8. April 2018, Endstand 0:0

 

Erstes Heimspiel 2018 unter nicht winterlichen Bedingungen, und dann gleich mit einer dicken Portion Sonnenschein. Es ist nicht mehr zu verleugnen, dass die Saison tatsächlich auf die Zielgerade einbiegt. Die Platzierung, welche die KSV dabei derzeit inne hat, hätten zu Saisonbeginn wohl die wenigsten erwartet – und die wenigsten hätten wohl gleichzeitig erwartet, dass die Darmstädter als Bundesliga-Absteiger und mit prominentem Kader gegen den Abstieg spielen müssen.

 

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Wobei das mit „gegen den Abstieg“ ja noch für 90 Prozent der Liga gilt und gerade die Lilien hatten in den letzten Wochen mit respektablen Ergebnissen (2:0-Sieg in Dresden, 1:1 gegen Ingolstadt und Nürnberg, sowie 1:0-Sieg am letzten Spieltag gegen Spitzenreiter Düsseldorf) mehr als ein Lebenszeichen gegeben. So war der SVD-Anhang nicht nur aufgrund der Rivalität motiviert und füllte den Gästeblock recht ordentlich. Auch heimseitig waren die Ränge bestens gefüllt – insgesamt wurden 10.483 Zuschauer vermeldet.

 

fight

 

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Bei Holstein musste Jojo van den Bergh seine Gelbsperre absitzen, zudem fielen mit Czichos und Drexler zwei absolute Schlüsselspieler aus. Das war schon ein kleiner Stimmungsdämpfer, auch wenn die Startelf-Rückkehr von Christopher Lenz wiederum erfreute, das die Union-Leihgabe auch immer mal für offensive Akzente gut ist.

 

Der Beginn des Spiels ist dann auch recht vielversprechend: Holstein presst früh und der Ball läuft geschmeidig durch die eigenen Reihen. Die Gangart der Gäste scheint eher rustikal zu sein, zumindest wird Weiland nach gefühlten drei Sekunden gleich mal gelbwürdig abgeräumt. Zehn Minuten später hätte es mehr als ein paar böse Worte gegeben. Offensiv findet in der ersten Viertelstunde nur Holstein statt, Weiland und Schindler bringen den Ball immer wieder in die Gefahrenzone, allerdings steht zwischen den Störchen und einem Torerfolg spätestens der Darmstädter Keeper Heuer Fernandes.

 

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Erst nach einer halben Stunde gibt es die erste Chance für die Gäste durch Boyd, damit ist das Darmstädter „Offensiv-Feuerwerk“ bis zum Seitenwechsel allerdings auch schon abgebrannt. Ein Unentschieden gegen den Tabellendritten scheint in den Plan zu passen. Wobei mit zunehmender Dauer auch immer weniger Möglichkeiten bei Holstein auf dem Zettel stehen, diesen Plan zu gefährden.

Mit dem gleichen Personal geht es in den zweiten Durchgang, allerdings wagt sich das Team von Dirk Schuster jetzt offensiv mehr. Und das stellt das Heimteam plötzlich vor Probleme, zumindest gerät die Abwehr deutlich mehr unter Druck und vorne läuft nicht mehr viel. Eigentlich ein Spiel, dass durch einen blöden Zufallstreffer entschieden wird. Doch selbst dazu soll es nicht kommen. Schön ist die gebotene Leistung am Ende von beiden Seiten nicht mehr. Und auch dem eingewechselten Siedschlag will der „lucky punch“ nicht gelingen.

 

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Von daher ist das Unentschieden wohl auch das passende Ergebnis. Ein Punkt für jeden Seite, wobei die Frage ist, wem dieser Punkt mehr nützt. Eigentlich ist diese Frage aber nicht so schwer zu beantworten, denn Holstein hat bereits das in der Tasche, was die Lilien gerne hätten.

 

Dresden ist der nächste Stopp auf der Tour durch die 2. Bundesliga, wo diese hinführt wird sich zeigen. Auf jeden Fall heißt es dabei sein!

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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