30. April 2010, osnatel-Arena, Endstand 3:1

 

Was im letzten Jahr am 25. Juli in Regensburg begann, geht dieses Jahr am 30. April zu Ende: Auswärtsfahren in der 3. Liga. Und zum Abschluss gingt es an die Bremer Brücke, einem, man kann es schon sagen, der Kultstadien in Deutschland. Leider überließ man uns nur den Pufferblock unterhalb der Anzeigetafel (das Ding geht echt gar nicht), was aufgrund der Tabellensituation vielleicht nachzuvollziehen ist. Der VfL wollte halt möglichst viele eigene Fans beim so wichtigen Spiel im Rücken haben. Bei günstigen Ergebnissen von den anderen Plätzen (eigener Sieg natürlich vorausgesetzt) hätte man ja schon den Aufstieg klarmachen können.

 

choreo


 

Vier Busse plus ein paar Auto- und Bahnfahrer also dichtgedrängt in die Ecke, Stadionwurst geholt und Spiel geschaut.

Das ging mit einem Weitschuss von Marc Heider auch gut los und nachdem man eine Minute später auf die Anzeige schaute, stellte man fest, Kiel führte. So recht hatte das keiner mitbekommen, so recht jubelte keiner, nicht mal die Mannschaft feierte richtig. Seltsames Ding irgendwie. Die erste Hälfte hindurch versuchten die Lia-Weißen krampfhaft den Ausgleich zu erzielen, aber außer Schwalben und einer Bierdusche für Linde (oder war das ein nett gemeintes Freibier?) kam nichts bei lang. Erst kurz vor der Halbzeit konnten die Osnabrücker das Spiel dominieren, ein Tor gelang allerdings erst nach dem Seitenwechsel in der 56. Minute.

 

rauch

 

Danach durften die Mannschaften nochmal für 15. Minuten in die Kabine - Kiel verabschiedet sich aus der Liga mit Feuer und Rauch. Kann man finden, wie man will - Böller in den Nebenblock auf Unbeteiligte ist einfach Müll, aber Randale (wie auf ntv berichtet) waren es aber nicht. Sonst hätte die Polizei, die sich positiv zurückhielt, auch eingegriffen. Aber auf jeden Fall sind Holsteins Hintern jetzt bundesweit bekannt. Nachdem man sich ein wenig ausgetobt hatte, ging es dann ja ohne Unterbrechungen weiter, allerdings war auf Kieler Seite auch bei der Mannschaft, die nur noch verteidigen konnte, die Luft raus. Und was einige schon vor dem Spiel befürchtet hatten, wurde wahr: Ausgerechnet Linde drückte den Ball über die Linie. In der 90. konnten die Hausherren dann noch per Handelfmeter auf 3:1 erhöhen.

 

ende

 

Abpfiff. Ende. Für Osna geht es nächste Woche zur Entscheidung nach Burghausen, für Kiel in die Regionalliga.

 

Auf nach Meuselwitz! Und Bilder vom Bustripp (Danke an Leif und ein "Hoch auf unsern Busfahrer") in der Galerie.