte in der 18. Minute zum verdienten und umjubelten 1:0 ein. Und auch Jarek scheint seine Formkrise langsam zu überwinden und traf in der 79. Minutezum 2:0 nach Flanke von Jakob Sachs.

 

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Emslandstadion/MEP-Arena, 3. April 2012, Endstand 2:1

 

Mit Blick auf Schneeregen und Gedanken an die Dauerbaustelle A1 verbringt man mal wieder den Vormittag auf der Arbeit. Ein Vormittag der sich extrem endlos und zäh wie Kaugummi in die Länge zieht. Man versucht den verdammten Stundenzeiger zu hypnotisieren, dass dieser doch endlich die Feierabendmarke erreicht. Und dann ist es endlich soweit, befindet man sich wieder auf der Straße in Richtung Auswärtsspiel. Der Glaube daran, dass Holstein mit einem Sieg beim Tabellenletzen in Meppen wieder zum Spitzentrio aufschließen kann, lässt die Laune steigen. Und das nur wenige Tage nach dem grausamen Spiel gegen Plauen. Neumünster, Cloppenburg, Lingen - alles Orte die vorbeiziehen.

Im Emsland angekommen ist festzustellen, dass man anscheinend nicht der einzige ist, der noch an die Chance zum Aufstieg glaubt.

 

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Die Temperaturen sind mild, die Fahnen werden am Gästesektor angebracht und die Wurst schmeckt.Und dazu sah es tatsächlich so aus, als wenn an diesem Abend der Hebel umgelegt werden kann. Kaum ein Halten für den Holsteiner Offensivwirbel, der von den Hausherren meistens nur auf Kosten einer Gelben Karte gestoppt wird.

 

Dies zumindest behauptete 1997 eine Hamburger Hip-Hop-Band auf ihrer EP "The Doors of Passion"und verhalf der Emslandmetrople damit zu einer der wenigen Erwähnungen, die nichts mit Fußball zu tun hat. Bis dahin galt Meppen in Deutschland lange nur als das Synonym für fußballerische Provinz galt und fungierte bei Erstligisten als eine Art Schreckgespenst im Abstiegsfall. Irgendwo aber auch eine gewisse Ehre für den 1912 als „Fußballclub Amisia Meppen“ gegründeten Verein, der von 1987 bis 1998 fester Bestandteil der 2. Bundesliga war.

 

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Seit 1924 ist die Heimat der Blau-Weißen das Emslandstadion, das aktuell auf den Namen MEP-Arena hört. Und dort darf an diesem Dienstag die KSV Holstein zum Nachholspiel in der Regionalliga antreten. Klar, dass besonders ein Spieler bei diesem Duell wieder im Mittelpunkt stehen wird, der zwar im Trikot des SVM auflaufen wird (und dort schon zu den zehn besten Torschützen aller Zeiten gehört), aber während seiner Zeit für die Störche immerhin 44 Tore in 80 Partien erzielen konnte.

30. März 2012, Endstand 1:1

 

Die "Explosion" ist verpufft, der "Knoten" wurde nicht durchschlagen - was zunächst bleibt, ist Enttäuschung. Und es fühlt sich so an, wie vor zwei Jahren in der 3. Liga, es fühlt sich an wie Abstiegskampf. Gut gespielt und doch am Ende zu wenig.

 

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Mit einem 1:1 gegen den VFC Plauen (der im letzten Spiel die Punkte noch gefühlt kampflos an das Retortenprodukt übergeben hatte) verabschiedet sich Holstein für diese Saison höchstwahrscheinlich aus dem Kampf um die 3. Liga. Natürlich ist man zuhause noch immer ungeschlagen in der Liga und natürlich ist rechnerisch immer noch alles möglich - aber an ein doppeltes Straucheln beider Konkurrenten zu glauben, fällt derzeit eher schwer. Vor allem auch deshalb, weil die Chancenverwertung weiterhin unglaublich unterirdisch bleibt und Holstein dummerweise wieder zu seiner alten Schwäche bei Standards zurückgefunden hat. Vierzehn Ecken, die allesamt nichts einbrachten. Eine Bilanz, die wenig Mut macht.

 

Amateurstadion/Olympiapark, 24. Oktober 2011, Endstand 1:0

 

Leipzig verkackt in Hamburg, Halle verkackt in Wilhelmshaven und Holstein in Berlin. Was ist eigentlich los? Sind alle beim Gedanken, man könne womöglich aufsteigen, blockiert? Das Auf und Ab dieser Woche geht jedenfalls weiter: Mittwoch freut man sich, dass Retortenball in Hamburg verliert - Donnerstag der Schock: Morten Jensen verletzt. Gestern freut man sich über Francky Sembolooo und Co - heute verlässt man Berlin völlig frustriert.

 

frust

 

Was nützt es einem, wenn man bis zu einem Sonntagsschuss von Djuricin in der 38. Minute das bessere Team ist (aber bis dahin es halt nicht schafft den Ball über die Linie zu bringen)?

 

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Nichts, wenn man am Ende mit leeren Händen da steht, weil das Spiel mit zunehmender Dauer auch wieder zerfahrener wurde.

 

 

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